Panoramablick auf den Eidsvolls plass in Oslo: Links das Grand Hotel, rechts das Parlament (Stortinget), dazwischen grüner Park unter blauem Himmel
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Oslo Sehenswürdigkeiten: Meine Highlights von Wikingern bis Street-Art

Oslo ist kein glattgebügeltes Postkartenmotiv und genau das macht seinen Reiz aus. Du suchst nach einer Stadt, die Ecken und Kanten hat, aber gleichzeitig mit modernem Design und wilder Natur begeistert?

In diesem Artikel nehme ich Dich mit zu den 35 besten Oslo Sehenswürdigkeiten, die Du wirklich gesehen haben musst.

Von weltberühmten Museen bis zu versteckten Street-Art-Spots: Hier erfährst Du, wo das Herz der Norweger schlägt und wie Du die Stadt abseits der Touristenpfade erlebst.

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Oslo kompakt!

  • Land: Norwegen
  • Region: Østlandet (Ostland)
  • Einwohner: Rund 710 000 (fühlt sich aber dörflich-entspannt an!)
  • Währung: Norwegische Krone (NOK). Tipp: Bargeld benötigst Du hier fast nie.
  • Sprache: Norwegisch (aber mit Englisch kommst Du überall weiter)
  • Wahrzeichen: das begehbare Opernhaus, die Holmenkollen-Schanze und das MUNCH-Museum
  • Kulinarische Spezialitäten: Brunost (süßer Braunkäse), frische Waffeln mit Sauerrahm und Lachs in allen Variationen
  • Aktivitäten: Saunieren direkt auf dem Fjord, Insel-Hopping per Fähre & Kunst-Spaziergänge
Reiseblogger Nicolo Martin steht im Nationalmuseum Oslo vor dem Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch und imitiert mit weit aufgerissenem Mund und Händen an den Wangen die berühmte Pose der Figur.
Wer nach Oslo kommt, muss dieses Foto machen, oder? Hier siehst Du mich beim „Selbstversuch“ vor dem Original im Nationalmuseum. Es ist gar nicht so einfach, so verzweifelt zu gucken wie die Figur auf dem Bild!

Oslo Highlights: Der Geruch von Salz und die Stille der Kälte

Oslo ist die größte Stadt in Norwegen. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts hat Oslo einen Wachstumsschub erlebt, in dem sich die Stadt rasant entwickelt hat. Gegenwärtig befindet sich Oslo in einer Übergangsphase, in der vorwiegend das Hafengebiet enorm modernisiert wird.

Aker Brygge war der erste Stadtteil, der ein neues Aussehen erhielt. Seitdem wurden mehrere Orte in schöne neue Stadtviertel verwandelt, in denen hochwertige moderne Architektur als Grundlage verwendet wurde. Alte Arbeiterviertel werden durch neue Impulse hipper und damit lebenswerter.

Wenn Du zum Abendessen ausgehst, wirst Du feststellen, dass es viele Restaurants gibt, die international ausgerichtet sind. Ausländische Küchen und sogenannte Fushion-Restaurants sind in dieser multikulturellen Stadt weit verbreitet.

Die großartige Kombination aus einer Großstadt und einem Naturschutzgebiet mit schönen Parks und Grünflächen macht Oslo zu einem Muss. Norwegens Hauptstadt liegt so sehr zwischen dem Oslofjord und grünen, bewaldeten Hügeln, dass Oslo im Jahr 2007 zur zweitgrünsten und umweltfreundlichsten Stadt ernannt wurde.

Aber die Hauptstadt Norwegens ist auch voller Attraktionen, Museen, Kunstgalerien und Geschäfte, in denen man einkaufen kann. Oslos kulturelles Angebot ist einfach spektakulär, was auch immer Dein Geschmack ist.


Die Top 10 Oslo Sehenswürdigkeiten

Keine Zeit für den ganzen Roman? Hier ist die Essenz. Die Orte, die Oslo definieren:

  • Opernhaus
    Ein weißer Marmorberg im Fjord. Steig aufs Dach (gratis!) und genieß die beste Aussicht der Stadt.
  • Munch Museum
    Heimat des „Schrei“ und ein architektonischer Knick in der Skyline. Kunst, die unter die Haut geht.
  • Vigeland Park
    212 nackte Statuen, die den Zyklus des Lebens zeigen. Bizarr, schön und immer geöffnet.
  • Festung Akershus
    Mittelalterliche Mauern treffen auf grüne Hänge. Hier spürst du die Geschichte der Stadt am intensivsten.
  • Holmenkollen
    Die legendäre Skisprungschanze. Der Blick von oben in den „Abgrund“ ist nichts für schwache Nerven.
  • Fram-Museum
    Das weltweit stärkste Holzschiff. Nirgendwo kommst du dem Leben der Polarforscher näher.
  • Grünerløkka
    Das Hipster-Herz Oslos. Street-Art, Vintage-Shops und der beste Kaffee der Stadt warten hier.
  • Norsk Folkemuseum
    Eine Zeitreise ins alte Norwegen mit der berühmten Stabkirche von Gol.
  • Aker Brygge & Tjuvholmen
    Flanieren, wo das Geld sitzt. Moderne Architektur und Restaurants direkt am Wasser.
  • Oslofjord-Insel-Hopping
    Nimm die normale ÖPNV-Fähre zu den Inseln. Das günstigste und schönste Erlebnis bei gutem Wetter.

Die neue Waterfront: Wo Marmor auf High-End-Kunst trifft

Wenn Du verstehen willst, wohin Oslo steuert, musst Du ans Wasser gehen. Die Transformation der „Fjordbyen“ ist eines der aggressivsten und schönsten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Hier trifft das alte Hafenarbeiter-Oslo auf die Architektur der Zukunft.

