Samstag, Oktober 20

Seitdem ich vor einigen Jahren auf einem Flug von Aberdeen nach Frankfurt einen Zwischenstopp am Flughafen in Oslo machen musste, wollte ich mir die Stadt immer mal näher anschauen. Mit vielen Städten verbinde ich ja mindestens eine Sehenswürdigkeit. Aber bei Oslo habe ich mir erstmal die Frage gestellt: Was muss man in Oslo gesehen haben?

Nachdem ich nun für einen Wochenendtrip in Oslo war, habe ich Dir einige spannende Sehenswürdigkeiten mitgebracht.

5 Orte, die man in Oslo gesehen haben muss

  1. Rathaus von Oslo – Roter Backstein mit viel Design
  2. Munch Museum – Werke von Edvard Munch
  3. Nationalgalerie Oslo – Der Schrei und noch mehr
  4. Frognerpark und Vigeland-Skulpturenpark – verstörende Skulpturen
  5. Neues Opernhaus in Oslo – Ein Fels in der Brandung

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Vorweg muss ich aber gleich sagen, dass ein Wochenende für die Stadt Oslo nicht ausreicht. Du wirst an drei Tagen nicht mal die Hälfte von dem sehen, was Oslo zu bieten hat.

Daher beschränke ich mich hier auf die Sehenswürdigkeiten, die sich in der Nähe der Innenstadt befinden bzw. schnell durch Bus, Tram oder Leihfahrrad erreichbar sind.

Übernachtet habe ich in einem der zahlreichen Thon Hotels in Oslo. Das Thon Hotel Spectrum* befindet sich in der Nähe des Bahnhofs. Es ist ein cooles Designhotel, welches sich über drei Häuser erstreckt. Besonders gefallen haben mir die Zimmer und das reichhaltige Frühstück.

Aber nun zu meinen 5 Orten. Wenn Du dich fragst, was man in Oslo gesehen haben muss, empfehle ich Dir die folgenden Orte.

1 | Rathaus von Oslo – Roter Backstein mit viel Design

Ein roter monumentaler Backsteinbau im Zentrum von Oslo. Das ist das Rathaus von Oslo. Zwei große gemauerte Türme schrauben sich mit Büros in den Himmel.

Besonders lohnen sich die kostenlosen Führungen im Sommer. Als ich dort war, fanden diese vom 30. Juli bis 12. August alle 15 Minuten statt.

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Während dieser öffentlichen Führung  hatte ich die Möglichkeit durch die Hallen und Säle des Rathauses zu gehen.

Diese Führung solltest Du Dir nicht entgehen lassen. Nicht nur wird Dir hier der große Rathaussaal gezeigt, in dem jedes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen wird. Du erfährst auch viel über die Geschichte von Norwegen und der Stadt Oslo.

Zudem geht man mit dem Guide durch die einzelnen Säle des Rathauses in Oslo. Die sind wirklich sehenswert. Ungewöhnliche und monumentale Malereien an den Wänden.

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Aber auch von außen gibt es einiges zu sehen. Die Astronomische Uhr oder der eindrucksvolle Brunnen vor dem Eingang. Auch die beiden Arkadengänge sind sehenswert. Denn dort sind einige Gemälde mit norwegischen Landschaften zu sehen.

Aufenthaltsdauer: 30-45 Minuten

Eintritt: Führungen im Sommer frei.

Adresse: Rådhusplassen 1, 0037 Oslo, Norwegen

Führungen: Weitere nützliche Infos zu den Führungen findest Du auf der Website (EN) vom Rathaus Oslo.

Gruppenführungen werden das ganze Jahr angeboten. Verfügbare Sprachen sind Norwegisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch.

Öffnungszeiten:

Mon: 09:00 – 16:00
Tue: 09:00 – 16:00
Wed: 09:00 – 16:00
Thu: 09:00 – 16:00
Fri: 09:00 – 16:00
Sat: 09:00 – 16:00
Sun: 09:00 – 16:00

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2 | Munch Museum – Werke von Edvard Munch

Edvard Munch ist wahrscheinlich Norwegens bekanntester Maler und Grafiker. In seinem Testament vermachte er der Stadt Oslo einen Großteil seiner Sammlung. Diese wird im 1963 eröffneten Munch Museum ausgestellt.

