Freitag, Juli 20

Ich begebe mich wieder auf Reisen. Diesmal auf eine kulinarische Reise in Bremen und Bremerhaven. Ich bin sehr gerne in diesen beiden Städten. Sie versprühen dieses maritime Flair und ein gewisse Gelassenheit.

Diesmal stehen nicht die Sehenswürdigkeiten von Bremen oder Bremerhaven im Vordergrund, sondern die kulinarischen Genüsse der beiden Städte.

Du hast gut gegessen und bist satt?! Das wäre von Vorteil, wenn Du jetzt weiterliest. Ansonsten erstmal eine Kleinigkeit essen. Sonst könnte es sein, dass Du großen Appetit beim Lesen bekommst. Also: Lass es Dir munden.

Stationen: Kulinarische Reise in Bremen und Bremerhaven

  • Becks i’n Schnoor
  • Bremer Bonbon Manufaktur
  • Walking Dinner in Bremen
    • Bremer Ratskeller
    • Restaurant des ATLANTIC Grand Hotels
    • Teestübchen im Schnoor
  • Lloyd Caffee
  • Union Brauerei
  • Abelmann Fischfeinkost
  • Seefischkochstudio
  • Klimahaus Bremerhaven
  • Natusch – Fischereihafen Restaurant

Meine kulinarische Reise in Bremen

Als ich in Bremen angekommen bin, habe ich erstmal Hunger. Das trifft sich doch gut. Schließlich möchte ich die kulinarischen Köstlichkeiten dieser Stadt genießen. Für mich eine der schönsten Adressen, um in Bremen erst einmal anzukommen, ist das Schnoor-Viertel.

Ich mag diese schmalen Gassen mit den urigen kleinen Häusern. Auch wenn in diesem Viertel einiges touristisch ausgeprägt ist, gibt es hier gute Adressen, um etwas leckeres zu essen. Eine dieser Adressen ist für mich das Becks i’n Schnoor.

Becks i’n Schnoor im Bremer Schnoorviertel

Auf meinen Reisen habe ich eins gelernt: Auch wenn man an einem touristischen Hotspot ist, sind die Restaurants nicht allesamt als „Touristenfallen“ zu verteufeln.

Aber wie erkenne ich die lohnenswerten Restaurants? Zum Beispiel daran, dass Einheimische in dem Restaurant sitzen und sich gut mit dem Personal verstehen. Leider kann man das erst feststellen, wenn man in dem Restaurant ist und sich dort eine Weile aufgehalten hat.

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Auf das Becks i’n Schnoor trifft das jedenfalls zu: ein Restaurant im Bremer Touristen-Hotspot Schnoorviertel und eine gute regionale Küche zu guten Preisen.

Als ich dort gegen Mittag einkehre, sitzt am Nebentisch eine Truppe von vier Männern gehobenen Alters. Im Bremer Slang schmettern sie den ein oder anderen Witz in die Runde, tauschen sich im Laufe der Zeit über ihren derzeitigen Gesundheitszustand und über die letzte Reise aus.

Ein Dialog ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben, weil ich vor Lachen fast vom Stuhl gefallen wäre.

„Ich hab‘ meinem Sohn alles aufgeschrieben, was Wert hat. Damit er hinterher nichts in den Container schmeißt. Schmuck und so.“

„Das haben wir anders gelöst. Wir haben bei uns einbrechen lassen. Wir haben keinen Schmuck mehr.“

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Als ich dann mein Essen bekomme, weiß ich, dass mein Entschluss hier einzukehren richtig war. Natürlich habe ich mir eine regionale Spezialität ausgesucht: Knipp Bremer Art mit Gewürzgurke, Röstkartoffeln und Apfelmus.

Diesen Tipp hat mit mein Bremer XING Kollege Rainer Hafemann bei meinem letzten Besuch gegeben. Kannte ich bis dato noch nicht. Bin aber nun ein Fan davon. Gut gestärkt geht es weiter.

Jetzt könnte ich etwas Süßes gebrauchen. Wie gut, dass mein nächstes Ziel gar nicht so weit weg ist. Auch im Schnoorviertel beheimatet ist nämlich die Bremer Bonbon Manufaktur.