1. Das Opernhaus (Operahuset)

Es ist nicht einfach nur ein Gebäude. Wie eine Eisscholle aus weißem Carrara-Marmor und Glas schiebt sich das Opernhaus direkt aus dem Meer. Das Architekturbüro Snøhetta hat hier die Regeln geändert: Du kaufst nicht zwingend ein Ticket für die Oper. Du steigst dem Gebäude aufs Dach.

Drinnen erwartet Dich ein warmer Kontrast aus baltischer Eiche: Über 1.100 Räume verstecken sich hinter der kühlen Fassade. Aber das wahre Highlight bleibt der Spaziergang obendrauf. Dort zu sitzen, die Brise des Fjords und die Sonne zu genießen, ist ein wahres Vergnügen.

  • Mein Tipp: Komm zur „Blauen Stunde“. Wenn das nordische Licht auf den weißen Stein trifft und Du oben stehst, den Wind im Gesicht, verstehst Du, warum dieses Gebäude magisch anzieht. Und das Beste? Das Dach ist komplett kostenlos.
  • Achtung im Winter: Der Marmor wird bei Schnee und Eis zur Rutschbahn. Pass auf Deine Knochen auf!

Opernhaus-Highlights:

  • Der Panoramablick vom Dach auf den Fjord und die Skyline.
  • Die riesige Glasfassade im Foyer („Die Welle“).
  • Die öffentliche Toilette (ernsthaft, das Design ist preisgekrönt).
  • Preis: Dach kostenlos. Führungen ca. 150 NOK (ca. 13 €, Stand 2026).
  • Gut zu wissen: Eine der Fassaden ist voller Sonnenkollektoren, die das Gebäude mit Energie versorgen. Tatsächlich ist es das Gebäude mit den meisten Sonnenkollektoren in Norwegen.

2. Munch Museum (MUNCH)

Ein vertikaler Knick in der Skyline, der die Gemüter spaltet. Die grauen Aluminiumplatten reflektieren das launische Wetter der Stadt. Drinnen im Munch Museum wartet Edvard Munch, der Wegbereiter des Expressionismus. Wenn Du Malerei liebst, ist dieser Ort ein Muss. Seine Werke spiegeln das menschliche Verhalten in all seinen Facetten wider.

Natürlich zieht der „Schrei“ alle Blicke auf sich. Neben dem Nationalmuseum kannst Du auch hier eine der Versionen in ihrer ganzen Schönheit bewundern. Aber für mich stiehlt ihm ein anderes Werk oft die Show: die „Madonna“. Sie ist bezaubernd, provozierend und eines der schönsten Bilder, die Du hier sehen wirst.

Insider-Wissen: Suchst Du den berühmten „Schrei“? Er rotiert. Um die fragilen Werke zu schützen, wechseln sich Gemälde, Zeichnung und Druck stündlich ab. Du siehst immer einen Schrei, aber vielleicht nicht den, den Du von Kaffeetassen kennst.

Munch-Highlights:

  • Die drei Versionen des „Schrei“ (rotierend).
  • Die monumentalen Gemälde in der „Master“-Halle (bis zu 50 m² groß).
  • Der Ausblick aus der Skybar im 13. Stock.
  • Preis: ca. 220 NOK (ca. 19 €, Stand 2026). U25: ca. 100 NOK.

3. Nationalmuseum (Nasjonalmuseet)

Dieser gewaltige, schiefergraue Komplex am Hafen beherbergt die größte Sammlung norwegischer Kunst von der Romantik bis zur Moderne. Sozusagen das visuelle Gedächtnis der Nation. Wenn Du Kunst liebst, ist das hier Dein Pflichttermin. Die alte Nationalgalerie ist Geschichte; ihre Schätze sind jetzt hier im neuen Nationalmuseum.

Viele Besucher werden magisch von Edvard Munchs „Der Schrei“ angezogen: Es ist so etwas wie die Mona Lisa Oslos. Aber lass Dir bloß nicht die internationalen Schwergewichte entgehen: Picasso, Gauguin, El Greco und die Impressionisten Monet, Manet, Renoir, Degas, Cézanne und Matisse warten nur darauf, entdeckt zu werden.

  • Mein Highlight: die bemerkenswerte Skulpturensammlung. Besonders Renoirs „Triumph der Aphrodite“ und Degas’ „Die Morgentoilette“ haben mich nachhaltig beeindruckt.

Nationalgalerie-Highlights:

  • „Der Schrei“ – Oslos Mona Lisa.
  • Die Meisterwerke der französischen Impressionisten.
  • Skulpturen wie Renoirs „Triumph der Aphrodite“.
  • Preis (Neues Nationalmuseum): ca. 200 NOK (ca. 17 €, Stand 2026). U25: ca. 120 NOK.

4. Aker Brygge

Hier glänzt das Geld. Wo früher Schiffe gebaut wurden, flanieren heute die Leute auf Aker Brygge, die sich 14-Euro-Bier leisten können, ohne mit der Wimper zu zucken.

Es ist schick, es ist poliert, und die Restaurants haben diese riesigen Außenbereiche, wo man selbst im Winter unter Heizstrahlern sitzt.

  • Ehrlich gesagt: Es ist touristisch. Aber der Blick auf den Fjord und das Treiben der Menschen sind unschlagbar.

5. Tjuvholmen

Direkt hinter Aker Brygge liegt die „Diebesinsel“ Tjuvholmen. Einst Hinrichtungsstätte, heute Architektur-Porno vom Feinsten. Keine Autos, nur Kunst, Beton und Meerwasser.

