Ein Tag in Kapstadt. Was muss man machen?

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Kapstadt wurde ursprünglich als “Tankstelle” für holländische Ostindienschiffe in Richtung Osten gegründet. Die malerische Lage an der südafrikanischen Küste bietet einen atemberaubenden Blick über die Bucht und den Ozean mit dem Tafelberg als malerische Kulisse. Kapstadt gilt als eines der beliebtesten Reiseziele in Afrika, aufgrund der außergewöhnlichen Landschaft, des milden Klimas und der hervorragenden touristischen Highlights. Ein Tag in Kapstadt?! Was man gemacht haben muss, stellt Dir Christoph vom Reiseblog GoSafari in diesem Artikel vor.


Kapstadt in Kürze

Kapstadt liegt mitten in der Natur: Die Stadt wird vom Tafelberg dominiert, wenige Kilometer vom Zentrum entfernt befindet sich das Kap der Guten Hoffnung und die Kolonie der Boulders Penguins, der Chapman’s Peak Drive durchquert bezaubernde Landschaften mit Traumstränden wie Camps Bay.

Das Zentrum ist um die moderne Waterfront und den historischen Greenmarket Square herum gebaut, umgeben von typischen Vierteln. Ein herrliches Klima, eine bezaubernde Lage, unvergessliche Naturattraktionen, eine faszinierende Geschichte: das ist die Visitenkarte, die Kapstadt seinen Besuchern bietet.

Du wirst von der Schönheit dieser Stadt verzaubert sein, die ohne Weiteres in die Liste der schönsten und faszinierendsten Städte der Welt aufgenommen werden kann. Kapstadt bietet in Anbetracht der wunderschönen Umgebung mit den fantastischen weißen Stränden und postkartenreifen Landschaften zahlreiche Attraktionen.


Alte Liebe rostet nicht – sie verändert sich jedoch ständig

Seit nunmehr 20 Jahren hat mich das so bekannte Afrika Fieber gepackt und nicht mehr losgelassen. Seither bin ich regelmäßig im südlichen und östlichen Afrika unterwegs und unternehme zwei bis drei Reisen jedes Jahr dorthin.

Oft dient mir Kapstadt als Ausgangspunkt, da ich hier noch viele Freunde habe aus meiner Zeit, in der ich in der „Mutterstadt“ gelebt und gearbeitet habe. Auf meinem Blog GoSafari finden sich neben Tipps auch meist lustige Anekdoten von diesen Touren – auch zu meiner zweiten Heimat Kapstadt.

Wenn sich Südafrika also als Regenbogennation bezeichnet, ist Kapstadt der Topf mit Gold, den man sprichwörtlich am Ende desselben findet.


Ein Tag in Kapstadt! Was muss man in Kapstadt gesehen haben?

1| Tafelberg

Es ist schwer ihn nicht gesehen zu haben, aber der Tafelberg ist nicht nur Wahrzeichen Kapstadts, sondern ein Grauer Riese, der die Stadt zu umarmen scheint.

Die Möglichkeit aus der Innenstadt raus in die Natur zu kommen, tolle Wanderungen zu unternehmen, einen wunderbaren Blick auf das Meer und die Stadt oder einfach nur den Sonnenuntergang zu genießen, die Möglichkeiten sind vielfältig. Was kann erfrischender sein, als nach einer Wanderung direkt in den Atlantik zu springen?

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2| Livemusik

Südafrika und Kapstadt speziell ist bekannt für tolle Livemusik. Nicht nur am Wochenende gibt es zahlreiche Auftritte in den Bars und Kneipen auf der Longstreet – der Ausgehmeile im Herzen der Stadt.

Neben der Longstreet entwickeln sich immer wieder aufstrebende Stadtteile, die junge Menschen anziehen und Clubs aus dem Boden sprießen lassen, wie momentan beispielsweise in Woodstock.

3| The Old Biscuit Mill

The Old Biscuit Mill liegt in dem eben genannten aufstrebenden Bezirk Woodstock. Hier findet jeden Samstag ab 9 Uhr ein toller Streetfood, Livemusik und Designer Markt statt.

Ob direkt aus der Kneipe oder nach bereits früher Wanderung zum Sonnenaufgang auf den Tafelberg, hier trifft sich eine bunte Mischung von Menschen, die gemeinsam ins Wochenende starten.

4| Weingüter

Bei keinem Besuch in Kapstadt sollte eine Weintour zu den Weingütern kurz vor den Toren Kapstadts fehlen, am besten mit einem Guide oder mit nicht alkoholtrinkenden Begleitperson.

Die Weine der Kapregion haben international einen ausgezeichneten Ruf und was gibt es besseres, als diese Weine direkt vor Ort (am besten noch mit einem Picknickkorb voller lokaler Leckereien) direkt auf dem Weingut zu probieren?

