Dienstag, Juni 12

Heute hab‘ ich endlich mal wieder ein „lecker Bier“ für Euch! Wer häufiger bei mir vorbeiließt, kennt den Begriff Trappistenbier vielleicht bereits. Erst vor kurzem hab‘ ich Euch ja das Zundert Trappistenbier vorgestellt, das in einer der holländischen Trappisten Brauereien gebraut wird. Mit dem Westmalle Tripel nehm‘ ich Euch heute mit nach Belgien.

Dort stehen 6 Trappisten Brauereien – und damit hat Belgien die größte Dichte an Trappistenbier-Brauereien weltweit. Nochmal kurz zu Erinnerung:

  • Trappistenbiere müssen immer unter Aufsicht von Trappistenmönchen gebraut werden und
  • das in einem Kloster oder seiner unmittelbaren Umgebung.
  • Darüber hinaus ist festgelegt, dass der Großteil des Verkaufserlöses sozialen Zwecken zu Gute kommen muss.

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Willkommen in Westmalle

Schon um 1794 gründeten Mönche in Malle eine Abtei. Die Gemeinde Malle liegt in der belgischen Provinz Antwerpen und teilt sich in die Dörfer Ost- und Westmalle. In Westmalle liegt unsere Abtei mit der Brouwerij der Trappisten van Westmalle. Damit ist der Ort auch Namensgeber für das dort hergestellte Trappistenbier.

Den Status Trappistenabtei erhielt Westmalle im April 1836. Da entschied man sich, eigenes Bier zu brauen … eine gute Entscheidung würde ich sagen. Die Geschichte besagt, dass schon im Dezember des gleichen Jahres das erste westmaller Trappistenbier ausgeschenkt wurde.

Rund 20 Jahre später begannen die Mönche von Westmalle das Bier auch vor Ort zu verkaufen. Alle, die nicht in Westmalle wohnten, kamen erst seit 1921 in den Genuss der Trappistenbiere aus Westmalle.

Das Westmalle Tripel

Natürlich haben sich die Rezepte der Biere mit den Jahren stark verändert. Das Westmalle Tripel wurde wohl 1934 zum ersten Mal gebraut, sein Rezept soll seit 1956 unverändert sein. Im Glas ist das Tripel von Westmalle goldgelb mit einem ganz leichten Stich ins Rot.

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Mit einem Alkoholgehalt von 9,5 vol.% liegt das Bier im oberen Mittelfeld bei den Trappistenbieren. Die Blume des Westmalle Trappistenbieres ist relativ großporig. Insgesamt ist der Geschmack des Bieres sehr komplex.

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Süße-karamellige und fruchtig-malzige Noten finden sich beim ersten Schluck auf der Zunge. Davon sollte man sich aber nicht in Bier-Boxhorn jagen lassen. Herbe, würzige Anklänge folgen nämlich unmittelbar. Insgesamt ist das Westmalle Tripel damit ein toller Begleiter auch zu herzhaften Speisen.

Die Flasche vom Westmalle Tripel

Die Flaschenform des Westmalle Tripel ist eine sehr klassische. Basis ist ein schönes, dunkelbraunes Glas. Insgesamt ist die Westmalle Flasche schmal mit einem langen Flaschenhals. Am oberen Drittel der Flasche ist der Hals rundum verdickt.

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Das rautenförmige Etikett ist in einem hellen Gelbton gehalten. Der bildet einen tollen Kontrast zur braunen Fraktur-Schrift und dem roten Wappen der Trappisten Brauerei Westmalles.

In Westmalle werden über das Tripel hinaus auch noch ein Dubbel mit 7 vol. % und ein Extra mit unter 7 vol. % hergestellt.

Kennt Ihr das Trappistenbier aus Westmalle und falls ja, wie schmeckt es Euch?

8.5 Malzig - karamellig - würzig!
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