Vibe: Hier springen die Mutigen auch im Mai schon vom Badesteg ins eisige Wasser. Bist Du einer von ihnen? Oder genießt du lieber nur die Skulpturen, die hier scheinbar zufällig zwischen den Luxus-Apartments verstreut sind?


6. Astrup Fearnley Museum

Das Astrup Fearnley Museum für Moderne Kunst in Oslo mit seinem markanten Glasdach und Holzfassade am Wasser, davor Fußgänger auf einer Brücke
Im Szeneviertel Tjuvholmen (direkt hinter Aker Brygge) ist schon das Gebäude ein Kunstwerk.

Renzo Piano hat hier ein Dach entworfen, das wie ein Segel im Wind steht. Darunter: eine der krassesten Sammlungen moderner Kunst in Nordeuropa, das Astrup Fearnley Museum.

Jeff Koons, Damien Hirst: die großen Namen, die provozieren. Das Gebäude selbst ist fast beeindruckender als die Kunst. Der Kanal teilt das Museum, das Wasser ist Teil der Ausstellung.

  • Gut zu wissen: Die Ausstellungen sind temporär und dauern etwa drei bis vier Monate. Wenn Du also wieder nach Oslo kommst, wirst Du ganz andere Werke sehen können.

Museums-Highlights:

  • Jeff Koons vergoldeter „Bubbles“ (Michael Jackson mit Affe).
  • Die riesigen Kiefer-Bücherregale aus Blei.
  • Der Skulpturenpark draußen direkt am Wasser.
  • Preis: ca. 180 NOK (ca. 15 €, Stand 2026). Studenten: ca. 100 NOK.

7. Nobel-Friedenszentrum

Direkt neben dem Hafen und Aker Brygge liegt der alte Westbahnhof. Heute ist es ein Ort für die Hoffnung in einer harten Welt: das Nobel-Friedenszentrum. Hier geht es nicht nur um Alfred Nobel, sondern um die Menschen, die versucht haben, diesen Planeten etwas weniger chaotisch zu machen.

Das absolute Herzstück des Museums ist der „Nobel-Garten“. Auf unzähligen Bildschirmen leuchten hier die Gesichter der Preisträger. Eine wunderschöne und bewegende Hommage an Menschen, die auf ihre eigene Weise zu einer besseren Welt beigetragen haben.

Es ist inspirierend, hier zwischen den Geschichten von Krieg, Frieden und Konfliktlösung zu stehen.

Achtung für 2026: Die Hauptausstellung wird gerade komplett erneuert und eröffnet erst im Dezember wieder. Aber die temporären Ausstellungen lohnen sich trotzdem, wenn Du politisch interessiert bist.

Nobel-Highlights:

  • Der „Nobel-Garten“ mit den Gesichtern der Preisträger.
  • Die Geschichte von Alfred Nobel und dem Dynamit.
  • Wechselnde Ausstellungen zu aktuellen Konflikten.
  • Preis: ca. 180 NOK (ca. 15 €, Stand 2026).

Festungsmauern und das alte Christiania: Wo die Geschichte atmet

Genug vom Glas und Stahl? Dann gehen wir dahin, wo die Steine alt und die Geschichten blutig sind. Das hier ist das fundamentale Oslo.

8. Festung Akershus

Dies ist wahrscheinlich das imposanteste Überbleibsel des mittelalterlichen Oslo. Die Festung Akershus wurde im 13. Jahrhundert von König Håkon V. zum Schutz der Stadt erbaut und dominiert heute die Ostseite des Hafens. Im 17. Jahrhundert bekam sie ein Renaissance-Makeover, sodass Du hier einen spannenden Architektur-Mix erlebst.

Das Panorama von den Wällen auf den Hafen und die Stadt ist einfach wunderschön. Du könntest locker einen ganzen Vormittag damit verbringen, durch die grünen Gärten zu spazieren oder das alte Schloss (Akershus Slott) zu erkunden.

Die prunkvollen Säle werden heute noch von der Regierung für Repräsentationen genutzt, und in der königlichen Kapelle findest Du das Mausoleum der norwegischen Könige. Es ist ein Ort, an dem Du die Geschichte förmlich atmen kannst.

Festungs-Highlights:

  • Das königliche Mausoleum in der Kapelle.
  • Der Panoramablick von den Wällen über den Oslofjord.
  • Die Repräsentationssäle im Schloss.
  • Preis: Festungsgelände kostenlos. Schlossführung kostenpflichtig.

9. Norges Hjemmefrontmuseum (Widerstandsmuseum)

Versteckt in den Festungsmauern liegt dieses Juwel, das Norges Hjemmefrontmuseum. Es erzählt vom Widerstand gegen die Nazi-Besatzung.

Keine trockenen Fakten, sondern Geschichten von Saboteuren im Wald („Gutta på skauen“) und dem Mut der Zivilbevölkerung. Beklemmend, aber inspirierend.

Widerstands-Highlights:

  • Die originalen Sabotage-Ausrüstungen.
  • Die Dioramen der Widerstandszellen.
  • Die Dokumentation der Schwerwasser-Sabotage (Rjukan).
  • Preis: ca. 150 NOK (ca. 13 €, Stand 2026).

10. Forsvarsmuseet (Verteidigungsmuseum)

Kanonen, Panzer und die harte Realität der norwegischen Militärgeschichte findest du im Forsvarsmuseet. Von Wikingerschwertern bis zu modernen NATO-Einsätzen. Oft weniger überlaufen, aber für Geschichts-Nerds ein Paradies.

Hier kannst du Stunden verbringen, ohne dass dir jemand auf die Füße tritt, und tief in die militärische Strategie des Nordens eintauchen.

