Sonntag, August 12

Auf meiner Belgien Rundreise durch die Wallonie und Flandern habe ich mich auch den regionalen Genüssen hingegeben. Und dazu zählt neben Schokolade und Fritten auch belgisches Bier. Das ist jetzt von der UNESCO zum immateriellen Welterbe ernannt worden. Ich kann’s verstehen.

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Als ich auf der Rundreise in der Wallonie in Bouillon Station gemacht habe, bin ich in einen dieser typischen belgischen Bierläden gegangen, in denen man nur Bier bekommt … aber das in zig verschiedenen Sorten und Geschmacksrichtungen.

Trappistenbier. Mein Favorit.

Hier habe ich auch mein erstes Trappistenbier getrunken, von denen ich schon vor meiner Reise gehört habe. Klosterbiere mit malzigem Geschmack aber ordentlichem Alkoholgehalt.

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„Trappistenbier“ ist ein feststehender Begriff, hinter dem die Tappistenmönche stecken. Denn echtes Trappistenbier darf nur unter der Aufsicht dieser Tappistenmönche im Kloster gebraut werden. Und die haben es echt drauf.

trappistenbier-belgisches-bier-logoWenn Du in einen dieser Bierläden gehst oder in einem Supermarkt auf Biersuche bist, dann halte nach dem Qualitätslogo der Internationalen Trappistenvereinigung Ausschau. Nur diese Trappistenbiere werden auch nach den Bestimmungen der Trappistenmönche gebraut.

 

In Belgien gibt es sechs Klöster der Trappisten, die das Bier brauen:

  • Achel in der Sint-Benedictusabdij in Hamont-Achel (Limburg)
  • Chimay in der Abtei Notre-Dame de Scourmont in Chimay (Hennegau)
  • Orval in der Abtei Orval in Florenville (Luxemburg)
  • Rochefort in der Abtei Notre-Dame de Saint-Rémy in Rochefort (Namur)
  • Westmalle in der Abtei Onze-Liebe-Vrouw van het Heilig Hart in Westmalle (Antwerpen)
  • Westvleteren in der Sint-Sixtusabij in Vleteren (Westflandern)

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Belgisches Bier im `t Brugs Beertje. Lecker.

In vielen anderen Städten habe ich mich dann durch die unterschiedlichen Biersorten probiert. Ein uriger Tempel des Bierkonsums ist für mich `t Brugs Beertje in Brügge. Hier kannst Du aus 300 Bieren wählen. Wenn Du Dich selbst nicht entscheiden kannst, dann gibt es individuelle Empfehlungen vom Serviceteam.

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Ich habe dort drei Biere probiert … oder vier? Hmmm, so genau weiß ich das gar nicht mehr. War jedenfalls ein toller Bierabend.

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Einen weiteren bleibenden Eindruck in puncto Bier habe ich dann noch in Brüssel gemacht. Hier habe ich Mort Subite probiert. Der Name ist eigentlich Warnung genug … aber ich musste ja probieren.

Für mich ist das nix. Ein sehr säuerliches Bier. Mich persönlich hat es an Bier erinnert, das ich schon mal im Magen hatte. Auch die Touristen (Italiener und Österreicher) um mich herum, haben sich in Brüssel diese „Spezialität“ bestellt. Die Gesichter zeigten mir eine ähnliche Reizung der Geschmacksknospen.

Aber alleine diese Biere vom säuerlichen Mort Subite bis zu den malzigen Trappistenbieren zeigen schon die große Biervielfalt in Belgien auf. Daher ist es nur verständlich, dass belgisches Bier nun von der UNESCO zum immateriellen Welterbe erklärt worden ist. Prost!

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