Montag, Dezember 10

Neben dem Reisen zählt auch das Weintrinken zu meinen Leidenschaften. Eines gleich vorweg: Ich bin kein Weinexperte und werde hier auch nicht mit Fachvokabular um mich werfen. Hier soll es um Weine gehen, die man im Sommer im Garten oder im Winter vor dem Kamin wegschlürfen kann. Daher sind diese Weine auch preislich im Wegschlürfbereich.

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Mit den Jahren habe ich unterschiedliche Weine kennengelernt und bin von dieser Vielfalt begeistert. Das öffnen einer Weinflasche, deren Inhalt ich noch nicht kenne, ähnelt immer auch einer kleinen Reise. Auf der ich erst den Duft des Weins wahrnehme, wenn er sich noch in der Flasche befindet. Dann, beim Einschenken in das Glas, sehe ich die Farbe des Weins. Schließlich lerne ich den Duft im Glas kennen, bis ich dann endlich den Geschmack in meinem Mund spüre. Lecker! Meistens.

Über die Jahre haben sich natürlich Lieblingsregionen und Weinsorten herausgestellt. Und dazu zählt auch der Primitivo. Früher hat mich der Name immer etwas abgeschreckt. Aber bei Weinverkostungen stellte ich immer häufiger fest, dass diese Weine so gar nicht „primitiv“ sind, womit man den Namen als Deutscher zunächst verbindet, sondern ausgesprochen lecker. Schließlich stellte sich auch heraus, dass Primitivo in diesem Fall eher mit „primi“ gleichzusetzen ist, da dieser Wein recht schnell, als einer der ersten in den Handel kommt – primi eben.

Einen dieser Gattung möchte ich Euch hier vorstellen. Denn der Sessantina Primitivo 2013 aus dem Hause Feudi di San Marzano hat mir sehr zugesagt.

Region & Erzeuger

Genauer aus Apulien, das lange als Weinanbauregion im Schatten der Toskana stand und nun (wieder)- entdeckt worden ist. Der Erzeuger ist aus einer Genossenschaft verschiedener Weinbauern der Region entstanden.

Wenn ich das Video so anschauen, könnte ich gleich meine Koffer packen und dort hinfahren. Herrlich. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Italienurlaub – terra di vino.

Weinbeschreibung

weintipp-primitivo-salento-italien-feudi-di-san-marzano-apulien-italien-im-glasHier habe ich einen kräftigen, vollfruchtigen Wein vor mir. Schon beim Öffnen strömt mir ein fruchtiger Duft entgegen. Irgendwie kirschig und beerig. Im Glas entwickelt sich der Duft noch mehr. Die Vorfreude steigt.

Erst denke ich, dass es ein richtig schwerer Rotwein ist. Aber ich habe festgestellt, dass der Primitivo häufig Schwere vortäuscht, aber dann ziemlich rund ist und keine Geschmacksnote hervorsticht oder den Wein dominiert. So auch bei diesem Primitivo. Ich könnte Euch jetzt noch sagen, dass er Rubinrot schimmert und man beim Abgang länger was von ihm hat. Ich belasse es bei einem: Ich mag ihn einfach.

Ich trinke ihn zu einem scharfen Pastagericht. Ich kann ihn mir aber gut zu deftigen Fleischgerichten und prima auch zu Wildgerichten vorstellen.

Und wenn man aufgegessen hat, trinkt man noch ein Glas oder zwei von diesem wunderbaren Primitivo und kommt in diese warm-wollige Kaminstimmung.

Fazit 2013 Sessantina Primitivo

Vielleicht mit einem Preis von 12,- bis 15,- nicht zum Wegschlürfen gedacht. Aber an einem schönen Abend mit Freunden und gutem Essen ein passender und Freude bereitender Wein.

4 Kommentare

  1. Hallo Nicolo,

    klasse Artikel, allerdings fehlt der Hinweis aus welchem Hause der Wein entstammt. Da ist irgendwie nichts zu sehen leider.

    Kannst du mir auf die Sprünge helfen?

    Grüße
    Frank

    • Hallo Frank,
      vielen Dank. Da hat sich beim letzten Update von wordpress ein Fehler eingeschlichen und alle Links wurden mit der Hintergrundfarbe eingefärbt. Läuft jetzt aber nach ein wenig Schrauberei wieder und der Link führt Dich direkt zum Weingut.

      Sonnige Grüße,
      Nicolo

  2. Hallo Nicolo,
    toller Bericht, mir ging es ähnlich mit dem italienischen Traubennamen, „Primitivo“ klingt hierzulande nicht so wirklich besonders. Die deutsche Bezeichnung „Zinfandel“ trifft es schon besser.
    Bei den roten gehört der Primitivo auch zu meinen Favouriten.
    Mein Tip: – Conte di Campiano Primitivo di Manduria Sessantuno – liegt preislich zwischen 8-10€ pro Flasche

    Gruß
    Miklas

    • Hallo Miklas,
      hätte ich mir wahrscheinlich nie gekauft, wenn es nicht mal einen Primitivo auf einer Weinverkostung gegeben hätte. Bin ja ein großer Fan von Weinverkostungen, weil man sich da einfach durchprobieren kann, immer was Neues entdeckt und das alles unter Gleichgesinnten. :) Werde mal nach Deinem Tipp Ausschau halten und probieren. Bin gespannt.

      Sonniger Gruß,
      Nicolo

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