Militär-Highlights:

  • Die originalen Wikingerschwerter.
  • Die umfangreiche Ausstellung zum Kalten Krieg.
  • Der Panorama-Saal mit Blick auf den Fjord.

11. Christiania Torv

Der gepflasterte Christiania Torv Platz in Oslo mit historischen ockerfarbenen Gebäuden, dem Gamle Rådhus und Außengastronomie
Hier am Christiania Torv soll König Christian IV. einst seinen Handschuh auf den Boden geworfen und gesagt haben: „Hier soll die Stadt liegen!“

Hier am Christiania Torv zeigte König Christian IV. nach dem großen Brand von 1624 auf den Boden und sagte: „Hier soll die Stadt liegen!“ Und zwar aus Stein, damit sie nicht wieder abfackelt. Der Brunnen mit der Handschuh-Hand markiert die Stelle. Der Platz atmet das 17. Jahrhundert.


12. Architekturmuseum (Alte Norges Bank)

Sverre Fehn hat hier Alt und Neu verschmolzen. Die ehrwürdigen Hallen der alten Nationalbank treffen auf einen lichtdurchfluteten Pavillon im Architekturmuseum. Für Design-Liebhaber ist das einer der wichtigsten Tipps für Oslo. Die wechselnden Ausstellungen sind oft visionär und zeigen, wie Architektur Gesellschaft formt.


13. Ehemaliges Museum der Norges Bank

Die historische Fassade aus Granit und Marmor am Bankplassen 4 in Oslo (ehemalige Norges Bank), heute genutzt durch die norwegische Verteidigungsbehörde
Vom Geld zur Kunst zur Sicherheit: Dieses Prachtgebäude am Bankplassen 4 hat schon viel erlebt.

Dieses prachtvolle Gebäude aus Granit und Marmor (Baujahr 1906) hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Ursprünglich der Hauptsitz der Norges Bank, beherbergte es später das Museum für Zeitgenössische Kunst. Nach dessen Umzug ins neue Nationalmuseum stand der denkmalgeschützte Prachtbau lange leer.

Update 2026: Das Gebäude hat endlich eine neue Bestimmung gefunden. Seit Ende 2025 wird es von Forsvarsbygg (der norwegischen Verteidigungsbauverwaltung) verwaltet und künftig für den Verteidigungssektor genutzt – kein Wunder, bei der strategischen Lage direkt neben der Festung Akershus.


Prachtboulevard und Machtzentren: Das Herz der Metropole

Die Karl Johans Gate ist die Pulsader. Hier pumpen das Geld, die Touristen und die Politik durch die Venen der Stadt.

14. Das Rathaus von Oslo (Rådhus)

Von außen sieht es aus wie ein Klotz aus braunem Ziegenkäse. Aber geh rein ins Rathaus von Oslo. Ernsthaft. Der Bau begann 1931, wurde vom Krieg unterbrochen und 1950 fertiggestellt. Heute gilt er vielen als Symbol der Unabhängigkeit.

Die Haupthalle ist atemberaubend und voll mit Wandmalereien von Henrik Sørensen und Per Krohg. Genau hier wird jeden Dezember der Friedensnobelpreis verliehen.

Wenn Du Dich also mal kurz wie ein Laureat fühlen willst: Das ist Dein Spot. Das ganze Gebäude feiert norwegische Materialien und Künstler. Ja, auch einen Munch findest Du hier.

  • Oslo Tipps: Im Sommer (Ende Juni bis Ende August) gibt es kostenlose Führungen (10:00, 12:00 und 14:00 Uhr). Unbedingt mitmachen, sie sind sehr informativ. Man kann sich nicht dafür anmelden: „First come, first served“. Die Tour dauert etwa 45 Minuten.
  • Du kannst die Haupthalle und die Galerien während der Öffnungszeiten (meist 09:00 bis 16:00 Uhr) aber auch eigenständig besichtigen.

Rathaus-Highlights:

  • Die riesigen Wandgemälde von Henrik Sørensen und Alf Rolfsen in der Haupthalle. Hier findet auch die Nobelpreisverleihung statt.
  • Großes Fresko über das Stadtleben und die Natur um Oslo von Per Krohg in der Östlichen Galerie (oft auch „Krohg-Raum“ genannt)
  • Die gigantischen Fresken im großen Saal.
  • Werke von Edvard Munch.
  • Der Glockenturm mit dem großen Glockenspiel (Carillon) mit 49 Glocken (spielt zu jeder vollen Stunde eine Melodie).
  • Preis: kostenlos.

15. Moderne Kunst im Zentrum (Tiger & Co.)

Warum steht ein Tiger vor dem Hauptbahnhof? Weil Oslo „Tigerstaden“ genannt wird. Früher, weil es ein gefährliches Pflaster war, heute als stolzes Markenzeichen.

Schau ihm in die Augen, das gehört zum Sightseeing in Oslo dazu. Ein Selfie mit der 4,5 Meter langen Bronze-Raubkatze ist fast schon Pflicht, bevor du die Stadt weiter erkundest.

Doch der Tiger ist nicht allein. Die ganze Stadt ist eine Open-Air-Galerie. Halte Ausschau nach:

  • dem „Dykkaren“ (Der Taucher) in der Nähe der Oper, der kopfüber ins Stadtleben einzutauchen scheint.
  • Oder das kraftvolle Denkmal „Knus nazismen“ (Zerschlagt den Nazismus) vor dem Hauptbahnhof (Østbanehallen).
  • Und für einen Moment der Solidarität: Die Skulptur „Neve med rose“ (Faust mit Rose) erinnert eindringlich an Zusammenhalt.

