Blick über die Gamle Bybro auf die farbigen Bryggene von Trondheim
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Nordisch, wild und bunt: Die 12 schönsten Städte in Norwegen

Norwegen ruft, und zwar nicht nur mit seiner atemberaubenden Natur, sondern auch mit lebendigen, charmanten Städten, die das Herz eines jeden Reisenden höherschlagen lassen.

Warum lohnt sich eine Städtereise nach Norwegen? Ganz einfach: Hier verschmilzt die urbane Kultur nahtlos mit epischen Landschaften. Als ich das erste Mal meinen Fuß auf norwegischen Boden setzte, war ich sofort verzaubert von dieser einzigartigen Mischung.

Was macht norwegische Städte so einzigartig? Stell Dir vor: fjordreiche Natur trifft auf moderne Architektur und nordische Gelassenheit. Ob es der Blick auf schneebedeckte Berge hinter bunten Holzhäusern ist oder die Ruhe, die selbst in den vibrierenden Stadtzentren herrscht.

Norwegens Städte versprühen Magie, die Du so nirgendwo anders findest. In diesem Guide nehme ich Dich mit auf eine inspirierende Reise durch meine 12 Favoriten: eine Mischung aus berühmten Hotspots und unterschätzten Perlen.

Was erwartet Dich? Jede Stadt schenkt Dir andere Emotionen und Erlebnisse: von kreativer Großstadtenergie bis zu arktischem Zauber. Bist Du bereit für Norwegens schönste Städte? Lass uns loslegen!


1. Oslo

Das norwegische Parlament Stortinget in Oslo mit Park und blauen Himmel
Das Stortinget in Oslo. Architektonisches Wahrzeichen und Herz der norwegischen Demokratie.

Die Hauptstadt, die Kultur und Natur verschmilzt

Oslo ist modern, kreativ und entspannt. Hier pulsiert das Leben einer Hauptstadt, ohne die Hektik, die Du vielleicht aus anderen Metropolen kennst.

Ich erinnere mich lebhaft daran, wie ich an einem Sommernachmittag durch Oslos Straßen schlenderte: Um mich herum hippe Cafés, Street-Art an den Wänden und überall Parks und Fjordblicke.

Die Atmosphäre ist jung und innovationsfreudig, gleichzeitig aber tiefenentspannt. Typisch nordisch eben. Oslo vereint skandinavische Coolness mit Bodenständigkeit. Du merkst schnell: Hier sind Kultur und Natur beste Freunde, nicht Rivalen.

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Highlights: Das musst Du in Oslo gesehen haben

  • Zu den absoluten Must-Sees gehören natürlich das spektakuläre Opernhaus (Operahuset), dessen schneeweiße Schrägen direkt ins Wasser des Oslofjords führen.
  • Weiter geht’s zum neuen MUNCH Museum, wo Du Edvard Munchs „Der Schrei“ in einem architektonisch beeindruckenden Gebäude bewundern kannst.
  • Am Hafen lockt das trendige Viertel Aker Brygge mit seinen Uferpromenaden, schicken Restaurants und Ausblicken auf das Wasser. Hier spürst Du die maritime Seele der Stadt.
  • Nicht verpassen solltest Du auch Vigelands Skulpturenpark und das Fram-Polarschiffmuseum, wenn Dich Geschichte und Abenteuer interessieren.

Mini-Tipps: Insider-Erlebnis in Oslo

  • Sonnenuntergangsspaziergang am Operndach. Magisch! Pack Dir einen Kaffee zum Mitnehmen, fahr mit dem Aufzug aufs Opernhaus und laufe die schrägen Flächen hinauf. Wenn die Sonne über dem Fjord versinkt, tauchst Du Oslo in goldenes Licht. Ein Moment, den Du nie vergessen wirst.
  • Außerdem: Nimm Dir Zeit fürs „Nordische Gelato“ in der City! Ja, auch in Norwegen gibt’s geniales Eis. Ich konnte nicht widerstehen, eine Kugel braunen Käseeis (typisch norwegisch!) zu probieren.

Deine Fragen zu Oslo, meine Antworten!

  • Was ist die beste Reisezeit für Oslo?
    Spätsommer und Frühherbst. Von Juli bis September erlebst Du Oslo bei milden Temperaturen und langen Tagen. Die Stadt blüht im Sommer mit Open-Air-Festivals und Straßencafés auf, und im Herbst färben sich die Parks goldgelb. Im Winter lockt Oslo mit romantischer Schneestimmung und Nordlichter-Chancen am Stadtrand – aber es wird früh dunkel. Für Erstbesucher empfehle ich den Sommer, wenn Oslo richtig strahlt und Du bis spät abends draußen sein kannst.
  • Ist Oslo teuer?
    Ja, Oslo gehört zu den teureren Städten Norwegens, aber es gibt viele kostenlose Erlebnisse: Parks wie Frogner/Vigeland, der Opernhaus-Zugang aufs Dach, gratis Museen an bestimmten Tagen und wunderschöne Wandertouren in den Waldgebieten rund um die Stadt (Oslomarka). Mit ein paar Tipps (Wasserflasche auffüllen, Streetfood-Märkte ausprobieren, Oslo-Pass nutzen) kannst Du die Kosten gut im Griff halten.

2. Bergen

Historische Hansehäuser von Bryggen in Bergen vor grünem Berghang
Bryggen in Bergen begeistert Dich mit seinen bunten Holzhäusern und echtem Hanseflair.

Farbenstadt zwischen Fjorden

Bergen empfängt Dich historisch, maritim und fotogen. Diese Stadt ist ein einziges Postkartenmotiv! Als ich zum ersten Mal durch die engen Gassen von Bryggen ging, fühlte ich mich wie in ein norwegisches Märchen versetzt.

Die alten hölzernen Kaufmannshäuser mit ihren farbenfrohen Fassaden lehnen sich schief aneinander, als würden sie Dir Geschichten aus der Hansezeit zuflüstern.

Bergen hat Seele und Charme, geprägt von der Seefahrer-Vergangenheit und dem allgegenwärtigen Wasser. Gleichzeitig ist die Stadt überraschend lebendig: Überall Kunst, Musik und eine fröhliche Studierendenszene.

Und ja, es regnet viel. Aber das gehört dazu. Die Bergener sind stolz auf ihr Wetter und sagen gern: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“ Mit Regenjacke und einem Lächeln bewaffnet fühlst Du Dich schnell heimisch.

Bergen strahlt Wärme aus, trotz des nassen Klimas, und duftet morgens nach frischen Zimtbrötchen und Meer.

Highlights: Das bietet Bergen an Sehenswürdigkeiten

  • Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Bryggen, das UNESCO-Welterbe, ist das Herzstück und Symbol der Stadt. Diese Reihe historischer Holzgebäude aus der Hansezeit ist ein farbenfrohes Wunder. Rot, Ocker, Weiß, Grün leuchten die Giebel, und dahinter verbergen sich heute kleine Boutiquen, Galerien und Restaurants. Ich konnte Stunden damit verbringen, durch die schiefen Hinterhöfe von Bryggen zu bummeln und mir vorzustellen, wie hier einst die Hansekaufleute ihre Waren stapelten.
  • Danach schnapp Dir die Fløibanen-Seilbahn und fahre auf den Berg Fløyen. Oben erwartet Dich ein panoramareicher Ausblick über Stadt, Fjord und umliegende Inseln. Einer der Momente, in denen Dir bewusst wird, warum Bergen als eine der schönsten Städte Norwegens gehandelt wird. Wanderwege, Ziegen (ja, wirklich!) und ein Spielplatz machen Fløyen zu einem Erlebnis.
  • Zurück in der Stadt solltest Du den Fischmarkt (Fisketorget) besuchen: Hier gibt’s fangfrischen Fisch, Krabben und sogar Wal (für Mutige). Mein Highlight war ein Lachssandwich am Hafen. Simpel, aber dermaßen lecker!
  • Kunstfans zieht es ins KODE-Museum (Munch & Co.).

Mini-Tipps: Bergen von seiner lokalen Seite

  • Frühstück am Hafen mit Blick auf Bryggen. Morgens, wenn die Kreuzfahrt-Touristen noch schlafen, gehört Dir Bergen. Ich habe mich in ein kleines Café am Torget (Marktplatz) gesetzt, ein frisches Skillingsbolle (Zimtschnecke) und Kaffee genossen und dem Treiben am Hafen zugeschaut.
  • Außerdem: Steig mal aus dem Touristentrubel aus und besuche das Kunsthandwerkszentrum in einer der Bryggen-Gassen. Dort habe ich einer freundlichen Künstlerin über die Schulter geschaut, die norwegische Trollfiguren schnitzte. Ein kleiner, authentischer Moment abseits der Massen.

Deine Fragen zu Bergen, meine Antworten!

  • Regnet es in Bergen wirklich so oft?
    Bergen ist bekannt als „die regenreichste Großstadt Europas“, und ja – Schauer gehören hier zum Alltag. Aber lass Dich davon nicht abschrecken! Ich habe Bergen bei Sonnenschein, aber auch im Niesel erlebt – beides hat seinen Reiz. Pack eine gute Regenjacke ein und nutze Regenpausen für Outdoor-Aktivitäten. Viele Attraktionen bieten bei schlechtem Wetter eine trockene Alternative. Und wenn mal richtiges Schietwetter ist, machen es die Bergener sich mit Kerzenlicht in Cafés gemütlich. Hygge auf Norwegisch. Die schönsten Städte Norwegens haben auch ein paar Wolken, aber dafür belohnen sie Dich oft mit Regenbögen über dem Fjord.
  • Welche Ausflüge lohnen sich ab Bergen?
    Bergen ist das Tor zu den Fjorden! Sehr empfehlenswert ist eine Norway-in-a-Nutshell-Tour ab Bergen, bei der Du den Nærøyfjord und die Flåmbahn erlebst. Ein unvergesslicher Tagestrip in die Fjordlandschaften. Auch toll: ein Ausflug nach Troldhaugen, dem Wohnhaus des Komponisten Edvard Grieg (wunderschön am See gelegen). Und natürlich Wanderungen, z. B. auf den Ulriken (Bergens höchsten Stadtberg) mit der Seilbahn hoch und zu Fuß runter.

