Donnerstag, Dezember 14

Je dunkler die Jahreszeit, desto größer die Lust auf kräftige, dunkle Rotweine. Am liebsten tiefrot und voll im Geschmack. Klar, dass ich als Halbitaliener auch gern zu Rotweinen aus meiner zweiten Heimat greife. Eine meiner letzten Entdeckungen ist der “Varvaglione 12 e mezzo Primitivo del Salento”. Er hat übrigens in 2016 die Berliner Weintrophy in Gold gewonnen. Zurecht finde ich!

Der 12 e mezzo, Primitivo del Salento ist auf den ersten Schluck ein klassischer Vertreter seiner Art. Wer jetzt aber die volle Umdrehungszahl solcher kräftigen Weine erwartet, der wird überrascht! Nicht wie üblich gern mal 14 Vol.-% oder mehr, sondern nur 12,5 Vol.-% reichen diesem Leckerchen aus.

Varvaglione-12-e-mezzo-Primitivo-del-Salento

Damit erklärt sich übrigens auch der auf den ersten Blick recht kryptische Name “12 e mezzo”. Der bezieht sich einfach nur auf den Alkoholgehalt des Weines.

Die kleine Geschmacksbombe – Varvaglione 12 e mezzo Primitivo del Salento

Die Freunde kräftiger Geschmacksnuancen müssen sich aber keine Sorgen machen. 12,5 % reichen dem Varvaglione 12 e mezzo Primitivo del Salento völlig aus. Dem extrem schönen, dichten Geschmack fehlt es an nichts.

Varvaglione-12-e-mezzo-Primitivo-del-Salento-glas

Ganz im Gegenteil. Schon der Duft des Weines verrät, dass es sich hier um eine kleine Geschmacksbombe handelt. Dunkle Kirsche, Pflaume und auch ein bisschen Kakao und Vanille sorgen dafür, dass der 12 e mezzo Primitivo del Salento mich sowohl bei kräftigem Essen, als auch solo vorm Kamin wirklich glücklich macht.

Seine Farbe ist ein Traum: Ein durch und durch dunkles, sattes Rot. Seine Geschmacksdefinition lautet “trocken”.

Familie Varvaglione – seit 1921 im Weingeschäft

Zu verdanken haben wir diesen leckeren Primitivo übrigens der Familie Varvaglione. Die weiß, wenn’s um Wein geht, ziemlich genau was sie tut. Seit 1921 ist sie schon im Weingeschäft unterwegs. Von Apulien aus gehen die Weine der Familie Varvaglione mittlerweile in die Welt.

Aktuell ist der Önologe Cosimo Varvaglione Kopf des Familienunternehmens, das seinen Sitz in Leporano im Salento hat. Dort legt Cosimo Varvaglione seinen Schwerpunkt mittlerweile auf die traditionsreichen apulischen Rebsorten.

Klar, Primitivo und Negroamaro stehen da ganz vorn, aber auch Aglianico und die weiße Traube Verdeca werden dort angebaut.

Noch ein Wort zu Etikett und Flasche. Das Glas der Flasche ist komplett schwarz und undurchsichtig. Neben Schwarz bestimmt Silber das Etikett. Hauptaugenmerk liegt grafisch auf der sehr prominenten 12.

Kleinere Rotanteile erzeugen optisch noch ein bisschen Spannung. Insgesamt ist der Look von Flasche und Etikett sehr modern mit klassischen Anlehnungen.

Varvaglione-12-e-mezzo-Primitivo-del-Salento-etikett

Vor allem bei der Typografie geht’s klassisch zu. Ich sag’s mal so: Die Flasche macht ganz schön was her und Ihr könnt den Wein auch guten Gewissens verschenken – gern auch an mich *zwinker*. Die Lagerfähigkeit liegt laut Erzeuger bei 2 Jahren. Das wird er bei mir aber kaum schaffen.

Wie sieht es mit Euch aus? Mögt Ihr gute Primitivi in der kalten Jahreszeit zu einem kräftigen Essen auch so gern?

Varvaglione 12 e mezzo Primitivo del Salento

8.0 Leckerer Tropfen!
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