16. Karl Johans Gate

Blick auf die belebte Karl Johans gate in Oslo mit Fußgängern, Blumenkübeln und historischen Gebäuden unter bewölktem Himmel
Lust auf einen Stadtbummel? Die Karl Johans gate ist die Lebensader Oslos.

Zwischen Hauptbahnhof und Schloss liegt alles auf der Karl Johans Gate: kitschige Souvenirläden, Straßenmusiker und teure Boutiquen. Im Winter verwandelt sich der Abschnitt „Spikersuppa“ in eine Eislaufbahn.

Dieser zwei Kilometer lange Boulevard ist zwar etwas touristisch, ja, aber man muss ihn einmal abgelaufen sein. Dadurch sind die ohnehin schon hohen Preise in Oslo hier etwas happig.


17. Osloer Domkirche (Oslo Domkirke)

In vielen Städten zählen Kirchenbauten zu den Top-Attraktionen. Die Kathedrale von Oslo spielt bei den zahlreichen Oslo-Sehenswürdigkeiten aber eher eine Nebenrolle.

Die Osloer Domkirche von 1697 wirkt von außen vielleicht schlicht, aber geh rein. Die Glasmalereien von Emanuel Vigeland (Gustavs Bruder!) und die bunten Deckengemälde sind ein unerwarteter Farbrausch.

Hier heiraten die Royals, hier trauerte die Nation nach dem 22. Juli. Ein Ort, der die Seele der Stadt bewahrt. Die Arkaden rund um den Dom („Basarhallene“) sind zudem perfekt für einen entspannten Bummel.

Dom-Highlights:

  • Die leuchtenden Glasfenster von Emanuel Vigeland.
  • Die beeindruckenden Deckengemälde.
  • Die gemütlichen Basarhallen direkt am Kirchhof.
  • Preis: kostenlos.

18. Das Storting (Stortinget)

Das gelbe Parlamentsgebäude (Stortinget) in Oslo mit runder Front und norwegischer Flagge, davor entspannen Menschen im Park
Das „Storting“ (das norwegische Parlament) fällt mit seiner gelben Backsteinfassade sofort auf.

Hier, in diesem markanten gelben Backsteinbau mit der Rotunde, schlägt das politische Herz Norwegens. Das Storting (Parlament) ist überraschend zugänglich. Genau wie die norwegische Politik selbst.

Zwei Löwen wachen vor dem Eingang am Eidsvolls plass, aber keine Sorge, sie beißen nicht. Der Park davor, „Spikersuppa“, ist im Sommer ein grüner Teppich voller Menschen und im Winter eine spiegelglatte Eisbahn.

Parlaments-Highlights:

  • Die imposante Architektur von Emil Victor Langlet.
  • Der Eidsvolls plass direkt davor: perfekt zum People-Watching.
  • Die Löwenstatuen am Eingang.
  • Preis: Führungen (auf Englisch) im Sommer kostenlos (begrenzte Plätze!).

19. Grand Hotel

Das historische Grand Hotel in Oslo mit grünem Turmdach und norwegischen Flaggen, gesehen vom Eidsvolls plass
Hier schläft die Prominenz: Das Grand Hotel ist eine echte Institution.

Ein Hauch von Luxus im Grand Hotel*. Hier schlafen die Nobelpreisträger. Henrik Ibsen saß hier jeden Tag im Café und grantelte vor sich hin. Sein Tisch ist immer noch reserviert.

  • Wusstest du schon? Jedes Jahr winkt der Gewinner des Friedensnobelpreises vom Balkon dieses Hotels der Menge zu. Ein überteuerter Kaffee im historischem Ambiente des Grand Café ist also fast schon Pflicht für Geschichtsfans.

20. Nationaltheatret

Das historische Nationaltheatret in Oslo aus gelbem Backstein mit grauer Kuppel, davor ein sprudelnder Kugelbrunnen
Bühne frei! Zwischen dem Schloss und dem Parlament liegt das Nationaltheatret

Die Bühne Ibsens ist das Nationaltheatret. Ein neoklassizistischer Prachtbau, der vor kultureller Bedeutung nur so strotzt. Auch wenn das Gebäude saniert werden muss, der Spielplan ist voll. Vor dem Eingang wachen die Statuen von Ibsen und Bjørnson, den Giganten der norwegischen Literatur, über die Passanten.


21. Königliches Schloss (Slottet Oslo)

Bescheidenheit aus Stein. Dieser dreistöckige, u-förmige Bau aus dem 19. Jahrhundert ist heute weniger Wohnsitz der königlichen Familie als vielmehr ihr großes Arbeitszimmer mitten in der Stadt.3Keine riesigen Zäune, keine goldene Protzerei am Königlichen Schloss. Der Park ist offen für alle. Ein angenehmer Ort zum Durchatmen, besonders wenn die Innenräume geschlossen sind.

Willst Du rein? Das geht nur in den Sommermonaten bei einer einstündigen Führung. Drinnen warten die Kapelle, der Ballsaal und mein absoluter Favorit: der als „Vogelzimmer“ bekannte Tapetenraum für Flirtvögel. Klingt skurril, ist es auch.

  • Oslo-Tipp: Sei pünktlich. Um 13:30 Uhr findet die Wachablösung statt.
  • Kann man den König sehen? Mit Glück ja. Wenn die Flagge oben ist, ist er da.

Schloss-Highlights:

  • Die Wachablösung der „Hans Majestet Kongens Garde“ (täglich 13:30 Uhr).
  • Das kuriose Vogelzimmer (nur im Sommer).
  • Der frei zugängliche Schlosspark.
  • Preis: Park kostenlos. Führungen ca. 200 NOK (ca. 17 €, Stand 2026).