3. Stavanger

Hafen von Stavanger bei Sonnenuntergang mit beleuchteten Holzhäusern
Stavanger verzaubert Dich am Abend mit warmem Licht, Holzhäusern und glitzerndem Wasser.

Street-Art trifft Südnorwegen

Stavanger ist kreativ, jung und charmant. Eine Stadt mit vielen Gesichtern. Hier im Süden Norwegens spürst Du ein etwas milderes Küstenklima und eine aufgeschlossene Atmosphäre.

Bekannt als Öl-Hauptstadt des Landes (das norwegische Erdölmuseum erinnert daran), hat sich Stavanger in den vergangenen Jahren zur Street-Art-Metropole gemausert. Ich war völlig begeistert, als ich durch die Straßen ging und überall großformatige Wandbilder entdeckte. Es fühlte sich an, als ob Stavanger eine Freiluftgalerie wäre!

Gleichzeitig hat die Stadt einen gemütlichen Kern: Gamle Stavanger, das alte Holzhausviertel, ist unglaublich idyllisch. Hier stehen über 170 strahlend weiße Holzhäuser aus dem 18./19. Jahrhundert: Nordeuropas größtes Holzhaussiedlungsensemble.

Die Stimmung? Fast dörflich, vollkommen entspannt. Und plötzlich biegt man um die Ecke und findet hippe Cafés oder ein Start-up im historischen Gemäuer. Dieses Nebeneinander von Traditionellem und Modernem macht Stavanger besonders.

Ach ja, und Strand hat es auch. In Randaberg bei Stavanger liegt der weiße Sandstrand Sola Strand, wo ich sogar meine Zehen ins (zugegebenermaßen kühle) Meer halten konnte.

Highlights: Stavangers Must-Sees

  • Fangen wir an mit Gamle Stavanger, dem alten Stadtkern: Hier unbedingt schlendern, Fotos machen und vielleicht ein Gespräch mit den Einheimischen suchen.
  • Dann wechselt die Szenerie: Street-Art-Route durchs Zentrum! Stavanger hat eines der bedeutendsten Street-Art-Festivals (NuArt), weshalb Du an vielen Hauswänden beeindruckende Murals findest. Nimm Dir eine Karte aus dem Tourismusbüro oder folge Deinem Instinkt. Ich entdeckte Werke von international bekannten Künstlern wie Pøbel oder Blu. Das ist urbane Kunst vom Feinsten, mitten in einer Küstenstadt.
  • Natürlich ist auch Gamle Stavanger selbst ein Fotomotiv. Denk dran, dort gibt’s auch ein Konservendosen-Museum. Ja, wirklich, denn einst war Stavanger für Sardinenfabriken bekannt!.
  • Am Hafen spürst Du das maritime Flair: Boote schaukeln, es riecht nach frischer Nordseeluft, Restaurants servieren Fisch und Meeresfrüchte.
  • Und nur einen Katzensprung entfernt: die Domkirke (Dom von Stavanger), Norwegens älteste Kathedrale (12. Jh.), die majestätisch am Stadtsee liegt.
  • Für Technikfans ist das Erdölmuseum ein Muss. Interaktiv und spannend aufbereitet.

Mini-Tipps: Stavanger persönlich erleben

  • Early-Bird-Kaffee im alten Holzviertel. Steh ruhig mal früh auf und spaziere gegen 7 Uhr durch Gamle Stavanger. Als ich das tat, hatte ich die Gassen fast für mich allein. Aus manchen Küchenfenstern duftete es nach frischem Kaffee, und die ersten Sonnenstrahlen tauchten die weißen Fassaden in goldenes Licht. Ein unvergesslicher Moment der Ruhe, bevor die Stadt erwacht.
  • Danach gönn Dir ein Skillingsbolle (norwegische Zimtschnecke) in einer kleinen Bäckerei.
  • Und wenn Du Lust auf Natur hast: Nimm die Fähre zur Insel Sør-Hidle. Dort liegt Flor & Fjære, ein tropischer Gartenpark (ja, Palmen in Norwegen!), der mir gezeigt hat, wie vielfältig Norwegen sein kann.

Deine Fragen zu Stavanger, meine Antworten!

  • Ist Stavanger ein guter Ausgangspunkt für den Preikestolen?
    Viele Besucher nutzen Stavanger als Basis, um den berühmten Felsen Preikestolen (Predigtstuhl) über dem Lysefjord zu besuchen. Von der Stadt aus erreichst Du in etwa einer Stunde die Startpunkte (Fähre + Bus) der Wanderung. Die Tour zum Preikestolen dauert rund 4 Stunden (hin und zurück) und ist absolut spektakulär. Danach abends zurück in Stavanger genießt Du dann wieder städtischen Komfort. Perfekte Kombi aus Naturabenteuer und Citylife.
  • Lohnt sich das Erdölmuseum auch für Kinder?
    Das Norsk Oljemuseum ist sehr familienfreundlich gestaltet. Es gibt interaktive Stationen, Modell-Bohrinseln und sogar ein Flucht-Rettungsboot, in das man hineinklettern kann. Kinder (und auch Erwachsene) lernen spielerisch, wie Öl und Gas gefördert werden und was das für Norwegen bedeutet. Ein Museumsbesuch ist ein toller Schlechtwetter-Plan.

4. Trondheim

Bunte historische Speicherhäuser der Bryggene entlang der Nidelva in Trondheim
Trondheim begeistert Dich mit seinen farbigen Bryggene, die direkt auf Holzpfählen an der Nidelva stehen.

Lebendig, geschichtsträchtig und überraschend jung

Trondheim ist historisch, studentisch und farbenfroh. Eine Stadt, die Tradition und junges Leben mühelos vereint.

Beim Bummeln durch Bakklandet (Trondheims gemütliches Altstadtviertel) fühlte ich mich, als sei ich in einem skandinavischen Bilderbuch gelandet. Holzhäuser in Rot, Gelb, Blau; überall Fahrräder an den Zäunen und junge Leute in den Cafés. Denn Trondheim beherbergt eine der größten Universitäten Norwegens.

Das Flair ist also erfrischend jung und lebendig, zugleich spürst Du die jahrhundertealte Geschichte an jeder Ecke. Trondheim war einst die erste Hauptstadt Norwegens, und dieses Erbe merkst Du vor allem am monumentalen Nidarosdom.

Die Stadt ist überschaubar, freundlich und hat dieses gewisse Etwas, das Dich länger bleiben lassen will als geplant. Für mich persönlich war Trondheim Liebe auf den zweiten Blick: Erst mochte ich es „nur“. Aber je mehr Ecken ich entdeckte, je mehr Gespräche ich mit Einheimischen führte, desto tiefer verliebte ich mich in diese herzliche Stadt.

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Highlights: Trondheim entdecken!

  • Nidarosdom. Ohne Frage das beeindruckendste Bauwerk weit und breit. Diese gewaltige gotische Kathedrale (bedeutendste Kirche Norwegens) markiert den historischen Mittelpunkt der Stadt. Ich betrat den Dom an einem ruhigen Vormittag und war ergriffen von der Stille und Größe. Bunte Lichtstrahlen fielen durch die Fenster auf das alte Steinmauerwerk. Wusstest Du, dass hier früher die norwegischen Könige gekrönt wurden? Ein absolutes Muss, auch die Krypta und der Aufstieg in den Turm (für Schwindelfreie).
  • Nicht weit entfernt ist Gamle Bybro (Alte Stadtbrücke) selbst schon ein Highlight, primär für das klassische Trondheim-Foto: Blicke von der Brücke die Nidelva entlang, wo die alten Speicherhäuser in bunten Farben das Ufer säumen. Ein Bild, das ich seither als Postkarte an Freunde verschickt habe, so schön ist es! Achte auf den Torbogen-Spruch „Verdens Beste“ (die Welt ist wunderbar), der beim Überqueren über Dir steht.
  • Dann ab ins Bakklandet: auf der anderen Flussseite gelegen. Hier erwarten Dich kopfsteingepflasterte Straßen, kleine Designläden und urig-gemütliche Cafés. Hier habe ich die beste Zimtschnecke meines Lebens verputzt, bei Baklandet Skydsstation, einem winzigen Café voller Plüsch und Charme.
  • Ebenfalls sehenswert: Ringve Musikmuseum (spannend für Musikliebhaber, in einer herrschaftlichen Villa) und das Kristiansten-Fort, von dem Du einen Panorama-Blick auf Trondheim genießt.
  • Und natürlich darf die lokale Gastro-Szene nicht unerwähnt bleiben: Trondheim gilt als Foodie-Stadt. Ich konnte nicht widerstehen, den berühmten Bacalao-Eintopf (mit Klippfisch) zu probieren, serviert mit modernem Twist in einem trendigen Restaurant am Hafen.

