Donnerstag, Juli 19

Komm wir fahren nach … Rotterdam! Sorry, wenn Ihr jetzt einen Ohrwurm habt. Auf jeden Fall ist Rotterdam eine Reise wert. Denn die Stadt in der niederländischen Provinz Südholland hat mindestens genauso viel zu bieten, wie ihre bekannte Schwester-Stadt mit „A“. Neben den Kubushäusern und der Markthalle ist es vor allem der Hafen, der Rotterdam so einzigartig macht. Was liegt da näher als eine Hafenrundfahrt in Rotterdam?!

Der größte Seehafen Europas hat mich mehr als einmal mit offenem Mund an der Reling des Spido Bootes stehen lassen, mit dem ich meine Hafenrundfahrt in Rotterdam machte.

Das ist übrigens ein bequemer, sicherer Weg sich den Hafen von Rotterdam anzuschauen. Ihr seid dabei vor allem wetterunabhängig, denn die Spido-Boote bieten einen großen Teil überdachter Bereiche.

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Am schönsten ist so eine Rundfahrt durch den Rotterdamer Hafen natürlich bei gutem Wetter. Als ich meine Tour durch den größten Seehafen Europas startete war das Wetter durchwachsen.

Ein bisschen „Wind und Wetter“ machen mir zum Glück nichts aus. Wenn es zwischendurch regnete, hatte ich das unüberdachte Deck fast für mich alleine.

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Die Kulisse, die der Hafen von Rotterdam bietet, ist einfach unfassbar. Ich dachte, ich hätte schon viel gesehen, aber wenn man mit dem recht großen Spidoboot an den riesigen Containerschiffen vorbeifährt, kommt man sich vor wie eine kleine Ameise.

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Die Kräne, die Docks, die turmhohen Containerstapel – egal wohin ich sah, ich war umgeben von optischen Superlativen. Fast ein bisschen ehrfürchtig wird man, wenn man sich überlegt, wie viel Arbeit und Schweiß in ein solches Mammutprojekt geflossen sind.

Trotz der vielen Technik, des ganzen Stahls und Metalls besitzt der Hafen von Rotterdam eine ganz eigene Schönheit, der ich mich nicht entziehen konnte – die pure Industrieromantik.

Hafenrundfahrt in Rotterdam während der Welthafentage

Wenn Ihr zeitlich unabhängig reisen könnt, empfehle ich Euch das erste Septemberwochenende. Dann finden in der Regel die Welthafentage in Rotterdam statt.

Klar, sind die Stadt und der Hafen zu dieser Zeit um ein Vielfaches voller als an anderen Wochenenden. Aber die Highlights, die geboten werden entschädigen für den ein oder anderen Menschenauflauf an den Sehenswürdigkeiten in Rotterdam.

Zahlreiche Shows zu Wasser und sogar in der Luft zeigen das Spektrum, an maritimem Geschehen. Besonders beeindruckt hat mich zum Beispiel die Show der niederländischen Marine-Infanterie.

Mit wendigen, kleinen Booten und einem Hubschraubereinsatz wurde gezeigt, wie man gegen Piraten auf dem offenen Meer vorgeht.

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Der freundliche Gruß, den uns der Soldat aus dem Hubschrauber herüberwinkte, als er über das Spidoboot hinweg flog, gehört aber vermutlich nicht zum Standard-Einsatz.

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Die Spido Hafenrundfahrten in Rotterdam starten übrigens fast direkt an der Erasmusbrücke. Los geht es durch den historischen Veerhafen vorbei an zahlreichen architektonischen Schätzen des alten und des neuen Rotterdams.

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Dann fährt man weiter in das Herz des Seehafens mit seinen Werften und den unglaublich riesigen Schiffen und Containern. Ich hatte mich bei meinem Besuch für die 75-minütige Hafenrundfahrt in Rotterdam entschieden.

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Fazit meiner Hafenrundfahrt in Rotterdam

In der Nachbetrachtung hätte ich auch Spaß an der längeren Variante von 2,5 Stunden gehabt. Um einmal Hafenluft zu schnuppern und die beeindruckenden Dimensionen kennenzulernen, reicht die 75-Minuten-Tour.

Echten Fans von Industrieanlagen, Schiffen und dem ganzen Drumherum empfehle ich die ausführliche Hafenrundfahrt.

Ein kleiner Tipp noch: falls Ihr mal schauen wollt, wie das mit dem Hafen in Rotterdam begonnen hat, besucht den historischen – alten Hafen (Oude Haven) – viel mehr Kontrast geht kaum.

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