Bremer Bonbon Manufaktur

Die Bremer Bonbon Manufaktur fertigt eine Vielzahl an verführerischen Süßigkeiten mit der Hand.

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Auch im Handwerkerhof in der Böttcherstraße befindet sich eine Niederlassung der Bremer Bonbon Manufaktur. Also findest Du gleich zwei Stellen, an denen Du Dich mit süßen Leckereien eindecken kannst.

Das Sortiment der Manufaktur ist sehr vielseitig: Von süß bis salzig, von sauer bis lustig. Insgesamt findest Du über 100 Bonbon-Sorten in den beiden Läden. Da ist mit Sicherheit auch etwas für Dich dabei.

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Wo wir gerade bei Süßigkeiten sind, möchte ich noch eine Bremer Besonderheit vorstellen.

Der Bremer Babbeler

Dieses „längste Hustenbonbon der Welt“ schmeckt nach Pfefferminz. Erfunden hat es der Bonbonkocher Albert Friedrich Bruns im Jahre 1886. Noch heute wird es nach alter Tradition gekocht.

Der Name geht auf den plattdeutschen Ausdruck für Mund zurück: Babbel. Wenn jemand genau diesen einfach mal halten soll, steckt man ihm den Bremer Babbeler in den Mund und er kann nicht mehr sprechen.

Jetzt ist aber Schluss mit den Leckereien. Die Kalorien trainiere ich jetzt ab und schaue mir einige Sehenswürdigkeiten in Bremen an. Denn heute Abend wird richtig geschlemmt. Da geht es beim Walking Dinner quer durch die Stadt.

Walking Dinner in Bremen

Das Walking Dinner in Bremen ist eine kulinarische Möglichkeit, die Stadt näher kennenzulernen. Auf der durch einen Fremdenführer geleiteten Tour erfährt man zwischen den Gängen so einiges über die Stadt und ihre Geschichte.

Der Clou: das Drei-Gänge-Menu nimmt man an drei unterschiedlichen gastronomischen Einrichtungen in Bremen ein. Das „Abendessen“ mit Führung dauert ca. 3,5 Stunden. Dann lassen wir es uns doch mal gut gehen, oder?

Station 1: Vorspeise im Bremer Ratskeller

Die Vorspeise bekomme ich im Bremer Ratskeller serviert. Passend zum hausgebeizten Lachs gibt es einen Riesling. Die Weinauswahl im Ratskeller ist übrigens der Hammer. Und ein uriges Plätzchen ist er auch.

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Station 2: Hauptgang im Restaurant des ATLANTIC Grand Hotels

Nachdem der Fremdenführer uns vom Ratskeller durch die Böttcherstraße geführt hat, kehren wir ins Restaurant vom ATLANTIC Grand Hotel ein. Hier gibt es Bremisches Kükenragout – dazu einen schweren Roten.

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Station 3: Dessert im Teestübchen im Schnoor

Ein zweites Mal an diesem Tag geht es für mich ins Schnoor-Viertel. Für das Dessert sind Plätze im dortigen Teestübchen reserviert. Ein krönender Abschluss dieses kulinarischen Tages: Dessert-Variationen in einem gemütlichen kleinen Café.

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Weitere Informationen zum Walking Dinner findest Du hier.

Zufrieden und gut gefüllt mache ich mich auf den Weg ins Hotel. Am nächsten Tag suche ich weitere kulinarische Highlights in Bremen auf. Ganz nebenbei erkunde ich dabei auch die ein oder andere Sehenswürdigkeit in Bremen.

Lloyd Caffee in Bremen

Nach einem guten Frühstück mache ich mich auf den Weg zu einem zweiten Kaffee – kann ja nicht schaden. Kaffeeröstereien liegen ja derzeit im Trend. Immer mehr Kaffee-Genießer greifen tief in die Geldbörse, um sich besondere Kaffees zu leisten.

Bremen hat für diese Kaffeeliebhaber eine ganz besondere Rösterei: Die Lloyd Caffee Rösterei mit einer langen Tradition.