Mini-Tipps: Trondheim wie die Einheimischen

  • Zimtschnecke im Quartier Bakklandet. Himmlisch! Ja, ich erwähnte es schon, aber es war so gut, dass es doppelt gesagt sein will: Gönn Dir eine Zimtschnecke („Kanelbolle“) oder die norwegische Variante mit Pudding („Skolebrød“) in einem der kleinen Cafés in Bakklandet.
  • Zweiter Tipp für Aktive: Trondheim hat den weltweit ersten Fahrradlift! Am steilen Bakkeberg hilft Dir der „Trampe“ per Fußplatte den Berg hoch. Unbedingt ausprobieren, macht Spaß und ist total schräg (im wahrsten Sinne)! Als Radfahrer in Trondheim habe ich mich über diese kuriose Hilfe amüsiert und sie gleich mehrfach genutzt. So etwas findest Du wirklich nur hier.

Deine Fragen zu Trondheim, meine Antworten!

  • Wie viel Zeit sollte man für Trondheim einplanen?
    Ich empfehle 2–3 Tage, um Trondheim in Ruhe zu erkunden. In zwei Tagen schaffst Du die Hauptsehenswürdigkeiten (Nidarosdom, Bakklandet, Museen) und kannst das Flair genießen. Mit einem dritten Tag hast Du Zeit für Extras: eine kleine Fjord-Bootstour auf der Nidelva, einen Ausflug zur Klosterinsel Munkholmen im Trondheimfjord oder einfach Muße, um durch die Studierendenviertel zu streifen. Trondheim ist nicht riesig, aber es steckt voller Details – und die schönsten Orte entdeckt man oft abseits der Hauptwege. Ich war insgesamt drei Tage dort und empfand die Mischung als perfekt: genug gesehen und trotzdem das Gefühl, ich könnte problemlos noch länger bleiben.
  • Ist Trondheim im Winter zu empfehlen?
    Absolut, wenn Dich Kälte nicht schreckt. Trondheim im Winter hat eine besondere Stimmung: Oft liegt Schnee, der Nidarosdom sieht märchenhaft aus mit Zuckerdecke, und die Speicherhäuser spiegeln sich im zugefrorenen Fluss. Wunderschön. Es wird früh dunkel, dafür funkeln überall Lichter, und Du kannst mit etwas Glück abends sogar schwache Nordlichter am Himmel erspähen. Pack Dich warm ein und genieße Winteraktivitäten, z. B. Schlittschuhlaufen auf dem See im Ilapark oder eine Schlittenfahrt im Bymarka-Wald. Und essenziell: die heiße Schokolade in der Fußgängerzone (Storgata) nicht vergessen. Wärmt Hände und Herz.

5. Tromsø

Die beleuchtete Eismeerkathedrale in Tromsø vor verschneitem Bergmassiv bei Abenddämmerung
In Tromsø leuchtet die Eismeerkathedrale am Abend wie ein modernes Wahrzeichen zwischen Bergen und Fjord.

Die arktische Kulturhauptstadt

Tromsø ist nordisch, wild und lebhaft zugleich. Die arktische Kulturhauptstadt hat mich vom ersten Moment an gefesselt.

Stell Dir eine Stadt vor, die auf einer Insel liegt, umgeben von schneebedeckten Bergen und tiefblauen Fjorden. Dazu ein quirliges Stadtzentrum mit Bars, Restaurants und kulturellem Angebot, das man so weit im Norden kaum erwarten würde.

Tromsø hat den Spitznamen „Paris des Nordens“, weil es für das ganze Nordland lange Zeit das Handels- und Kulturzentrum war. Heute findest Du hier die weltweit nördlichste Uni, jede Menge junge Leute und eine aufgeschlossene Atmosphäre. Vielleicht, weil alle ein wenig enger zusammenrücken, wenn draußen Polarnacht herrscht.

Die Stadt fühlt sich an wie ein Schmelztiegel aus Outdoor-Abenteurern, Wissenschaftlern und Samí-Kultur, mit einem Schuss Internationalität. Trotz ihrer Lage über dem Polarkreis ist Tromsø erstaunlich lebhaft: Jazzfestival, Filmfestival, Kneipen mit Live-Musik und ein Nachtleben, das lange, dunkle Winter vergessen macht.

Highlights: Tromsø für Entdecker!

  • Eismeerkathedrale (Ishavskatedralen): das Wahrzeichen Tromsøs. Diese moderne Kirche mit ihrer auffälligen, achteckigen Architektur erinnert an aufeinandergestellte Eisblöcke oder ein ausladendes Zelt. Vor allem abends, wenn sie von innen heraus strahlt, ist der Anblick atemberaubend.
  • Mit der Seilbahn Fjellheisen gelangst Du auf den Hausberg Storsteinen, von wo aus Tromsø Dir zu Füßen liegt: die Stadtinsel, Tromsøbrua (die lange Brücke) und ringsum die Bergwelt. Ein Panorama, das man nie vergisst.
  • Unten in der Stadt solltest Du das Polarmuseum besuchen: Es erzählt packend von den Polarexpeditionen (etwa von Roald Amundsen) und dem harten Leben im Eismeer. Tromsø war Startpunkt vieler Arktis-Abenteuer, und im Museum spürst Du diesen Expeditionsgeist.
  • Flaniere auch unbedingt durch die Storgata (Hauptstraße) mit bunten Holzhäusern, Cafés und Läden. Dort trank ich den wohl nördlichsten Chai Latte meines Lebens.
  • Und wenn Du im Winter dort bist: Nordlicht-Touren! Tromsø ist einer der besten Orte weltweit, um Aurora Borealis zu sehen.

Mini-Tipps: Tromsø authentisch erleben!

  • Abendspaziergang mit Chance auf Polarlichter (Herbst/Winter). Du musst nicht immer eine teure Tour buchen. Manchmal reicht es, abends einfach ein Stück hinauszulaufen, z. B. über die Tromsø-Brücke auf die Festlandseite oder entlang der Küste bei der Universität. Natürlich ist es nicht garantiert, aber Tromsø hat mich gelehrt: Immer mal gen Himmel schielen, es könnte sich lohnen.
  • Zweiter Tipp: Probier lokale Spezialitäten! In Tromsø habe ich zum ersten Mal Rentier-Stew gegessen und auch getrocknetes Rentierfleisch geknabbert. Schmeckt besser, als es klingt, und gehört zur samischen Kultur.
  • Und die lokale Mikrobrauerei Mack (angeblich die weltweit nördlichste Brauerei) bietet leckeres Bier. Perfekt, um einen erlebnisreichen Tag in Tromsø gemütlich ausklingen zu lassen.

Deine Fragen zu Tromsø, meine Antworten!

  • Wann ist die beste Zeit, um Nordlichter in Tromsø zu sehen?
    Zwischen Spätherbst und Frühfrühling, konkret von Ende September bis Ende März. In dieser dunklen Jahreszeit sind die Nächte lang genug. Die besten Chancen hatte ich im Februar, als es klirrend kalt und häufig klar war. Wichtig: Ein klarer Himmel und möglichst wenig Lichtverschmutzung sind entscheidend. In Tromsø selbst sieht man Nordlichter manchmal, aber besser fährt man ein Stück raus aus der Stadt. Es werden überall Nordlichttouren angeboten: per Bus, Schiff oder Schneemobil. In der Polarlicht-Hauptstadt Tromsø stehen die Chancen hervorragend, aber Mutter Natur bleibt launisch. Plane am besten mehrere Nächte ein, um bei Bewölkung ausweichen zu können.
  • Und kleiner Tipp: Selbst wenn Du keine Nordlichter erwischst, hat Tromsø im Winter mit Schneelandschaft, Polarnacht-Stimmung und gemütlichen Cafés genug zu bieten, dass Du es nicht bereuen wirst.
  • Lohnt sich Tromsø auch im Sommer?
    Ja, auf jeden Fall! Im Sommer erlebst Du die Mitternachtssonne. Von Mitte Mai bis Ende Juli geht die Sonne in Tromsø praktisch nicht unter. Das bedeutet, es ist rund um die Uhr taghell. Die Stadt wirkt dann fast mediterran: Die Leute sitzen um 1 Uhr nachts draußen im Straßencafé (mit Jacke, aber immerhin) und genießen das Licht. Aktivitäten wie Wandern, Kajaken und Walbeobachtung sind sommers möglich. Ich war im Juli dort und habe u. a. einen Ausflug auf die Insel Kvaløya gemacht, wo ich Rentiere grasen sah und in einem See baden konnte (sehr erfrischend!). Also ja: Tromsø im Sommer ist vibrant und eine der schönsten Städte Norwegens in einem vollkommen anderen Licht.

6. Ålesund

Bunte Jugendstilhäuser am Hafen von Ålesund im Sonnenlicht
Bunte Jugendstilfassaden am Hafen von Ålesund. Eine der schönsten Küstenstädte in Norwegen.

Jugendstiltraum am Meer

Ålesund ist Jugendstil, maritim und panoramareich. Diese Stadt sieht aus, als hätte ein Art-Nouveau-Künstler sie entworfen. Tatsächlich ist Ålesunds Innenstadt nahezu komplett im Jugendstil gebaut worden, nachdem 1904 ein Großbrand die Stadt zerstörte.

Als ich durch Ålesunds Straßen spazierte, habe ich ständig mit offenem Mund dagestanden: überall Türmchen, geschwungene Fassaden, verspielte Verzierungen an den Häusern. Alles in sanften Farben.

Ålesund fühlt sich an wie ein architektonisches Gesamtkunstwerk vor spektakulärer Naturkulisse. Die Stadt verteilt sich über mehrere Inseln im Meer und hat dadurch ein einmaliges Layout: Wasserarme durchziehen Ålesund, an vielen Ecken glitzert der Atlantik zwischen den Häusern hindurch. Und über allem thront der Hausberg Aksla, der Dir diese unschlagbaren Ausblicke schenkt.