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Etwas irritiert bin ich am Anfang. Bevor ich in die Ausstellung komme, werde ich wie an einem Flughafen an einer Sicherheitskontrolle überprüft. Sicherlich eine neue Sicherheitsmaßnahme, seitdem in Jahr 2005 zwei Gemälde gestohlen worden sind.

Bekannteste Werke von Munch sind die “Madonna” und “Der Schrei”. Während ich die Madonna im Munch Museum finde, suche ich den Schrei vergeblich. Einige Erkundigungen später bin ich schlauer.

“Der Schrei” wird derzeit in der Nationalgalerie Oslo ausgestellt. Nun, dann ist zumindest eine weitere Sehenswürdigkeit in Oslo gefunden, die ich mir anschauen werde.

Aber nichts ist ewig im Munch Museum. Die Ausstellung wechselt ständig. Wer also auf jeden Fall die Werke “Der Schrei” und “Madonna” sehen möchte, sollte in die Nationalgalerie gehen. Echte Fans von Munchs Malerei sollten das Munch Museum nicht verpassen.

Aufenthaltsdauer Munch Museum: 1 bis 2 Stunden

Eintritt: 120 Kronen (etwas 12,- bis 13,- Euro) (Mit dem Oslo Pass freier Eintritt)

Website

Adresse: Tøyengata 53, 0578 Oslo, Norwegen

Öffnungszeiten:
Montag 10 – 17
Dienstag 10 – 17
Mittwoch 10 – 16
Donnerstag 10 – 23.30
Freitag 10 – 16
Samstag 10 – 16
Sonntag 10 – 16

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3 | Nationalgalerie Oslo – Der Schrei und noch mehr

Hier in der Nationalgalerie von Oslo sind auf jeden Fall schon mal mehr Menschen als im Munch Museum. Aus zwei Gründen recht verständlich.

Erstens liegt die Nationalgalerie mitten im Zentrum, so dass man einfach mal hinein geht – zum Beispiel wenn es gerade anfängt zu regnen.

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Zweitens sind hier Werke von vielen unterschiedlichen Künstlern ausgestellt, so dass die Ausstellung der Nationalgalerie ein breiteres Publikum anspricht. Beispielsweise finden ich hier auch bekannte Werke von Auguste Rodin und Vincent van Gogh.

Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Hier sieht man nicht nur das wohl berühmteste Bild der Sammlung, das ich ja im Munch Museum vermutet hatte, sondern noch viele mehr. Aber was ist das denn?

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Das Bild von der Madonna habe ich doch schon im Munch Museum gesehen. Welches ist denn nun das echte?

Alle beide sind echt und ein drittes kommt sogar noch hinzu. Die dritte Madonna wird in Hamburg in der Hamburger Kunsthalle ausgestellt. Dabei handelt es sich bei allen drei Bildern um Originale.

Es sind Varianten der Madonna, die alle von Edvard Munch stammen. Da habe ich doch bei meinem Besuch der Nationalgalerie in Oslo gleich wieder etwas gelernt.

Übrigens auch den Schrei gibt es mehrmals. Insgesamt viermal. Zwei Versionen besitzt das Munch Museum, eins ist in Privatbesitz und die Hauptversion hängt hier in der Nationalgalerie.

Aufenthaltsdauer: 2 bis 2 Stunden

Eintritt: 120 Kronen (etwas 12,- bis 13,- Euro) (Mit dem Oslo Pass freier Eintritt)

Website

Adresse: Universitetsgata 13, 0164 Oslo, Norwegen

Öffnungszeiten:

Montag Geschlossen
Dienstag 10:00–18:00
Mittwoch 10:00–18:00
Donnerstag 10:00–19:00
Freitag 10:00–18:00
Samstag 11:00–17:00
Sonntag 11:00–17:00

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4 | Frognerpark und Vigeland-Skulpturenpark – verstörende Skulpturen

Der Frognerpark liegt ein wenig außerhalb des Zentrums von Oslo. Daher nehme ich mir ein Leihrad, welches ich hier an 200 Stationen des Oslo Bysykkel bequem per Handy ausleihen kann.