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Die 1930 von Albert Laube – damals im Bremer Viertel ansässig – gegründete Rösterei hat so manche Kaffeekrise überlebt. Heutzutage röstet sie an einem geschichtsträchtigen Ort: dem alten Kaffee-HAG-Gebäude.

In diesem Gebäude gibt es zudem eine besondere Sehenswürdigkeit in Bremen zu besichtigen. Sie bzw. er gehört zu den Bremen Geheimtipps: Der ehemalige Marmorsaal von Kaffee-HAG. Der Gründer – Ludwig Roselius – schuf diesen Marmorsaal für seine Direktoren.

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Union Brauerei in Bremen

Nach diesem zweiten Frühstück kann es auch etwas süffiger werden, oder? Die Grundlage ist geschaffen für eine Brauerei Besichtigung.

Die Bier-Szene hat sich in den letzten Jahrzehnten auch in Deutschland immer mehr konzentriert. Herausgekommen war eine Bierlandschaft, die immer mehr Einfalt statt Vielfalt produziert hat.

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Aber glücklicherweise geht auch beim Bier der Trend wieder zu mehr Individualität. Ich bin ebenfalls ein Fan von Bieren, die in ihrem Geschmack einfach mal anders sind. Daher bin ich mittlerweile ein Liebhaber von Trappistenbieren geworden. Aber das ist eine andere Geschichte.

Bei meiner kulinarischen Reise in Bremen und Bremerhaven besuche ich auch eine Brauerei. Nicht aber die größte Brauerei in Bremen – wer kennt sie nicht. Nein, ich besuche die zweitgrößte Brauerei in Bremen: Die Union Brauerei – mit einer ansehnlichen Vielfalt an Bieren und einer experimentierfreudigen Crew.

Während der Besichtigung der Brauerei gibt es neben viel Geschichte um die Brauerei und das Brauen am Ende natürlich auch eine Stärkung – in doppelter Hinsicht. Zunächst eine Grundlage und dann eine Auswahl aus dem Sortiment der Union Brauerei in Bremen.

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Ich muss schon sagen, meine kulinarische Reise in Bremen und Bremerhaven gefällt mir immer besser. Ich verlasse mit einigen schmackhaften Bieren im Magen Bremen in Richtung Bremerhaven.

Meine kulinarische Reise in Bremerhaven

Bremerhaven, die kleine Schwester von Bremen, ist gleich maritimer angehaucht. Hier ist das kernige Bremen. Das liegt natürlich auch an der direkten Lage an der Küste. Und an der Küste gibt es immer Fisch, viel Fisch. Einen kleinen Happen gibt es gleich am Anfang meiner Zeit in Bremerhaven.

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Feinkost Abelmann in Bremerhaven

Kleine leckere Happen mit Meerestieren versüßen das Willkommen in Bremerhaven. Die Firma Abelmann verarbeitet seit über 60 Jahren Fische und andere Meerestiere zu delikaten Feinkostspezialitäten. Mittlerweile umfasst das Sortiment über 100 Spezialitäten aus dem Meer.

Na, da sag ich doch mal „Moin, Bremerhaven!“ Lecker hier.

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Das Seefischkochstudio in Bremerhaven

Nach einem längeren Spaziergang durch den Hafen und am Wasser entlang, habe ich großen Hunger bekommen. Wahrscheinlich liegt es auch an der frischen Seeluft. Heute heißt es aber selbst kochen. Denn ich gehe ins Seefischkochstudio. Jetzt wird es nochmal richtig kulinarisch.

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Das Seefischkochstudio ist die einzige Fischlehrküche in Deutschland. Und das sich hier alles um den Fisch dreht, das zeigt mir Koch Sebastian heute Abend. Na, dann will ich doch mal loslegen mit dem Schnibbeln. Und nach getaner Arbeit gibt es dann den Lohn.

Am Ende dieses schönen Kochabends nehme ich auch den ein oder anderen Tipp für heimische Kochabende in der Küche mit.

Das Klimahaus in Bremerhaven

Am nächsten Tag bin ich in der City von Bremerhaven unterwegs. Neben der Kulinarik während meiner Reise in Bremen und Bremerhaven schaue ich mir auch das Auswandererhaus und das Klimahaus an.