Trotz der geschichtsträchtigen Kulisse ist Ålesund lebendig und modern. Gemütliche Cafés, trendige Boutiquen und eine frische Brise vom Ozean verleihen der Stadt eine aufgeweckte, fröhliche Atmosphäre.

Highlights: Was Ålesund zu bieten hat

  • Aksla-Aussichtspunkt. Ohne Frage Nummer eins! Über 418 Stufen (keine Sorge, es gibt auch eine Straße bzw. Bimmelbahn) gelangst Du hinauf zum Aussichtspunkt Fjellstua. Der Blick über die schachbrettartig angeordnete Stadt, das blaue Meer, die Schäreninseln rundum und in der Ferne die majestätischen Sunnmøre-Alpen mit Schneegipfeln. Unvergesslich, besonders bei Sonnenaufgang oder -untergang!
  • Unten in der Stadt selbst ist Brosundet: der malerische Hafenkanal. Ein wunderbarer Ort zum Flanieren. Hier spiegeln sich die Jugendstilhäuser im Wasser, Fischerboote schaukeln sanft, und du kannst fangfrischen Fisch direkt vom Kutter kaufen.
  • Besuche unbedingt das Jugendstilzentrum (Jugendstilsenteret) in der ehemaligen Apotheke: ein kleines Museum, das die Geschichte des Stadtbrandes und den Wiederaufbau im Jugendstil erzählt, inklusive original erhaltener Räume.
  • Auch lohnend: ein Abstecher zum Fischereimuseum für einen Einblick in Ålesunds maritime Wurzeln.
  • Wenn Du Seefahrer-Romantik suchst, mach einen Abendausflug zum Alnes-Leuchtturm auf der Insel Godøy (per Auto/Bus erreichbar). Das rote Leuchtfeuer in der Abenddämmerung war für mich pure Norwegen-Idylle.

Mini-Tipps: Ålesund mit Local Touch

  • Die 418 Stufen zum Aksla bei Sonnenaufgang. Unvergesslich. Falls Du früh aus den Federn kommst (oder eine lange, helle Sommernacht durchgemacht hast), schnapp Dir morgens um 4 oder 5 Uhr ein warmes Getränk und steig die Stufen zum Aksla hinauf.
  • Zudem: Probier frische Krabben am Brosundet! Direkt am Hafen liegt ein Krabbenhäuschen, wo Fischer ihre Tagesfänge kochen und verkaufen. Ich habe mir ein Tütchen frisch gepulter Krabben geholt und am Kai sitzend genascht. Simples, aber so gutes Essen mit Meerblick, besser geht’s nicht.

Deine Fragen zu Ålesund, meine Antworten!

  • Warum ist Ålesund so berühmt für Jugendstil?
    Durch einen Stadtbrand im Jahr 1904, der fast die gesamte Innenstadt zerstörte, musste Ålesund komplett neu aufgebaut werden. Glück im Unglück: Zur Wiederaufbauzeit war der Jugendstil (Art Nouveau) in Mode. Architekten aus ganz Europa, teils sogar Deutsche, kamen nach Ålesund und gestalteten die neue Stadt in diesem Stil. Deshalb findest Du heute überall geschwungene Formen, verspielte Details und pastellfarbene Fassaden. Ålesund gilt als eines der weltweit best erhaltenen Jugendstil-Ensembles. Es ist also gewissermaßen ein lebendiges Museum dieser Epoche. Definitiv einzigartig in Norwegen. Und das Schöne: Anders als in manchen Großstädten stehen hier die Jugendstilgebäude vor dramatischer Naturkulisse, was den Charme noch erhöht.
  • Lohnt sich eine Fjordtour ab Ålesund?
    Ja, wenn Du Zeit hast! Ålesund liegt strategisch gut für einige fantastische Fjorde der Region. Besonders beliebt ist ein Tagesausflug zum nahegelegenen Hjørundfjord, der als Geheimtipp gilt: weniger Touristen, aber atemberaubende alpine Szenerie. Auch der berühmte Geirangerfjord ist nicht weit. Es gibt Touren, die Dich von Ålesund aus per Bus und Schiff dorthin bringen (z. B. die „Golden Route“ über Trollstigen und Geiranger). Für Outdoor-Fans bietet sich zudem die Vogelinsel Runde (eine Stunde entfernt) an, wo Du im Sommer Papageientaucher sehen kannst. Ålesund ist also nicht nur selbst eine der schönsten Städte Norwegens, sondern auch ein perfekter Hub für Fjord- und Naturerlebnisse.

7. Kristiansand

Rote Bootshäuser und weiße Holzhäuser am Wasser in Kristiansand
Rote Bootshäuser am Wasser in Kristiansand. Eines der schönsten Motive Südnorwegens.

Südlicher Charme mit Strandmomenten

Kristiansand ist sommerlich, entspannt und familienfreundlich. Wenn Norweger von „Sørlandet“, dem Süden, sprechen, schwingt immer so ein bisschen Urlaubsgefühl mit, und Kristiansand verkörpert dieses Feeling perfekt.

Überall Schären, Sandstrände, dazu diese charmante Kleinstadt-Atmosphäre mit bunten Blumenbeeten und Cafés unter freiem Himmel.

Kristiansand ist eine Lieblingsdestination norwegischer Familien. Dank Freizeitpark, Tierpark und kinderfreundlicher Angebote. Aber auch Paare und alle, die es gemütlich mögen, finden hier ihr Glück.

Die Stadt wirkt proper und einladend: ein übersichtliches Zentrum im Schachbrettmuster (die „Kvadraturen“), freundliche weiße Holzhäuser in Posebyen (dem ältesten Viertel) und ein lebhafter Fischmarkt am Hafen, wo es nach frischen Garnelen duftet.

Kristiansand hat etwas fast Südländisches (im norwegischen Kontext): milde Sommer, Palmen in Kübeln am Stadtstrand und eine leichte, fröhliche Stimmung.

Es war für mich der perfekte Ort, um mal zu entschleunigen. Barfuß am Strand, ein Eis in der Hand, Möwen über mir.

Highlights: Kristiansand auf einen Blick

  • Posebyen Altstadt: Hier findest Du das längste zusammenhängende Holzhaus-Viertel Norwegens. Die schneeweißen, schnuckeligen Häuschen aus dem 18./19. Jh. strahlen pure Idylle aus. Spaziere durch die Straßen (z. B. die Kronprinsens gate) und genieße die Ruhe; viele Häuser tragen süße Namensschilder.
  • Nicht weit davon liegt der Bystranda, der Stadtstrand. Echter Sand, Strandkörbe und flaches Wasser: perfekt für eine Abkühlung oder einfach Sonne tanken.
  • Und direkt daneben das Aquarama-Wasserpark/Spa, falls das Wetter mal nicht so will.
  • Unbedingt zum Fischmarkt (Fiskebrygga) am Hafen schlendern: Hier gibt’s Fischrestaurants und man kann fangfrische Krabben oder „Reker“ (Garnelen) vom Kutter kaufen. So schmeckt Sommer!
  • Naturfans sollten einen Bootsausflug in den Schärengarten vor Kristiansands Küste machen: Hunderte kleine Inseln und Schären laden zum Kajaken, Picknicken oder Angeln ein.
  • Außerdem locken nette Museen wie das Kunstsilo Kunstmuseum oder einfach Shopping in der Fußgängerzone Markens gate.

Mini-Tipps: Kristiansand auf der Zunge

  • Abendessen am Hafen, während die Sonne langsam untergeht. Such Dir einen Platz in einem der Restaurants an der Fiskebrygga (Fischkai). Die Atmosphäre war so friedlich, dass ich am liebsten die Zeit angehalten hätte.
  • Mache einen Abstecher zur Insel Odderøya, die per Brücke vom Zentrum erreichbar ist. Früher Militärgebiet, heute ein Naherholungsparadies mit Wanderpfaden, Aussichtspunkten und kleinen Stränden. Dort gibt’s auch oft Kunstgalerien und Konzerte. Ich bin am frühen Morgen hingegangen und habe vom alten Odderøya-Leuchtturm aus den Blick auf Stadt und Meer genossen. Ein Geheimtipp für Fotofans.

Deine Fragen zu Kristiansand, meine Antworten!

  • Kann man in Kristiansand gut baden gehen?
    Ja, Kristiansand ist ein Badeparadies nach norwegischen Maßstäben. Der Stadtstrand Bystranda ist sauber und wird im Sommer von Rettungsschwimmern überwacht. Hier treffen sich Touristen wie Einheimische zum Sonnen und Planschen. Für noch idyllischeres Badevergnügen empfehle ich Badestrände auf Odderøya oder die kleine Insel Hamresanden etwas außerhalb. Feiner Sand und flach ins Wasser abfallend, top für Familien. Natürlich ist es keine tropische Badewanne, aber an heißen Tagen kühlt nichts besser als ein Sprung in den Skagerrak! Und nach dem Schwimmen ein Softis (norwegisches Softeis) holen gehört einfach dazu.
  • Lohnt sich Kristiansand auch außerhalb des Sommers?
    Kristiansand ist besonders im Sommer attraktiv, keine Frage. Dann spielen die Stärken (Strand, Festivals, Schären) voll aus. Doch auch im Frühling und Herbst hat die Stadt ihren Reiz: weniger Touristen, mildes Klima (für Norwegen-Verhältnisse), schöne Herbstfärbung in den Parks. Die Altstadt Posebyen ist zu jeder Jahreszeit hübsch für einen Spaziergang. Im Winter wird es ruhiger; allerdings sorgen die Weihnachtsmarkt-Tradition und schöne Beleuchtung in Markens gate für Gemütlichkeit. Und rund um Kristiansand gibt es einiges zu entdecken (Sørlandet hat tolle Wandergebiete, z. B. in Setesdal).

