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Ein Tag in Hildesheim! Was muss man gesehen haben?

Meine Reise führt mich dieses Mal nach Niedersachsen, wo ich mir vorgenommen habe, die 100.000 Einwohner Stadt Hildesheim näher kennenzulernen. Bis zu meinem Besuch hatte ich den wunderschönen Ort gar nicht recht auf dem Schirm, aber Hildesheim hat mich schnell mit seinem Charme und den tollen Sehenswürdigkeiten in den Bann gezogen. Ein Tag in Hildesheim: Was muss man in Hildesheim gesehen haben? Das erfährst Du natürlich sofort!

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Traumhaft schöne Kulisse: das Rathaus in der Altstadt von Hildesheim

Hildesheim in Kürze

Wenn Du durch Hildesheim spazierst und insbesondere am Marktplatz die historischen Gebäude betrachtest, ist es kaum zu glauben: fast alle Fachwerkhäuser in Hildesheim sind Rekonstruktionen. Auch die beiden herausragenden Bauwerke, der Dom und die St. Michael Kirche, sind in der heutigen Form erst zwischen 1950 und 1960 erbaut worden.

Was in den vergangenen Jahrhunderten in den Stilrichtungen der jeweiligen Epoche entstanden ist, wurde innerhalb eines Wimpernschlags zerstört. Eines der einschneidendsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte machte alles zu Schutt und Asche: der Zweite Weltkrieg. In Hildesheim war der Luftangriff vom 22. März 1945 verheerenden für die Altstadt und deren Bewohner.

Nach dem Krieg wurde die Stadt nach und nach wieder aufgebaut. Zum Glück für viele Reisende geschah dies häufig durch die Rekonstruktion der historischen Gebäude. Dadurch können wir heute diesen architektonischen Schatz, dem man das junge Baujahr nicht ansieht, bestaunen.

Lass Dich bei Deinem Tagesausflug nach Hildesheim von dieser Stadt in den Bann nehmen und genieß einige der kulinarischen Köstlichkeiten. Ich verrate Dir in diesem Artikel meine Highlights für einen Tag in Hildesheim und gebe Dir exklusive Tipps.


Was muss man in Hildesheim gesehen haben

1| Mariendom und Rosenstock

Am besten beginnt ein Tag in Hildesheim mit dem Besuch einer der ältesten Bischofskirchen Deutschlands, dem Mariendom. Seine Ursprünge gehen bis ins Jahr 872 zurück und nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Mariendom im frühromanischen Stil wiederaufgebaut.

Jetzt gilt es für mich das UNESCO-Weltkulturerbe zu entdecken. Von außen ist der Mariendom recht schlicht gehalten, aber ist dennoch mit seinen Türmen ein wunderschönes Fotomotiv.

Spannend sind vor allem auch die verschiedenen Bronzegüsse wie die Bernwardstür, benannt nach ihrem Auftraggeber, Bernward von Hildesheim, oder die Christussäule aus dem 10. und 11. Jahrhundert.

Doch es gibt noch weitere bedeutende Kunstschätze wie das bronzene Taufbecken, den riesigen mittelalterlichen Heziloleuchter oder viele verschiedene Statuen und Gemälde zu entdecken.

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Der in den Jahren 1950 bis 60 wiederaufgebaute Mariendom zählt seit 1985 zum UNESCO-Welterbe. Bei Deinem Tag in Hildesheim ein Muss see.
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Spannend ist die Innenarchitektur des Mariendoms. Der original erhaltene Heziloleuchter aus dem 11. Jahrhundert ist dabei nur ein Highlight.

Tausendjähriger Rosenstock

Vergiss auch auf keinen Fall, Dir den tausendjährigen Rosenstock am Dom anzusehen. Dieser ist das Wahrzeichen der Stadt und ein Must-see. Der Legende nach entstand er 815, als Ludwig der Fromme sein Marienreliquiar an einem Strauch vergaß und dieses sich mit dem Rosenstock verband.

Während des Zweiten Weltkriegs brannte der Rosenstock ab, doch aus den Resten erschienen neue Triebe und so blüht er bis zum heutigen Tage. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

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2| St. Michaeliskirche

Weiter geht es für mich zum nächsten Weltkulturerbe der UNESCO, der St. Michaeliskirche. Sie ist idyllisch auf einem Hügel gelegen. Der ursprüngliche Bau der Kirche geht zurück bis ins Jahr 1010 und vor allem die geometrische Formen der Kirche im vorromanischen Stil sind außergewöhnlich und interessant zugleich.

