Sonntag, Mai 19

Seit 2013 gibt es in der schwedischen Hauptstadt ein interaktives Museum über die Popband der siebziger Jahre. Ich ließ mir natürlich den Besuch des ABBA Museums bei meinem Stockholm Aufenthalt nicht nehmen und lernte so noch ein wenig mehr über die vier Mitglieder und die Musik der Gruppe.

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Wer sind ABBA?

Den meisten von uns wird ABBA sicherlich ein Name sein, denn es ist schwer sich der Musik von ABBA zu entziehen. Der Name setzt sich zusammen aus den Initialen der vier Bandmitglieder: Agneta Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad.

1972 gründeten die beiden Paare die Band in Stockholm und konnten wahrscheinlich nicht erahnen, welche Ausmaße ihr Erfolg haben würde.

Dank des Eurovision Song Contests im Jahre 1974 erlangten sie mit dem Lied „Waterloo“ ihren internationalen Durchbruch. Es entstand eine regelrechte Abbamania und die Band verkaufte im Laufe ihrer Karriere über 400 Millionen Tonträger.

Auch heute noch verkaufen sie im Schnitt drei Millionen Tonträger jährlich. Damit gehören sie zu den erfolgreichsten Bands des 20. Jahrhunderts.

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ABBA formte den Stil der damaligen neuen Popmusik mit bunten Outfits und aufwendigen Produktionen. Das erfolgreichste Lied der Band in Deutschland war übrigens „Dancing Queen“, dicht gefolgt von „Fernando“.

Bis zu ihrer Trennung 1982 war die Aufgabenverteilung innerhalb der Band relativ klar verteilt: Die beiden männlichen Mitglieder kümmerten sich um die Songtexte und Kompositionen, während die beiden weiblichen Mitglieder für den Gesang zuständig waren.

1980 ließen sich Agneta und Björn scheiden und nur ein Jahr später trennten sich auch Anni-Frid und Benny. Langsam begann der Bruch in der Band und jeder widmete sich immer mehr Nebenprojekten, bis sie Ende 1982 eine Pause bekannt gaben.

Was viele nicht wissen: Offiziell wurde die Band nie aufgelöst und angeblich planen sie 2019 auf Tour zu gehen, zumindest als Hologramme.

Was sieht man im ABBA Museum?

Zum ABBA Museum in Stockholm gelange ich recht schnell, denn es befindet sich nur einen Spaziergang oder eine kurze Bootsfahrt vom Zentrum entfernt auf der Insel Djurgården direkt neben dem Vergnügungspark Gröna Lund.

Von außen ist es recht unspektakulär, doch was wichtig ist, sind die inneren Werte. Und hier hat das Museum viel zu bieten.

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Hier finde ich viele Installationen und Ausstellungsstücke zu ABBA, wie zum Beispiel den Hubschrauber vom Titelbild des Album Arrival. Es gibt aber auch eine Showbühne, auf der ich es mir nicht nehmen ließ ein wenig Karaoke zu singen.

Das natürlich begleitet von den Hologrammen der Band und in einem eigenen digitalen Bühnenoutfit. Allgemein ist das ABBA Museum in Stockholm sehr interaktiv ausgerichtet und man kann seine Sing- und Tanzwut herauslassen im Rhythmus der ABBA Lieder.

Es gibt eine große Ausstellung zu den teils sehr skurrilen Bühnenoutfits und Musikinstrumenten, Schallplatten sowie vielen Merchandising-Produkten der damaligen Zeit.

Außerdem findet man originalgetreue Nachbauten von dem Büro, Aufnahmestudio und dem Ferienhaus ABBAs, aber auch von den Sängern selbst in Form von lebensgroßen Silikonfiguren.

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Spannend wird es auch, wenn man am sogenannten „Ring-Ring-Telefon“ am Anfang der Ausstellung kommt.

Hier rufen in unregelmäßigen Abständen die ehemaligen Mitglieder von ABBA an, um mit den Besuchern zu sprechen. Leider hatte ich bei meinem Besuch kein Glück gehabt, aber vielleicht beim nächsten Mal.

Man sieht dem ABBA Museum in Stockholm an, dass es von den Bandmitgliedern unterstützt wird, denn man findet viele Originalstücke aus ihren Privatsammlungen, Fotos von Reisen und Konzerten sowie verschiedene Auszeichnungen.

Fazit zu meinem Besuch im ABBA Museum

Bei einem Besuch Schwedens solltet ihr auf jeden Fall das ABBA Museum in Stockholm besuchen. Neben einem Einblick in die Musik der damaligen Zeit findet man auch einen Rückblick auf die wilden siebziger Jahre und kann aktiv in dem Museum mitwirken.

Nicht zu Unrecht ist einer der Werbeslogans des Museums „Walk in, dance out“. Stockholm hat mit diesem Museum definitiv eine weitere Sehenswürdigkeit dazu gewonnen. Der Preis von etwa 24,- Euro für den Eintritt empfinde ich allerdings als etwas hochgegriffen.

Wobei es einige interaktive Elemente gibt, mit denen man zu Zweit oder in der Gruppe seinen Spaß haben kann. Für eingefleischte ABBA Fans, wenn Ihr als Paar oder als Gruppe kommt, ist der Preis daher ok.

Falls ihr noch weitere Inspirationen möchtet, dann schaut euch doch mal meine ganz persönlichen Reisetipps zu Stockholm und den Sehenswürdigkeiten in Stockholm an.

Eintritt: 250 SEK (ca. 24,- Euro | Stand 2019)

Aufenthaltsdauer: 1,5 Stunden

Adresse: Djurgårdsvägen 68, 115 21 Stockholm, Schweden

Website

Öffnungszeiten:

  • Montag 10:00–18:00
  • Dienstag 10:00–18:00
  • Mittwoch 10:00–20:00
  • Donnerstag 10:00–20:00
  • Freitag 10:00–18:00
  • Samstag 10:00–18:00
  • Sonntag 10:00–18:00

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