8. Fredrikstad

Historische Festungsanlage von Fredrikstad mit Zugbrücke und Wassergraben
Fredrikstads Altstadt Gamlebyen verzaubert Dich mit Festungswällen, Zugbrücke und viel Grün.

Mittelalterstadt mit Festungsflair

Fredrikstad ist historisch, gemütlich und unbekannter. Ein echter Geheimtipp für Norwegenreisende, die auf der Suche nach Mittelalterromantik sind.

Als ich die Altstadt von Fredrikstad, die Gamlebyen, betrat, fühlte ich mich wie durch ein Zeitportal gelaufen: Kopfsteinpflaster unter den Füßen, Kanonen auf den Wällen, wehrhafte Tore und alte Backstein- und Holzgebäude, die Geschichten von vergangenen Jahrhunderten erzählen.

Gamlebyen ist die am besten erhaltene Festungsstadt Norwegens. Ihr Grundriss in Form eines Sterns mit Wällen und Gräben ist einzigartig. Doch anders als in einem musealen Freilichtmuseum wohnen und arbeiten hier ganz normal Leute, was der Sache einen besonderen Charme gibt.

Fredrikstad selbst, modernere Neustadt auf der anderen Flussseite, hat auch ein nettes urbanes Leben, aber der Star ist wirklich Gamlebyen. Die Atmosphäre dort ist unglaublich entschleunigt: keine Autos (abgesehen von sehr wenigen Anwohnern), kleine Kunsthandwerksläden, ein Flohmarkt am Wochenende und Cafés in ehemaligen Wachstuben.

Ich war hin und weg, weil ich so etwas in Skandinavien nicht erwartet hätte. Fredrikstad hat damit einen festen Platz unter den schönsten (und oft unterschätzten) Städten Norwegens in meinem Herzen.

Highlights: Fredrikstad lässt Dich staunen

  • Natürlich Gamlebyen, die Altstadt, in aller Ausführlichkeit erkunden. Betritt sie durch eines der Festungstore, z. B. das Kongsten Tor, und schlendere am Kongens Torv (dem Hauptplatz) vorbei. Hier steht eine Statue von König Frederik II., dem Stadtgründer (nach ihm ist Fredrikstad benannt).
  • Schau Dir die hübsche Gamlebyen-Kirche an und spaziere dann auf den Festungswällen entlang. Von dort oben hast Du wunderbare Blicke auf die Wallgräben, die sich mit Wasser füllen, und auf die Grünanlagen, die heute als Park dienen.
  • Im Zentrum Gamlebyens findest Du kleine Museen (das Fredrikstad Museum etwa, das die Stadtgeschichte zeigt) und viele Ateliers: Glasbläser, Töpfer, Maler.
  • Es gibt auch das Modelljernbanesenter (eine große Modelleisenbahn-Ausstellung). Überraschend cool und nicht nur für Kids.
  • Flussufer: Geh unbedingt zum Glomma-Ufer; dort fährt eine kleine Fähre über die Glomma und das Beste: Die Fähre ist kostenlos! Die sogenannte Byferga pendelt im 15-Minuten-Takt zwischen Alt- und Neustadt. Eine charmante, kurze Überfahrt, die ich allein wegen der Aussicht auf Gamlebyen vom Wasser gemacht habe.
  • In der Neustadt lohnt sich ein Bummel an der Hafenpromenade (Nye Brygge) mit Restaurants. Zurück in Gamlebyen: Jeden Samstag gibt’s dort einen Flohmarkt auf dem Hauptplatz. Ein Paradies für Trödel- und Antikliebhaber.

Mini-Tipps: Fredrikstad zum Genießen

  • Fähre über die Glomma, kostenlos und charmant. Wie erwähnt, nutze unbedingt die kleine Personenfähre, um vom modernen Fredrikstad in die Altstadt und zurückzukommen. Ein Erlebnis, das zeigt, wie sehr Wasser und Stadt hier verbunden sind.
  • Übernachte in Gamlebyen, falls möglich. Es gibt z. B. ein Gästehaus direkt hinter den Wällen. Abends, wenn die Tagesbesucher weg waren, gehört Dir die Festungsstadt fast allein. Im fackelbeleuchteten Dämmerlicht durch die leeren Gassen von Gamlebyen zu spazieren, ist fast magisch. Diese Ruhe und Authentizität nach 18 Uhr bekommst Du nur, wenn Du hier bleibst, und es lohnt sich so sehr.

Deine Fragen zu Fredrikstad, meine Antworten!

  • Wie komme ich am besten nach Gamlebyen, Fredrikstad?
    Fredrikstad liegt ca. 1 Stunde südlich von Oslo, und es gibt gute Verbindungen: Züge fahren regelmäßig von Oslo nach Fredrikstad. Vom Bahnhof Fredrikstad spazierst Du in etwa 15 Minuten zur Flussfähre, die Dich direkt nach Gamlebyen bringt (die erwähnte kostenlose Fähre). Alternativ fahren Busse bis vor die Altstadt. Mit dem Auto kannst Du außen vor der Festung parken (Gamlebyen selbst ist nahezu autofrei). Viele besuchen Fredrikstad als Tagesausflug von Oslo oder auf dem Weg nach Schweden, was gut klappt. Übrigens: Fredrikstad lässt sich ideal mit der nahegelegenen Küstenperle Halden (Festung Fredriksten) kombinieren, falls Du ein Faible für Festungen hast. Zwei Fliegen, eine Klappe!
  • Was macht Gamlebyen so besonders im Vergleich zu anderen Altstädten?
    Gamlebyen Fredrikstad ist Nordeuropas einzige komplett intakte Festungsstadt. Das bedeutet, dass hier nicht nur die hübsche Altstadt steht, sondern dass sie auch noch vollständig von den sternförmigen Wällen und Gräben umgeben ist. In Skandinavien hat keine andere Stadt dieses Ensemble so erhalten. Während z. B. in Tallinn die Altstadt „nur“ Altstadt ist, ist Gamlebyen ein lebendiges Freilichtmuseum, wo Altstadt, Mauern, Gräben, Kanonen: alles noch da ist wie vor 300 Jahren. Und: Hier wohnen rund 350 Menschen. Es ist also kein reines Touri-Dorf, sondern echt. Das Flair ist dadurch unglaublich authentisch. Außerdem sind in Gamlebyen fast alle Gebäude niedrig und historisch (keine modernen Betonbauten stören das Bild). Darum sagen viele, Gamlebyen sei eine der schönsten und besterhaltenen historischen Städte Norwegens. Wer auf Geschichte steht, wird Gamlebyen lieben.

9. Molde

Moderne Architektur und Wasserfront in Molde mit markantem Glasgebäude
Molde ist mit einem Mix aus moderner Architektur und Meereskulisse eine der elegantesten Städte Norwegens.

Die Stadt der Rosen mit Bergpanorama

Molde ist ruhig, aussichtsreich und kulturbetont. Bekannt als „Rosenstadt“ (wegen des milden Klimas gedeihen hier tatsächlich viele Rosen in Parks und Gärten), empfängt Dich Molde mit einer gelassenen, beinahe mediterranen Stimmung. Dabei liegt es an einem Fjord im Nordwesten Norwegens!

Überall blühten im Sommer Rosen, und der Fjord glitzerte im Hintergrund. Molde hat ein deutlich entspanntes Tempo, perfekt zum Durchatmen.

Gleichzeitig besitzt die Stadt einen hervorragenden Ruf als Kulturstadt. Alljährlich findet hier das berühmte Molde Jazz Festival statt, und man merkt, dass die Bewohner stolz darauf sind.

In Molde hast Du ständig die Berge im Blick: Über 220 Gipfel zählen zum sogenannten „Moldepanorama“, das Du von vielen Punkten der Stadt aus sehen kannst.

Dieser Kontrast, idyllische Kleinstadt mit Blumen und milden Wintern, aber drumherum dramatische Gebirgslandschaft, verleiht Molde einen eigenen Zauber.

Highlights: Moldes schönste Seiten

  • Moldepanorama vom Varden. Absolute Priorität! Ein Spaziergang (oder eine kurze Autofahrt) hoch zum Aussichtspunkt Varden (407 m.ü.M.) beschert Dir einen Blick über Stadt, Fjord und scheinbar unendliche Bergketten. Oben steht auch ein kleines Café (Vardestua), wo Du mit Waffeln und Kaffee belohnt wirst.
  • Zurück in der Stadt lockt das Romsdalsmuseum, ein großes Freilichtmuseum, das das Leben in der Region in früheren Zeiten zeigt. Ich schlenderte dort durch alte Holzhäuser, sah traditionelle Trachten und lauschte sogar einem spielenden Volksmusiker. Fühlte sich an wie eine Zeitreise aufs Land.
  • Stadtzentrum: Die Fußgängerzone und der City-Hafen sind modern wiederaufgebaut (Molde wurde im 2. Weltkrieg stark zerstört).
  • Hier findest Du Geschäfte, Restaurants und das Aker Stadion direkt am Meer. Architektonisch spannend (sieht aus wie ein Schiff) und Heimstadion des Fußballklubs Molde FK.
  • Ein Abstecher lohnt sich auch in den Stadtpark, insbesondere im Sommer zur Rosenblüte. Dort steht der „Rosepiken“-Brunnen (Mädchen mit Rosen).
  • Nicht zuletzt: Fjord und Inseln. Mach eine kleine Fährenrundfahrt zu den Molde vorgelagerten Inseln (z. B. Hjertøya mit einem Fischereimuseum) oder fahr die berühmte Atlantikstraße (Atlanterhavsveien). Von Molde gut erreichbar und ein unvergessliches Erlebnis von Brücken und Ozean.