22. Statue von König Haakon VII.

Hohe, schlanke Bronzestatue von König Haakon VII. auf dem 7. juni-plassen in Oslo, umgeben von Blumenbeeten
Ein König, der Geschichte schrieb: König Haakon VII.

Ein stiller Gruß an den Monarchen an der Statue von König Haakon VII., der im Zweiten Weltkrieg „Nein“ zu den Nazis sagte. Ein Symbol für das Rückgrat dieses Landes. Er steht auf dem 7. Juni-Platz, blickt stoisch Richtung Meer und erinnert jeden Norweger an den hohen Preis der Freiheit.


Der Geist der Entdecker: Die Halbinsel Bygdøy

Auf der Insel in der Nähe von Oslo befinden sich zahlreiche Museen. Hier riecht es nach Abenteuer, Teer und altem Holz.

  • Aber Achtung: Es gibt 2026 eine wichtige Änderung bei einigen Oslo-Highlights.
  • Oslo-Tipp: Du nimmst den Bus oder im Sommer die Fähre nach Bygdøy. Das Boot legt am Pier 3 hinter dem Rathaus ab und die Überfahrt dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Die Busse 30 und 30N fahren auch nach Bygdøy.

23. Fram Polarschiffmuseum

Das Schiff im Eis. Du kannst auf die Fram im Fram-Polarschiffmuseum gehen, das weltweit stärkste Holzschiff. Die Fram hat bis Anfang des letzten Jahrhunderts auf drei verschiedenen Expeditionen sowohl den Nordpol als auch die Antarktis erreicht.

Hier spürst Du förmlich die Kälte, die Nansen, Sverdrup und Amundsen ertragen mussten. Die immersive Show, die einen arktischen Sturm simuliert, ist Gänsehaut pur.

Polar Highlights

  • Das Schiff selbst (Du kannst komplett durch den Bauch laufen).
  • Der Polar-Simulator (Vorsicht, es wird kalt!).
  • Die Geschichte vom Wettlauf zum Südpol.
  • Preis: ca. 180 NOK (ca. 15 €, Stand 2026).

24. Kon-Tiki-Museum

Das Kon-Tiki-Museum beherbergt Originalschiffe und Gegenstände aus dem Leben des berühmten Abenteurers Thor Heyerdahl (1914–2004).

Weltweite Berühmtheit erlangte er, als er 1947 auf einem Kon-Tiki, einem Floß aus Balsaholz, den Pazifischen Ozean überquerte.

Nach dem Umbau im Frühjahr 2026 sind die Ausstellungen noch interaktiver. Ein Muss für Träumer.

Kon-Tiki-Highlights:

  • Das originale Balsa-Floß „Kon-Tiki“.
  • Das Papyrus-Boot „Ra II“.
  • Die neuen interaktiven Meeres-Ausstellungen.
  • Preis: ca. 180 NOK (ca. 15 €, Stand 2026).

25. Norwegisches Volksmuseum (Norsk Folkemuseum)

Die dunkle hölzerne Stabkirche von Gol mit Drachenschnitzereien im Norsk Folkemuseum auf Bygdøy unter blauem Himmel
Das absolute Highlight ist die Stabkirche von Gol aus dem Mittelalter.

Zeitreise gefällig? Hier im Norwegischen Volksmuseum stehen 160 historische Gebäude aus ganz Norwegen. Das Highlight ist die Stabkirche von Gol aus dem Jahr 1200. Dunkles Holz, Drachenköpfe. So stellt man sich Norwegen vor.

Es gibt zwei verschiedene Bereiche im Museum: eine Indoor-Ausstellungshalle mit antiken Gegenständen und ein großes Außengelände mit 155 traditionellen Behausungen aus verschiedenen Teilen Norwegens.

Freilicht-Highlights:

  • Die Stabkirche von Gol (ca. 1200 erbaut).
  • Die alten Bauernhöfe mit Grasdächern.
  • Die historische Tankstelle und der Süßwarenladen aus dem 20. Jh.
  • Preis: ca. 200 NOK (ca. 17 €, Stand 2026).

26. Wikingerschiffsmuseum (Vikingr)

Das weiße Gebäude des Wikingerschiffsmuseums (Vikingskipshuset) mit rotem Ziegeldach und einer modernen Metallskulptur im Garten
Hier im „Vikingskipshuset“ ruhen die am besten bewahrten Wikingerschiffe der Welt (Oseberg, Gokstad und Tune)
  • Achtung: Dieses Wikingerschiffsmuseum ist geschlossen. Es wird neu gebaut und öffnet erst 2027 wieder.
  • Die Lösung: Willst Du Wikinger sehen? Geh ins Historische Museum in der Stadtmitte. Dort läuft die Ausstellung „VÍKINGR“ mit den krassesten Fundstücken, Schwertern und Helmen. Lass Dich nicht von alten Reiseführern täuschen!
  • Preis (Historisches Museum): ca. 160 NOK (ca. 14 €, Stand 2026).

Wikingerschiffsmuseum: Dies ist eine der kuriosesten Osloer Sehenswürdigkeiten, bei der Du drei Wikingerschiffe entdecken kannst. Und es sind nicht irgendwelche drei Schiffe, sondern sie gelten als die am besten erhaltenen der Welt.

Sie wurden nach mehr als 1100 Jahren in drei königlichen Gräbern gefunden, um ihren Besitzern den Weg ins Reich der Toten zu weisen. Neben den Booten gibt es auch einige Gegenstände wie Textilien und Schlitten aus dieser Zeit.