Mich zieht es direkt in das Innere der St. Michaeliskirche, denn hier befindet sich das Highlight: das Deckengemälde aus Holz.

Es stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist in seiner ursprünglichen Form erhalten. Dadurch bietet sich mir ein einmaliger Einblick in die romanische Malerei.

Doch auch die restliche St. Michaeliskirche überzeugt mit seinem mächtigen Altarraum, den markanten Engelschorschranken am Westchor oder dem Johannesaltar aus dem 16. Jahrhundert.

Die St. Michaeliskirche gehört daher auf jeden Fall auf Deine „Was muss man in Hildesheim gesehen haben?“-Liste!

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3| Historischer Marktplatz

Mein nächster Halt ist der historische Marktplatz. Bei einem Tag in Hildesheim ist dieser Platz auch der perfekte Ort, um eine kurze Pause einzulegen. Bei einem Kaffee kannst Du hier kurz in wundervollem Ambiente entspannen und dem bunten Treiben zusehen.

Das mache ich auch erst mal, bevor es gleich weitergeht. Dabei genieße ich den tollen Ausblick auf die verschiedenen Fachwerkhäuser, die den Platz umrahmen und den Rolandbrunnen, der zentral im Herzen des Platzes steht.

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Hildesheim: Stadtführer
  • Christine Lendt (Autor)

Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg

Der historische Marktplatz wird von prächtigen Häusern wie dem Rathaus, dem Tempelhaus und dem Knochenhauer-Amtshaus umrahmt.

Jedes Gebäude für sich ist bereits sehr sehenswert und der Großteil wurde nach dem Zweiten Weltkrieg originalgetreu wieder aufgebaut.

Dies macht den Platz zu einem Ort, an dem Du das typische Flair vergangener Zeiten spüren kannst, bevor es gleich weitergeht und Du noch mehr vom schönen Hildesheim entdeckst.

Was es am Hildesheimer Marktplatz zu sehen gibt

  • Knochenhaueramtshaus
  • Historisches Rathaus
  • Rolandbrunnen
  • Tempelhaus
  • Wedekindhaus
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Die Häuser am Marktplatz sind nach dem Zweiten Weltkrieg neu entstanden – insbesondere das Knochenhauser-Amtshaus

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4| Fachwerkviertel

Der historische Marktplatz ist nicht die einzige Möglichkeit, um schöne Fachwerkhäuser zu sehen. Hildesheim bietet sogar gleich ein ganzes Fachwerkviertel voll mit wundervollen Häusern an! Im Südosten der Innenstadt kann ich so ins Mittelalter eintauchen.

Hier entdecke ich viele malerische Fachwerkhäuser, romantische Gassen mit Kopfsteinpflaster und auch den einzigen noch erhaltenen Stadtturm Hildesheims.

Traumhaft und sehr sehenswert ist hier vorwiegend das Wernersche Haus mit seiner detailreichen Fassade und den vielen Bildtafeln. Allgemein bietet Dir die Straße Hinterer Brühl, die wohl schönsten Fachwerkhäuser der Stadt an.

Lass Dir aber auch nicht den Besuch des Waffenschmiedehauses in der Straße Gelber Stern entgehen, denn hier handelt es sich um das älteste Fachwerkhaus der Stadt.

Am besten bummelst Du ein wenig durch die verschiedenen Straßen des Fachwerkviertels und lass Dich vom Zauber vergangenen Zeiten in den Bann ziehen.

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5| Umgestülpter Zuckerhut

Da Hildesheim vor allem auch für die vielen Fachwerkhäuser bekannt ist, ergibt es Sinn, dass ich meine „Was muss man in Hildesheim gesehen haben?“-Liste mit einem weiteren Fachwerkhaus mit zugegebenermaßen seltsamen Namen beende: dem umgestülpten Zuckerhut.

Wenn Du das Gebäude siehst, dann wirst Du erkennen, warum es so heißt. Von unten nach oben wird die Fläche nämlich jeweils größer.

Gibt es im Erdgeschoss des Fachwerkhauses nur 17 Quadratmeter Fläche, so bietet die zweite Etage bereits 29 Quadratmeter.