Mini-Tipps: Molde intim erleben

  • Kaffee im Fjordpanorama-Café. Blick inklusive. Im Scandic Seilet Hotel gibt es ein Café im oberen Stock, das öffentlich zugänglich ist. Ich habe mir dort einen Cappuccino gegönnt und durch die Glasfassade auf den Fjord und die Bergwelt geschaut. Das fühlte sich an wie eine First-Class-Lounge, nur dass sie für alle offensteht. Noch schöner vielleicht: dein eigener Balkon oder eine Bank am Hafen mit demselben Blick, falls Du draußen sein willst.
  • Außerdem: MoldeJazz Festival (falls Du im Juli kommst). Die Stadt lebt dann auf, überall Konzerte. Auch gratis auf Straßen und Plätzen. Auch wenn Du kein Hardcore-Jazzfan bist, die Stimmung ist ansteckend.

Deine Fragen zu Molde, meine Antworten!

  • Warum nennt man Molde die „Stadt der Rosen“?
    Wegen des ungewöhnlich milden Klimas. Molde liegt geschützt im Fjord und profitiert vom Golfstrom. Dadurch wachsen hier deutlich mehr Blumen und Bäume als an vergleichbaren Orten. Schon im 19. Jahrhundert bemerkten Reisende die vielen Rosen in den Gärten der Stadt. Also etablierte sich der Beiname „Rosenes by“ (Stadt der Rosen). Die Stadt nimmt das Thema auch touristisch auf: Rosen-Logo, Rosenschilder etc. Das milde Klima bedeutet übrigens auch moderate Winter. Gut für Besuche außerhalb des Sommers. Neben Rosen genießt Molde, wie zuvor erwähnt, das fantastische Panorama. Eine coole Kombination: Blumenduft und Bergblick. Deshalb sagt man scherzhaft, Molde sei „die schönste Stadt Norwegens, die keiner auf dem Schirm hat“.
  • Lohnt sich Molde als Reiseziel auch ohne das Jazzfestival?
    Ja, besonders für Naturliebhaber und Ruhesuchende. Das Jazzfestival (jeden Juli) ist das internationale Aushängeschild. Aber Molde hat darüber hinaus einiges zu bieten. Wenn Du gerne wanderst, ist Molde super: der Panoramawanderweg auf dem Varden oder Touren in die Romsdal-Alpen (z. B. zum Berg Trollkirka mit Marmorgrotten). Die Atlantikstraße als eine der spektakulärsten Straßenrouten ist in einer Autostunde erreichbar. Kulturell gibt’s das tolle Romsdalsmuseum (lohnt immer) und das maritime Flair am Hafen. Molde ist eher ein Ort zum Entschleunigen als zum Party machen. Und im Winter ist Molde ein guter Ausgangspunkt für Ski und Schneeschuh in den umliegenden Bergen. Also: Molde hat immer Saison, man muss nur wissen, was man sucht. Ruhe und Natur statt Action, dann wirst Du Molde lieben.

10. Bodø

Farbenfroher Hafen von Bodø mit roten Holzhäusern und Fischerbooten
Hafenidylle in Bodø mit roten Holzhäusern und Fischerbooten

Nordnorwegen modern und windverwöhnt

Bodø ist urban, kantig und naturwild. Die Stadt weht Dir wortwörtlich den Wind der Nordsee um die Nase. Ich erinnere mich gut an meinen ersten Eindruck: Die Möwen kreischten, eine steife Brise vom Vestfjord blies, und Bodøs Zentrum lag vor mir mit einer Mischung aus nüchternen Nachkriegsbauten und vereinzelten bunten Holzhäusern.

Bodø wirkt zunächst nicht so pittoresk wie vielleicht Tromsø oder Ålesund, aber die Stadt hat in den vergangenen Jahren einen Aufschwung erlebt und versprüht einen rauen Charme.

Bodø ist Endstation der Bahn (Nordlandsbanen) und Sprungbrett zu den Lofoten. Daher herrscht hier Aufbruchstimmung: viele Reisende, aber auch viel Infrastruktur.

Die Kulturstadt 2024 (Bodø trägt diesen europäischen Titel) zeigt, dass hier kreativ etwas geht: Street-Art, ein neues gläsernes Kulturhaus Stormen, coole Cafés und Mikrobrauereien.

Gleichzeitig spürst Du die unbändige Natur direkt vor der Haustür: Bodø liegt auf einer Halbinsel, umgeben von Schären, Bergen und tobenden Gezeiten. Die Luft schmeckt salzig, und das Licht. Oh, das Licht! Gerade zur Mitternachtssonne oder im Polarlicht-Winter ist es magisch.

Bodø ist vielleicht nicht Liebe auf den ersten Blick, aber wenn Du tiefer eintauchst, entdeckst Du eine authentische, lebendige Küstenstadt, die stolz auf ihr Nordnorwegen-Erbe ist.

Highlights in Bodø

  • Hafen und Hafenviertel: Der Bodø Hafen ist das Herz der Stadt. Hier liegen Hurtigruten-Schiffe, Segelboote und Fischerboote Seite an Seite. Am neuen Moloen (Pier) kann man wunderbar entlangspazieren und sich den Wind um die Ohren pfeifen lassen.
  • Direkt am Hafen thront das Stormen Konserthus, Bodøs modernes Kulturhaus, das architektonisch mit seiner Glasfassade auffällt. Schaut mal rein. Vielleicht läuft gerade ein Konzert oder eine Ausstellung.
  • Gegenüber liegt die Bibliothek (auch im Stormen-Komplex), die mehrfach preisgekrönt ist. Ein Besuch lohnt sich schon wegen der Architektur und des netten Cafés.
  • Saltstraumen: Bodø hat mit dem Saltstraumen einen echten Weltnaturrekord in petto: den weltweit stärksten Gezeitenstrom! Etwa 30 km außerhalb fließen im 6-Stunden-Takt gewaltige Wassermassen durch eine enge Meerenge, was riesige Strudel erzeugt. Ich bin hin (geht per Bus oder Auto) und stand staunend auf der Brücke: Unter mir tobten milchig-grüne Wasserwirbel. Adrenalin pur nur beim Zuschauen. Unbedingt anschauen (Zeiten vorher checken)!
  • Norwegisches Luftfahrtmuseum: Bodø hat Geschichte als Militärflughafen (liegt ja strategisch nah an Russland). Das Luftfahrtmuseum zeigt in einer imposanten Hangarhalle zivile und militärische Flugzeuge, Spionage-U2 etc. Selbst ich als Nicht-Flugzeugnerd war beeindruckt. Perfekt auch bei schlechtem Wetter.
  • Street-Art in Bodø: Ja, Bodø hat sich zur kleinen Street-Art-Stadt gemausert. In Seitenstraßen entdeckte ich Murals, z. B. von Pøbel, und es gibt einen Street-Art-Walk (Maps im Tourismusbüro).
  • Ausflüge: Bodø ist Ausgangshafen zu den Lofoten (Fähren nach Moskenes) und den Inseln Røst/Værøy. Aber ein toller Ausflug ist auch die Halbinsel Mjelle mit rotem Strand oder eine Eagle Safari im Børvasstindan-Gebirge.

Mini-Tipps

  • Spaziergang entlang der Küste zur goldenen Stunde. Südlich vom Zentrum führt ein Weg entlang der Steilküste (Start beim Stadtteil Rønvik). Das ist Bodø-Romantik pur.
  • Mach Dich abends auf zum Mount Rønvikfjellet (leicht mit Auto/Taxi erreichbar oder 1h Fußweg): Von dort oben hast Du einen Panorama-Rundblick auf Bodø und die umgebenden Inseln. Ideal, um Mitternachtssonne oder Nordlicht zu schauen!
  • Ach ja, und iss unbedingt frischen Fisch in Bodø. Fangfrisch, zubereitet mit nordnorwegischer Bodenständigkeit. So schmeckt Nordnorwegen!

Deine Fragen zu Bodø, meine Antworten!

  • Lohnt sich Bodø oder ist es nur Durchgangsstation zu den Lofoten?
    Bodø lohnt sich definitiv für 1–2 Tage eigenen Aufenthalt. Viele rauschen durch, aber wer bleibt, wird belohnt. Die Kombination aus Naturphänomen Saltstraumen, spannender Stadtentwicklung (Stormen, Street-Art), Museen und Ausflugsmöglichkeiten macht Bodø interessant. Bodø hat z. B. super Cafés (Kaffee ist in Norwegen Kult) und eine kleine, aber feine Kneipenszene. Und wie zuvor erwähnt: Der Sterne-Panorama-Blick vom Rønvikfjellet oder abends am Hafen, wenn die Sonne nicht untergehen will, sind bleibende Eindrücke. Für Outdoor-Fans: Bodø hat traumhafte Möglichkeiten zum Wandern und Kajakfahren entlang der Küste.
  • Wie kommt man am besten nach Bodø?
    Bodø markiert das Nordende der norwegischen Bahnlinie. Du kannst ganz bequem mit dem Zug aus Trondheim (oder Oslo mit Umstieg) hierherfahren. Die Nordlandsbahn ab Trondheim gilt als eine der schönsten Bahnstrecken (über 10 Stunden durch wilde Landschaft). Alternativ fliegen (Bodø hat einen Flughafen quasi in der Stadt, 5 Minuten vom Zentrum) oder per Hurtigruten-Schiff. Innerhalb Bodøs kommst Du zu Fuß oder mit dem Bus überall hin. Saltstraumen erreichst Du mit dem Bus in etwa 30min. Und nach den Lofoten geht’s mit der Fähre in ca. 3–4 Stunden. Also, die Anreise ist Teil des Erlebnisses. In Zukunft soll sogar die Bahn Richtung Tromsø verlängert werden, aber Stand jetzt ist Bodø Endstation. Für mich ist Bodø ein idealer Start- oder Endpunkt einer Nordnorwegen-Reise, der Dir schon mal einen Vorgeschmack gibt auf das, was da oben kommt. Und gleichzeitig genug eigene Highlights hat, um als echte schöne Stadt Norwegens in Erinnerung zu bleiben.