Die nackte Wahrheit und grüne Lungen

Oslo ist verdammt grün. Und manchmal auch ziemlich nackt.

27. Vigeland Skulpturenpark

Eine der Top-Adressen der Stadt, auch bekannt als Frognerparken. Über eine Million Besucher pilgern jährlich hierher, um Gustav Vigelands gesamtes Lebenswerk zu sehen. 212 Statuen aus Granit, Bronze und Schmiedeeisen zeigen alles: Leben, Liebe, Tod und das erstaunlich realistisch.

Mir hat dieses skurrile Freilichtmuseum im Vigeland-Skulpturenpark extrem gut gefallen. Das absolute Highlight ist für mich der Monolith: eine 14 Meter hohe Säule aus 121 ineinander verschlungenen Menschenleibern.

Und vergiss nicht den „Sinnataggen“, das berühmte wütende Bronze-Baby. Die Legende sagt: Berühre seine Faust, und Du wirst nach Oslo zurückkehren.

  • Oslo-Tipp: Nimm die Straßenbahnlinie 12 aus dem Zentrum und steig direkt an der Haltestelle Vigelandsparken aus.
  • Gut zu wissen: Gleich neben dem Vigelandpark befindet sich das Vigeland-Museum. Das Museum wurde bereits 1919 eingeweiht und ist eines der ältesten in der Stadt. Du kannst mehr als 1600 Skulpturen von Vigeland bewundern und alles über den Künstler erfahren. Wusstest du, dass er auch die Medaille für den Friedensnobelpreis entworfen hat?

28. Botanischer Garten

Stille zwischen exotischen Farnen. Wenn Dir der Trubel der Stadt zu viel wird, ist der Botanische Garten im Stadtteil Tøyen Dein Rückzugsort. Seit 1814 wächst hier eine grüne Oase, die heute über 35 000 Pflanzen aus aller Welt beherbergt.

Ein absolutes Muss sind die historischen Gewächshäuser: das Palmenhaus von 1868 und das Victoriahaus von 1876. Beide versprühen diesen wunderbaren viktorianischen Charme.

Aber es gibt noch mehr: Zum Garten gehört auch das Naturhistorische Museum mit echten Highlights wie einem Tyrannosaurus-Skelett und „Ida“, dem 47 Millionen Jahre alten Primatenweibchen.

  • Mein Tipp: Entspann Dich nach dem Rundgang auf der Terrasse vom Café Handwerk oder mach es wie die Locals und picknicke einfach auf den Wiesen. Achte beim Spaziergang auch auf die kunstvollen Flechtwerke aus Zweigen am Wegesrand. Kleine Kunstwerke der Natur.

Garten-Highlights:

  • Das historische Palmenhaus (Palmehuset) und Victoriahaus.
  • Der lehrreiche Wikingergarten (Vikinghagen).
  • Das Naturhistorische Museum mit T-Rex-Skelett.
  • Das Victoriahaus mit den riesigen Seerosen.
  • Preis: Kostenlos.

29. Holmenkollen Skisprungschanze

Die futuristische Stahikonstruktion der Holmenkollen Skisprungschanze im Winter, davor Langläufer im Schnee
Der Holmenkollen ist wohl die berühmteste Skisprungschanze der Welt.

Der Blick in den Abgrund. Du stehst oben auf dem Turm der Holmenkollen-Skisprungschanze und fragst Dich, wie viel Wahnsinn man benötigt, um sich hier auf zwei Brettern runterzustürzen. Der Blick über den Fjord ist episch.

Schanzen-Highlights:

  • Der Panoramablick von der Schanzenspitze über ganz Oslo.
  • Der Skisimulator (nichts für schwache Nerven).
  • Das weltweit älteste Skimuseum (unten im Berg).
  • Preis: ca. 190 NOK (ca. 16 €, Stand 2026).


Urbaner Vibe: Von Hipstern, Brauereien und Wasserfällen

Vergiss den Westen der Stadt. Der wahre Charakter Oslos liegt im Osten. Hier sind die Mieten (etwas) günstiger und der Kaffee (viel) besser.

30. Grünerløkka

Ein gefülltes Bierglas und eine Flasche Løkka IPA vom Grünerløkka Brygghus vor neutralem Hintergrund.
Ein Schluck Hipster-Viertel: Das Grünerløkka Brygghus braut direkt im angesagtesten Stadtteil Oslos.

Das Viertel der Tätowierten, der Kinderwagen-Schieber und der Kaffeeliebhaber in Grünerløkka. Vintage-Shops an jeder Ecke, Sonntagsmarkt im Birkelunden-Park. Das ist der Ort, um sich einfach treiben zu lassen.


31. Mathallen Oslo

Ein Food-Tempel im Vulkan-Areal: die Mathallen Oslo. Hier bekommst Du alles: Von norwegischem Braunkäse über Rentier-Burger bis hin zu spanischen Tapas. Nicht billig, aber verdammt lecker.

Kulinarische Highlights:

  • Fischsuppe bei „Vulkanfisk“.
  • Norwegische Käsesorten bei „Ost & Sånt“.
  • Craft Beer bei „Hopyard“.

32. Wasserfall bei Mølla

Hättest Du erwartet, dass es mitten im Stadtgebiet von Oslo einen echten Wasserfall gibt? Ich auch nicht. Aber hier, wo der Fluss Akerselva den Höhenunterschied überwinden muss, bahnt sich die Natur ihren Weg.

Ich habe mich eine Weile auf die Bank gesetzt, einfach nur, um dem Rauschen des murmelnden Wassers zuzuhören und die Gischt zu spüren, bevor der Trubel der Stadt mich wiederhatte.