Optisch erinnert dieser Bau aus dem Jahr 1510 dadurch an einen auf den Kopf gestellten Zuckerhut. Grund dafür war übrigens der Wunsch, die kleine verfügbare Baufläche maximal auszunutzen. Ich würde sagen, es ist ihnen gelungen!

Damit konnte ich einen Tag in Hildesheim gebührend beenden, bevor es für mich wieder nach Hause geht. Lass Dich inspirieren und besucht unbedingt diese kleine Stadt am Fluss Innerste.

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Kulinarische Spezialitäten in Hildesheim

Was muss man in Hildesheim gegessen haben?

Hildesheimer Pumpernickel

Der Hildesheimer Pumpernickel hat mit dem gleichnamigen Vollkornbrot nicht viel gemeinsam. Denn der Pumpernickel aus der niedersächsischen Stadt ist ein Keks, der vornehmlich zu Weihnachten verzehrt wird. Dies liegt hauptsächlich an einer Zutat: Zimt. Zudem enthält das Rezept aus dem Jahr 1733 Mandeln, Mehl, Zucker, Butter und Ei.

Das fertige Gebäck erinnert vom Geschmack her an Aachener Printen. Um 1840 soll Bäckermeister August Beste den Hildesheimer Pumpernickel erfunden haben. Heute bekommst Du ihn im Stadtcafé Beste in der Almstraße 40.

Brot von Herr von Myra Brotmanufaktur

Bei Deinem Abstecher kannst Du dann auch gleich ein Brot vom Herr von Myra Brotmanufaktur mitnehmen. Auch bei Deinem Besuch von Hildesheim an einem Tag solltest Du hier zum Frühstück oder eine Vesper einkehren. Einfach mega lecker. Besonders verlockend sind hier nicht nur die schmackhaften Backwaren, sondern auch die Lage am historischen Marktplatz von Hildesheim.

In der Brotmanufaktur darf Brot noch Brot sein. Der Leitsatz „Brot wie früher“ bedeutet Handarbeit, lange Teigruhe, das Backen im Steinofen und die Verwendung von hochwertigen Lebensmitteln – und all das schmeckt man auch.

Wo gibt es den besten Burger in Hildesheim?

Für mich eine ganz klare Antwort. Den besten Burger in Hildesheim gibt es bei den Jungs von BEEF GUYS in der Rathausstraße 10. Für mich gehören die Burger sogar zu den besten Burgern, die ich bisher gegessen habe. Gelegentlich bin ich nur wegen der Burger von der A7 abgefahren, habe mir einen Burger gekauft und ihn mit der malerischen Kulisse auf dem Hildesheimer Marktplatzes genossen.

Burgerfleisch und Buns stammen aus der Region. Die Hamburgersaucen sind hausgemacht. Neben den Standardburgern gibt es immer wieder Aktionsburger zu entdecken. Hildesheim lohnt sich also nicht nur für einen Tag, sondern auch für einen kurzen Abstecher zum Essen – wenn man gerade in der Nähe ist.


Was muss man in Hildesheim getrunken haben?

Der Trend weg von Massenbieren hin zu individuell gebrauten Hopfenspezialitäten hat auch Hildesheim eine Brauerei beschert. Die Hildesheimer Braumanufaktur gibt es seit 2014. Auch wenn Du nur an einem Tag in Hildesheim bist, kannst Du der Brauerei einen Besuch abstatten. Sie befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerks aus dem Jahr 1894.

Damit ist sie nur 15 Gehminuten vom Hildesheimer Marktplatz entfernt. Neben saisonalen Bieren produziert die kleinere Brauerei die Sorten Kellerpils, West Coast Pale Ale und Brunhilde India Brown Ale.


Wo kann man in Hildesheim gut übernachten?

In Hildesheim gibt es Unterkünfte in verschiedenen Preisklassen. Ich habe Dir hier mögliche Hotels für Deine Übernachtung in Hildesheim zusammengestellt – von teuer bis bezahlbar.

Außergewöhnlich

Komfort

Budget

Hildesheim Hotel Übersicht


Mehr Fachwerkstädte in Deutschland

Du bist großer Fachwerkfan? Du magst diese Städte mit den urigen, verwinkelten Gassen, in denen man noch kleine, individuelle Läden entdeckt? Dann habe ich hier noch einige Reiseziele, die Dich interessieren könnten.


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