11. Drammen

Moderne Fußgängerbrücke und Uferpromenade in Drammen
Drammen überrascht Dich mit moderner Architektur, klaren Linien und einer sonnigen Uferpromenade.

Norwegens unterschätzte Überraschung

Drammen ist modernisiert, flussnah und entspannt. Eine einstige Industrie- und Arbeiterstadt, die sich neu erfunden hat. Ich hatte von Drammen offen gesagt früher nur den Ruf gehört: „graue Pendlerstadt bei Oslo“. Doch dann habe ich sie besucht und war ziemlich baff: Drammen ist bunt und hip geworden!

Der Drammenselva-Fluss teilt die Stadt in zwei Hälften, und entlang seines Ufers ist eine wunderschöne Promenade entstanden. Menschen joggen, radeln, sitzen in Cafés am Wasser. Eine echte Lebensqualität, nur 40 km von Oslo.

Drammen hat massiv in Stadtentwicklung investiert: Alter Industriecharme wurde umgemünzt in Kultur und Freizeit. Die Ypsilon-Brücke, die elegant den Fluss überspannt, symbolisiert diese neue Ära: weiß, schlank, futuristisch. Ich lief bei Dämmerung darüber und staunte über die Beleuchtung und wie sie Drammens Skyline reflektierte.

Außerdem hat Drammen eine tolle Lage zwischen Hügeln. Was uns gleich zum nächsten Punkt bringt: dem Spiraltunnel. Insgesamt strahlt Drammen heute etwas Unaufgeregtes, Positives aus: nicht touristisch überlaufen, aber lebendig mit Locals, die ihre Stadt lieben.

Für mich war es eine richtig angenehme Überraschung. Schöne Städte in Norwegen finden sich eben manchmal da, wo man sie früher nie vermutet hätte.

Highlights: Drammen Sehenswürdigkeiten

  • Spiralen (Spiral-Tunnel und Aussichtspunkt): Das absolute Must-Do! In den 1960ern sprengten die Drammener einen spiralförmigen Tunnel sechsmal im Kreis in den Berg. So fährt man wie durch einen Schneckenbauch auf die Spitze des Bragernesåsen-Hügels. Oben am Spiraltoppen steigst Du aus und hast eine fabelhafte Aussicht über die Stadt, den Fluss und die umliegenden Wälder. Ein kleines Café oben versorgt Dich mit Waffeln. Göttlich nach dem Tunnelabenteuer.
  • Ypsilon-Brücke: Fotogenes Wahrzeichen für die neue Seite Drammens. Sie hat die Form eines Y (daher der Name) und dient nur Fußgängern und Radlern. Überquere sie unbedingt: In der Mitte kannst Du auf beiden Seiten die Flussufer und die Architektur bewundern. Abends romantisch beleuchtet.
  • Flusspromenade (Elvepromenaden): Drammen hat den schönsten Flusspromenadenweg Norwegens, würde ich behaupten. Ich bin vom Bahnhof die Promenade bis zur Ypsilon gelaufen. Vorbei an modernen Wohnhäusern mit Restaurants unten, Kunstinstallationen und kleinen Parks.
  • Die Drammen Bibliothek liegt auch am Ufer (tolle moderne Bibliothek!).
  • Bragernes Torg: Der große Marktplatz auf der Nordseite mit netten Cafés und der markanten Drammen Kirche im Hintergrund. Hier pulsiert das städtische Leben. Samstags ist Markt mit Bauernständen.
  • Drammen Museum: Im Lyche-Pavillon findest Du lokale Kunst und Geschichte, und ein Abstecher ins zuckerstangenrote Schloss Gulskogen Gård (gehört zum Museum) fühlt sich an wie Downtown Abbey auf Norwegisch.
  • Und Kunst auf der Straße: Drammen hat einige coole Murals (Street Art City Drammen ist im Kommen).
  • Plus: Drammensbadet, Norwegens größtes Badeland, falls man mit Kids oder relaxwütig unterwegs ist.

Mini-Tipps

  • Flusspromenade am Morgen. Ruhiger Start in den Tag. Wenn Du früh aufwachst, schnapp Dir einen Coffee-to-go und spaziere die Elvepromenade entlang, wenn die Sonne über dem Fluss aufgeht. So tankst Du richtig Energie.
  • Und: Falls Du Zeit hast, unternimm eine kleine Bootsfahrt auf dem Drammenselva. Es gibt im Sommer Flussboote, die kurze Touren anbieten. Drammen vom Wasser aus ist noch mal eine andere Perspektive, vor allem wenn Du unter der Ypsilon hindurchfährst.

Deine Fragen zu Drammen, meine Antworten!

  • Kann man Drammen als Tagesausflug von Oslo aus machen?
    Ja, das ist sehr einfach und empfehlenswert. Drammen liegt nur etwa 30 Minuten mit dem Zug von Oslo entfernt. Züge fahren häufig (teils als Teil des Fernverkehrs Richtung Süden/Westen). Ich bin morgens von Oslo hin und abends wieder zurück. Das hat locker gereicht, um die Highlights zu sehen und gemütlich zu essen. Drammen ist klein genug, dass Du vieles zu Fuß erreichst. Also perfekt, wenn Du mal aus dem Oslo-Trubel herauswillst und eine andere norwegische Stadt erleben magst.
  • Was hat Drammen außer Aussicht und Fluss zu bieten?
    Einiges! Neben den genannten Dingen ist Drammen auch für Events und Festivals bekannt (z. B. das Elvefestival im August mit Konzerten und Bootsprozessionen auf dem Fluss). Super Stimmung! Shopping-Fans finden in der Innenstadt und besonders im Einkaufszentrum Gulskogen alle Läden wie in Oslo, aber entspannter. Naturfreunde können den Kulturpfad entlang der Aass-Brauerei (älteste Brauerei Norwegens) erkunden oder in der nahen Kjøsterudjuvet-Schlucht wandern. Eine enge Klamm, die Indiana-Jones-Feeling aufkommen lässt. Ach ja, und Wintersport: Der Hausberg hat ein kleines Skigebiet, und Langlaufloipen starten fast in der Stadt.

12. Lillehammer

Historische Stabkirche Garmo bei Lillehammer, umgeben von Birken
Die Stabkirche Garmo bei Lillehammer nimmt Dich mit auf eine Zeitreise in Norwegens Geschichte.

Olympisches Flair trifft Kleinstadtcharme

Lillehammer ist sportlich, historisch und gemütlich. Bekannt durch die Olympischen Winterspiele 1994, hat diese Kleinstadt einen Ruf wie Donnerhall in Norwegen.

Und tatsächlich spürst Du das Olympia-Flair noch an jeder Ecke: von den mächtigen Skisprungschanzen, die über der Stadt thronen, bis zu Straßennamen wie „Håkons Hall“.

Aber Lillehammer kann mehr als nur Winterglanz. Ich habe mich gleich bei Ankunft in die pittoreske Storgata verliebt: Die Fußgängerzone mit ihren bunten, niedrigen Holzhäusern, Cafés und Boutiquen strahlt Kleinstadtromantik aus, wie im Bullerbü-Film.

Lillehammer liegt wunderschön am nördlichen Ende des Mjøsa-Sees, umgeben von Hügeln. Im Winter verschneit, im Sommer sattgrün.

Die Stadt ist klein, aber fein und hat viel Kultur und Geschichte im Angebot (wahrscheinlich mehr Museen pro Kopf als manch Großstadt). Gleichzeitig herrscht eine entspannte, bodenständige Atmosphäre: Man kennt sich, grüßt sich!

Für mich war Lillehammer wie das Einatmen von frischer Landluft mit einer Prise internationaler Sportgeschichte. Sehr angenehm und heimelig.