Direkt neben der Brücke steht ein kleines, rotes Holzhäuschen, das wie aus einem Märchen wirkt. Über 200 Jahre alt und heute das Café Hønse-Lovisas house.

  • Mein Tipp: Geh ein Stück nach oben, um den Fall von allen Seiten zu sehen. Vom Busbahnhof sind es keine zehn Minuten zu Fuß in diese andere Welt.

33. Damstredet und Telthusbakken

Instagram-Gold. Diese zwei kleinen Straßen Damstredet und Telthusbakken haben die alten, bunten Holzhäuser aus dem 18. Jahrhundert bewahrt. Ein kurzer Spaziergang, der sich anfühlt wie ein Ausflug aufs Land.


34. Sagene Viertel

Willst Du sehen, wo die Arbeiterklasse Oslos Geschichte geschrieben hat? Fahr nach Sagene. Besuch das Arbeidermuseet (Arbeitermuseum) und trink danach ein Bier in der Sagene Bryggeri. Das ist authentisches Oslo.


Der Oslofjord: Flucht auf dem Wasser

35. Oslofjord

Pärchen sitzt auf einer Bank neben einer historischen Kanone auf der Festung Akershus und blickt auf den Oslofjord und die Inseln
Schnapp Dir eine Bank neben den alten Kanonen und lass den Blick über die Inseln im Oslofjord schweifen.

Das Beste kommt zum Schluss. Der Oslofjord ist kein Museum, er ist ein Lebensgefühl.

  • Mein Tipp: Kauf Dir ein normales ÖPNV-Ticket (Zone 1). Damit kannst Du die Fähren zu den Inseln Hovedøya oder Gressholmen nutzen. Pack ein Picknick ein, setz Dich auf die Felsen und schau den Schiffen zu. Das kostet Dich fast nichts und gibt Dir das ultimative Norwegen-Feeling.

Praktische Checkliste für Deinen Trip

Wann ist die beste Reisezeit für Oslo?

Mai bis August für Licht und Leben draußen. Dezember bis Februar für gemütliche Museen und die magische „Blaue Stunde“.


Wie teuer ist Oslo wirklich?

Ja, es tut weh. Ein Bier (0,5l) kostet schnell 110–140 NOK (ca. 10–12 €). Hauptgerichte liegen oft bei 250 NOK+.

  • Spar-Tipp: Kauf Alkohol im Duty-Free am Flughafen und iss mittags statt abends groß.

Oslo Pass: Lohnt sich der Kauf?

Für diese 35 Spots? Ja.

Ein 24-Stunden-Pass kostet ca. 580 NOK. Wenn Du nur das Munch-Museum (220 NOK) und das Nationalmuseum (200 NOK) besuchst und einmal hin und zurück zum Flughafen fährst (mit dem Vy-Zug ist Zone 4N im Pass oft inkludiert oder rabattiert, in der Stadt ohnehin alles), hast Du das Geld wieder drin.


Nordische Nächte und Fjordträume: Wo Du in Oslo am besten schläfst!

Nach einem Tag voller Erkundungen im modernen Hafenviertel oder einem Spaziergang durch den Vigeland-Park möchtest Du Dich in einem gemütlichen Hotel zur Ruhe legen. Hier sind meine besten Hotelempfehlungen für Oslo.

KategorieHotelempfehlung
AußergewöhnlichThe Thief*
PremiumAmerikalinjen*
KomfortThon Hotel Rosenkrantz Oslo*
BudgetComfort Hotel Xpress Central Station*
Oslo Hotel ÜbersichtAlle Unterkünfte in Oslo*

Fazit: Oslo wird Dich verändern, wenn Du es lässt

Pack die dicke Jacke ein. Oslo ist kein Ort, den man an einem Nachmittag „erledigt“. Es ist eine Stadt der Kontraste. Zwischen dem polierten Marmor der Oper und dem rauen Charme von Sagene. Es fordert Dein Budget, aber es belohnt Dich mit Eindrücken, die bleiben.

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FAQ: Häufige Fragen zur Städtereise nach Oslo

  • Was muss man in Oslo unbedingt gesehen haben?
    Die Top 3 sind das Opernhaus (aufs Dach steigen!), das Munch Museum und der Vigeland Park. Für Geschichte-Fans unbedingt die Festung Akershus.
  • Was kann man in Oslo kostenlos machen?
    Menge! Der Vigeland Park, das Dach der Oper, der Botanische Garten, der Eintritt ins Rathaus, die Wachablösung am Schloss und Spaziergänge entlang des Hafens oder der Akerselva.
  • Wie viele Tage sollte man für Oslo einplanen?
    Mindestens 3 Tage. Einen für die Waterfront/Zentrum, einen für die Museen auf Bygdøy und einen für die urbanen Viertel wie Grünerløkka und den Holmenkollen.
  • Kann man in Oslo Polarlichter sehen?
    Möglich, aber erwarte keine Wunder. Oslo liegt oft zu weit südlich. In dunklen Winternächten am Holmenkollen oder Ekebergpark hast Du die besten Chancen, aber für die echte Show musst du nach Tromsø.
  • Benötige ich Bargeld in Norwegen?
    Nein, steck die Kronen weg. In Oslo zahlst Du selbst deinen Kaugummi am Kiosk oder das Ticket im Bus kontaktlos mit Karte. Viele Cafés sind sogar komplett „cash-free“.
  • Wie komme ich am besten vom Flughafen in die Stadt?
    Spar Dir den teuren „Flytoget“ Expresszug. Der normale Regionalzug „Vy“ fährt auf derselben Strecke, ist fast genauso schnell, kostet aber nur etwa die Hälfte (ca. 124 NOK).

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