Bei meinem Besuch im Klimahaus gibt es aber nicht nur viel zu sehen. Diesmal gibt es auch einen kleinen Snack, der dann irgendwie auch zu meiner kulinarischen Reise passt. Die Weltbevölkerung wächst immer weiter, so dass sich weitere Formen der Ernährung entwickeln müssen, damit wir alle satt werden.

Immer mehr in den Fokus geraten dabei Insekten. Ich habe noch nie Insekten probiert. Mich beschlich immer ein gewisser Ekel. Und wo bekommt man schon zu verzehrende Insekten her. Die Wespen auf dem sommerlichen Pflaumenkuchen boten sich da bisher nicht gerade an.

Daher greife ich hier mal zu und bin von der Bruschetta mit Spinat, Frischkäse und Buffalo Mehlwürmern sowie den gerösteten Grillen mit Salat und Kürbis Chutney angenehm überrascht.

Neben diesem kulinarischen Ausflug bin ich auch von den beiden „Häusern“ – Romeo, oh Romeo – ach nein, das war ja ganz woanders.

Wo waren wir? Bei den beiden Häusern. Genau. Von dem, was im Klimahaus und dem Auswandererhaus gezeigt wird, bin ich sehr beeindruckt. Die beiden Themenkomplexe werden hier modern verdeutlicht. An anderer Stelle auf meinem Reiseblog werde ich Euch von meinem Besuch berichten.

Restaurant Natusch in Bremerhaven

Nach diesen schönen Eindrücken lasse ich es mir am Abend gut gehen. Da kehre ich bei meiner kulinarischen Reise im besten Fischrestaurant in Bremen und Bremerhaven ein. Das Fischereihafen Restaurant Bremerhaven – oder einfach nur „das Natusch“.

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Das Restaurant ist im maritimen Stil gehalten, mit lackierten Holzplanken und Schiffsschrauben an den Wänden. Meine Essenswahl fällt auf das aktuelle Menu:

  • Amuse Gueule: Lachsterrine mit Cocktailsauce an Brot.
  • Vorspeise: Suppe von Flaschentomaten mit Grana Padano-Croûtons und Basilikumöl.
  • Hauptspeise: Filet vom Tiefsee-Rotbarsch, gebraten, an Sauce vom Fangschreckenkrebs, bunter Mangold, Pfifferlinge und Süßkartoffelstampf.
  • Dessert: Zwetschgen-Tiramisu-Becher und Bellabombaschaum.

Sehr zufrieden gehe ich nach diesem delikaten Menu zurück in mein Hotel. Meine kulinarische Reise in Bremen und Bremerhaven hat mit dem Besuch im Natusch den krönenden Abschluss gefunden.

Meine kulinarische Reise in Bremen und Bremerhaven – ein Fazit

Wer gedacht hat, dass es in Bremen und Bremerhaven nur Fisch und Becks-Bier von der Stange gibt, der muss erkennen, dass es noch einiges mehr für den Gaumen und das leibliche Wohl in diesen beiden Städten zu entdecken gibt.

Ich habe alles gegessen an diesem Wochenende: Gemüse, Obst und Tiere, die schwimmen, laufen, fliegen und krabbeln. Eine kulinarische Vielfalt an einem Wochenende, die ich so schnell in dieser Form wohl erstmal nicht mehr erleben werde.

Zu entdecken gibt es neben diesen kulinarischen Köstlichkeiten aber auch viele andere spannende Dinge. Davon berichte ich Euch an anderer Stelle. Leinen los – es geht heim.

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1 Kommentar

  1. Lieber Nicolo,
    dass es dir in Bremerhaven so gut gemundet hat, freut mich zu lesen. Du hast ja auch wirklich alles mitgenommen, warst experimentierfreudig. Hat Spaß gemacht mit dir. Auf den nächsten Beitrag, der näher auf Klimahaus und Auswandererhaus eingeht, bin ich schon sehr gespannt.
    Komm‘ gern wieder!
    Herzlich, Dörte Behrmann
    Pressereferentin Erlebnis Bremerhaven GmbH

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