Nach zehn Minuten stelle ich das Rad an einer der Stationen in der Nähe ab und spaziere durch den Park. Es ist für mich auch eine willkommene Abwechslung zum Trubel in der Innenstadt.

Was muss man in Oslo gesehen haben? Auf jeden Fall diese Parkanlage. Das Highlight des Parks ist ein weiterer Park. Ein Park im Park quasi. Der Vigeland-Skulpturenpark ist wirklich außergewöhnlich und wirkt mit den teilweise wuchtigen Skulpturen monumental.

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Hier stehen auf einem riesigen Areal zahlreiche Skulpturen des norwegischen Bildhauers Gustav Vigeland.

Er erschaffte hier eine große Menge an Skulpturen. Das habe ich in der Form noch nicht gesehen. Sie erinnern mich ein wenig an die Kunst im Dritten Reich.

Die meisten Kunstwerke sind sehr skurril und verstörend. Vigeland stellt in den Skulpturen das menschliche Leben in allen möglichen Facetten dar. Allerdings fehlen mir irgendwie die fröhlichen Seiten des menschlichen Lebens.

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Highlight im Vigeland-Skulpturenpark ist der Monolith mit verschiedenen Skulpturengruppen um ihn herum.

Aufenthaltsdauer: 1 bis 2 Stunden

Eintritt: frei

Website

Adresse: Nobels gate 32, 0268 Oslo, Norwegen

Öffnungszeiten: 24 Stunden geöffnet

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5 | Neues Opernhaus in Oslo – Ein Fels in der Bandung

Was Ihr auf keinen Fall bei einem Städtetrip nach Oslo verpassen solltet, ist das neue Opernhaus in Oslo.

Moderne Architektur wie sie begeistert. Zumindest mich. Seit 2008 steht das vom Architekturbüro Snøhetta („Schneekappe“) konzipierte Gebäude hier am Ufer in Oslo. Die Architekten ließen sich dabei durch die Form von Eisbergen inspirieren.

Straffe Winkelformen gepaart mit weißem Marmor und bläulichen Scheiben, die den Himmel spiegeln.

Der Clou ist, dass man auch auf das Dach der Oper gehen kann und von dort einen traumhaften Blick auf die Bucht, die vorgelagerten Inseln und die Stadt genießen kann.

Für mich erscheint die Oper ein wenig wie ein Raumschiff aus einer anderen Galaxie, welches hier gelandet ist – oder gestrandet.

Aufenthaltsdauer: 30 Minuten

Eintritt: Oper außen frei

Website

Adresse: Kirsten Flagstads Plass 1, 0150 Oslo

Öffnungszeiten
The Foyer, Box Office and the Opera Shop
Montag bis Samstag 10.00–16.00
Sonntag 11.30–16.00

Was muss man in Oslo gesehen haben?

Das waren sie. Meine fünf Orte, die Du Dir in Oslo unbedingt angeschaut haben solltest. Die Stadt hat mich wirklich begeistert.

Das liegt natürlich auch an der schönen Lage am Wasser. Maritime Städte haben ja immer das gewisse etwas.

Aber auch die Könige Norwegens haben dafür gesorgt, dass diese Stadt dem Besucher kulturell einiges zu bieten hat.

Ich habe jedenfalls beschlossen, noch einmal nach Oslo zu reisen, um mir dann noch die Museen anzuschauen, die sich auf der Halbinsel Bygdøy befinden. Auch das Skimuseum und die Sprungschanze auf dem Holmenkollen sind sicherlich ein spannendes Ausflugsziel bei schönem Wetter.

Was muss man in Oslo gesehen haben? Hast Du noch einiges Tipps für die Hauptstadt von Norwegen? Dann poste sie doch einfach im Kommentarfeld.

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