5| Kap der Guten Hoffnung

Das Kap der Guten Hoffnung ist zwar nicht der, wie oft angenommen, südlichste Punkt Afrikas aber eine tolle Anlaufstation und ein lohnenswerter Ausflug von Kapstadt. Nicht nur die Passstraße beim Chapmans Peak Drive bei Hout Bay oder die Pinguinkolonie bei Boulders Beach, sondern der Nationalpark um das Kap der Guten Hoffnung sind landschaftlich wunderschön.

Hier kann man sogar die erste kleine Safari unternehmen. Es gibt Zebras, Antilopen, Strauße und allerlei weitere Tiere, die es zu entdecken lohnt. Das Besondere dabei ist, dass sowas sogar per Fahrrad möglich ist, was in vielen anderen Nationalparks des Landes nicht erlaubt ist.

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Chapmans Peak Drive, Hout Bay

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Pinguinkolonie bei Boulders Beach

6| Robben Island

Wer den kulturellen und politischen Hintergrund von Südafrika kennenlernen möchte, dem ist ein Ausflug nach Robben Island, der Gefängnisinsel von Nelson Mandela, zu empfehlen. Verbunden mit der Bootstour und einer geführten Tour auf der Insel, kann schnell ein Tag gefüllt werden.

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Eingang zum Gefängnis auf Robben Island


Was muss man in Kapstadt gegessen haben?

Südafrika ist ein Land voller Grillfanatiker. Wer nicht in ein Fettnäpfchen treten möchte, sollte sich davor hüten das Wort Barbecue zu nutzen. Hier wird das Wort Braai (übersetzt braten) aus dem Afrikaans (eine der 11 Amtssprachen) benutzt. Dabei kommt oft Straußenfleisch aus südafrikanischer Zucht oder eine Boerewors (sehr grobe Bratwurst mit hohem Koriander Anteil) auf den Grill – von allem reichlich.

Einen der besten Einblicke in die afrikanische Esskultur (es gibt beispielsweise auch ganz traditionelle Gerichte mit Ziege und Maisbrei oder auch die Kap-Malayische Küche mit indischer Prägung u. v. m.) bekommst Du im Mama Afrika oder Marco’s African Place. Mittlerweile gibt es ein großes Gesundheitsbewusstsein und auch Vegetarier kommen in Kapstadt auf ihre Kosten.


Was muss man in Kapstadt getrunken haben?

Die Liste ist lang, wichtiger ist der Zeitpunkt. Der klassische Sundowner wird hier noch richtig zelebriert. Wer beim Sonnenuntergang keinen Drink in der Hand hält, der hat Kapstadt nicht verstanden.

Klassische Drinks sind Weine aus der Region (oft weiß, oft mit Eis) oder ein Cider beziehungsweise ein regionales Bier. Mein Tipp: nicht alles auf einmal.

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Weinprobe in der Weinregion mit Schokoladenkombi


Was sollte man in Kapstadt gemacht haben?

Adrenalin Junkies starten vom Signal Hill aus zum Rundflug per Paraglider über Kapstadt. Neben Herzklopfen wird man dabei mit einem tollen Blick über die Stadt belohnt. Auch die Tandempiloten haben dabei immer eine lustige Geschichte über Kapstadt zu erzählen.


Was sollte man in Kapstadt am Abend gemacht haben?

Der perfekte Abend beginnt mit einem Sundowner Getränk auf dem Signal Hill mit Blick über die Stadt, anschließend geht es nach Camps Bay an die Promenade, wo bei einem Cocktail und einem Abendessen der Plan für den Abend geschmiedet wird.

Von dort geht es weiter in eine der Bars auf der Long Street, wo bei Live Musik getanzt wird – und wer dann noch nicht genug hat, tanzt sich weiter durch die Clubs der Stadt. Der perfekte Abend endet dann beim Frühstück in einem der kleinen Cafés.


Ein Insidertipp für Kapstadt gefällig?

In Vollmond Nächten lohnt es sich sehr früh aufzustehen und eine Wanderung auf den Lions Head zu unternehmen. Dieser Nachbarberg des Tafelbergs ist in einer 2-stündigen Wanderung mit Taschenlampe zu erreichen – es gibt keinen magischeren Ort für einen Sonnenaufgang – versprochen!

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Lions Head markant im Hintergrund


Was würde ich in Kapstadt nicht mehr machen?

Eintägige Safari Ausflüge in der Region (ähneln mehr Zoos als einer wirklichen Safari) und Wellenreiten ohne anständigen Wetsuit bei 13-15 Grad Wassertemperatur des Atlantischen Ozeans.

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