Highlights: Lillehammers Facetten entdecken

  • Maihaugen Freilichtmuseum: Wenn Du nur eine Sache besuchen kannst, nimm Maihaugen! Dieses weitläufige Museumsdorf zeigt über 200 historische Gebäude aus der Region Gudbrandsdalen: von der mittelalterlichen Stabkirche (Garmo Stavkirke) über Bauernhöfe bis zum Postkrieg-Norwegen-Haus. Manche Häuser sind möbliert, in einigen sitzen Darsteller in Tracht, die alte Handwerke zeigen. Du wanderst durch Zeit und Raum, sogar ein Retro-1950er-Wohnviertel gibt’s. Wunderschön gelegen mit Teichen und Blumengärten. Ein Muss für Kulturfans.
  • Olympiapark und Lysgårdsbakken-Schanzen: Rauf zur Skisprungarena! 954 Stufen führen hinauf (oder bequem per Sessellift). Oben am Schanzenturm hast Du einen Top-Blick über Lillehammer und den Mjøsa. Ich stellte mir vor, hier mit Skiern herunterzusausen. Adrenalinschub nur bei dem Gedanken! Im Sommer kann man den Athleten beim Training auf Matten zuschauen, im Winter ist es Wettkampfstätte. Unten im Olympiapark sind noch die Eishalle „Håkons Hall“ und Erinnerungsstücke an ’94 zu sehen (z. B. das Olympische Feuer).
  • Storgata und Zentrum: Bummel durch die Fußgängerzone mit vielen kleinen Läden (Wollsouvenirs, Outdoor-Equipment etc.). Unbedingt im Heim Gastropub einkehren. Lokales Bier!
  • Das kleine Norwegian Olympic Museum im Stadtzentrum fand ich auch spannend, es erzählt Norwegens olympische Geschichte (inkl. einer Goldmedaille, die man mal anfassen darf). Wer Serien mag: Manche Spots aus „Lillyhammer“ (Netflix-Serie) sind im Ort verteilt. Es gibt sogar geführte Touren dazu.
  • Im Winter natürlich: Ski, Ski, Ski! Lillehammer hat tolle Langlaufloipen (Nordseter/Sjusjøen) und das Abfahrtsskigebiet Hafjell wenige Minuten entfernt. Dort war Olympia-Abfahrt, heute super Pistenspaß.

Mini-Tipps: Lillehammer genussvoll erleben

  • Heiße Schokolade im Winter in der Fußgängerzone. Klingt simpel, ist aber eine meiner liebsten Erinnerungen: Bei –10 °C bin ich durch die glitzernd verschneite Storgata gebummelt, überall Weihnachtslichter, und habe mir dann im „Narvesen“ (norw. Kiosk) eine richtig dicke heiße Schoko mit Sahne geholt. Die hab’ ich auf einer Bank getrunken, während leise Weihnachtsmusik aus den Lautsprechern in der Straße kam. Das war Hygge pur!
  • Im Sommer entsprechend: ein Softeis und die Nachmittagssonne auf dem zentralen Søndre Park genießen, wo oft Musiker üben.
  • Außerdem: Bjerkebæk, das Wohnhaus der Nobelpreisträgerin Sigrid Undset, ist einen Besuch wert. Toll für Literaturfans und in idyllischem Garten gelegen.

Deine Fragen zu Lillehammer, meine Antworten!

  • Lohnt sich Lillehammer nur im Winter oder auch im Sommer?
    Beides hat seinen Reiz, je nachdem was Du suchst. Im Winter ist Lillehammer natürlich top: Olympiafeeling, Wintersport ohne Ende, romantische Weihnachten mit Lichterglanz in der hölzernen Altstadt. Wenn Du Ski fährst oder einfach diese nordische Winteratmosphäre liebst, wirst Du es vergöttern. Aber auch der Sommer ist wunderschön: Maihaugen ist in voller Blüte, der Mjøsa-See lädt zum Bootfahren oder Baden ein (es gibt einen Strand, ja wirklich!), Wandern in den nahegelegenen Wäldern, und das Wetter ist meist angenehm warm. Zudem finden im Sommer Festivals statt (z. B. das Literaturfestival).
  • Ist Lillehammer ein guter Stopp auf dem Weg in den Norden?
    Absolut, vorwiegend mit dem Auto oder Zug gen Trondheim. Lillehammer liegt ca. 2 Stunden nördlich von Oslo, an der E6 und der Dovrebahn. Viele machen hier Halt, um die lange Strecke in den Norden zu unterbrechen. Auch als Teil einer Rundreise (z. B. Oslo–Bergen–Trondheim-Dreieck) passt Lillehammer gut rein für einen Tag. Es gibt genug Übernachtungsmöglichkeiten, vom schicken Scandic Victoria bis zur Campinghütte am See. Die Infrastruktur ist dank Olympia super: Vom Bahnhof fahren Busse überall hin. Und du erlebst hier eben ein Konzentrat Norwegen: Stabkirche, hübsche Altstadt, Olympiageschichte, Natur drumrum. Wenn Du Kids dabei hast: Hunderfossen Abenteuerpark ist 15 km entfernt. Ein Familienfreizeitpark mit Trollschloss etc. Mega beliebt.

Fazit: Welche norwegische Stadt passt zu Dir?

Norwegen hat so viele Facetten: vom urbanen Trendsetter bis zur charmanten Holzhaus-Idylle. Welche norwegische Stadt passt am besten zu Dir? Das hängt ganz davon ab, welche Art von Reise Du suchst. Hier ein paar Empfehlungen für Kombis und Typen:

  • Erstbesucher: Oslo und Bergen. So bekommst Du gleich zwei absolute Highlights, Hauptstadt-Trubel und Fjordstadt-Romantik. Perfekt, um schöne Städte Norwegens in einem Rutsch zu erleben, die zudem gut verbunden sind (Bergenbahn als Bonusabenteuer!). Vielleicht noch Lillehammer oder Stavanger als Bonus, wenn Zeit.
  • Nordlichtjäger: Tromsø und Bodø. Geh in den hohen Norden! Tromsø bietet Kultur plus hohe Nordlichtchance, Bodø ergänzt mit Saltstraumen und ist Tor zu Lofoten. Beide zusammen geben Dir das volle Arktis-Erlebnis mit City-Komfort.
  • Sommer-Trip: Kristiansand und Stavanger. Sonne, Strand und südliches Flair in Kristiansand, gepaart mit Stavangers kreativer Street-Art- und Fjordlandschaft (Preikestolen!), ergeben eine abwechslungsreiche Tour durch Südnorwegen. Ideal für Badenixen und Outdoorfans.
  • Kultur und Geschichte: Trondheim und Ålesund. Hier tauchst Du ins mittelalterliche und ins Jugendstil-Norwegen ein. Trondheim mit Kathedrale und Studierendenflair, Ålesund mit einzigartiger Architektur und Meeresbrise. Ein wahres Fest für Architekturliebhaber und Historienfans und landschaftlich dank Fjorde und Küste ohnehin grandios.

Egal, wie Du Dich entscheidest, jede dieser Städte hat mich persönlich mit etwas Besonderem verzaubert. Ich hoffe, meine authentischen Eindrücke, von Zimtschneckenmomenten bis Polarlichtnächten, inspirieren Dich, Deine eigene Norwegen-Städtetour zu planen.

Mach Dich bereit für Herzlichkeit, natürliche Schönheit und skandinavische Lebensart in Hülle und Fülle. Welche Stadt darf Dein Herz erobern? Finde es heraus.

God tur og kos deg! (Gute Reise und hab Spaß!)

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FAQ: Häufige Fragen zur Reiseplanung für die schönsten Städte Norwegens

  • Wie bewege ich mich am besten zwischen Norwegens Städten?
    Das Eisenbahnnetz ist super für viele Routen (z. B. Oslo–Bergen, Oslo–Trondheim, Trondheim–Bodø). Die Züge sind komfortabel, pünktlich und landschaftlich ein Highlight (Stichwort: schönste Bahnstrecken). Ich habe Nachtzüge für längere Distanzen genutzt. Praktisch und spart Unterkunft. Alternativ sind Inlandsflüge sinnvoll für weite Sprünge (etwa Bergen–Trondheim oder Oslo–Tromsø), da Norwegen groß ist. Busse ergänzen das Netz, primär im Westen, zu Orten ohne Bahn. Und Mietwagen geben maximale Freiheit, vor allem um in der Region der Städte Ausflüge zu machen (Preikestolen, Geiranger etc.). Eine beliebte Option: Hurtigruten-Schiff entlang der Küste. Kostet zwar mehr Zeit, aber zwischen Städten wie Bergen, Ålesund, Trondheim, Bodø und Tromsø ist es eine einmalige Reiseerfahrung. Am Ende kommt es auf Budget und Zeit an. Für einen Städte-Hopping-Trip sind Züge und Flüge meist ideal. Und vor Ort? Öffis, Fuß und in vielen Städten gibt’s E-Scooter zum Mieten (spaßig, hab’ ich in Oslo und Trondheim viel genutzt). Norwegen ist logistisch machbar, auch wenn Distanzen groß scheinen. Planung ist key, dann klappt das wie am Schnürchen im Reich der schönen Städte Norwegens.
  • Welche Sprache sprechen die Leute, komme ich mit Englisch klar?
    Norwegisch ist Landessprache, aber fast alle sprechen hervorragend Englisch. In allen genannten Städten bin ich nie auf Sprachbarrieren gestoßen. Vom Kellner bis zum Museumsguide: Alle switchen mühelos auf Englisch, sobald sie merken, Du bist kein Einheimischer. Teilweise gibt’s Infos auch auf Deutsch (z. B. Ausschilderungen in Touri-Spots), aber Englisch ist sicher. Ich habe sogar erlebt, dass Norweger stolz ihre Deutschkenntnisse probierten, als sie hörten, wo ich herkomme.
  • Kleiner Tipp: Ein paar norwegische Wörter zaubern trotzdem ein Lächeln aufs Gesicht: „Hei“ (Hallo), „Takk“ (Danke), „Ha det bra“ (Tschüss) oder „Skål“ (Prost). Norweger sind offen und hilfsbereit.

Damit endet mein Guide. Tusen takk (tausend Dank) fürs Mitreisen in Gedanken! Jetzt heißt es: selbst erleben. God reise und husk: Ikke bare drøm om Norge, opplev det! (Träum nicht nur von Norwegen, erlebe es!) Skål auf Dein Norwegen-Abenteuer!

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