Samstag, August 11

Vor kurzem war ich auf dem Reisebloggercamp. Nach Berlin und Bremen sollte es dieses Mal nach Wolfenbüttel gehen. Wolfen… was? Ja, nicht unbedingt bekannt. Aber daher auch recht charmant. Für Dich daher die Antwort auf die Frage: Was muss man in Wolfenbüttel gesehen haben?

Wolfenbüttel hat es in der heutigen Zeit sicherlich nicht so leicht, sich touristisch zwischen den beiden Großstädten Hannover, Braunschweig und Wolfsburg zu behaupten.

Diese Städte sind nicht nur im Fußball erfolgreicher, sondern haben auch durch den Status als Landeshauptstadt oder durch den Sitz der VW-Konzern-Zentrale medial deutlich mehr Aufmerksamkeit.

Aber du solltest Dir diese kleine Fachwerkstatt mal näher anschauen.

5 Orte, die man in Wolfenbüttel gesehen haben muss!

  1. Die Altstadt von Wolfenbüttel
  2. Bürgermuseum
  3. Herzog August Bibliothek
  4. Lessinghaus
  5. Schloss Wolfenbüttel

1| Die Altstadt von Wolfenbüttel

Da ist zunächst mal die wunderschöne Altstadt, die mit einer Fülle an Fachwerkhäusern aufwarten kann. Denn Wolfenbüttel wurde im Krieg – anders als die berühmten Nachbarn – wenig bis kaum bombardiert.

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Marktplatz

Daher kannst Du hier gemütlich durch die Innenstadt spazieren und Dir die schönen Häuser anschauen. Zwangsläufig kommst Du auf den Marktplatz mit dem Herzog August Denkmal. Gelassen lehnt er dort an seinem Pferd und guckt auf das Treiben seiner Untertanen.

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Kirche Beatae Mariae Virginis

Unweit vom Marktplatz entfernt steht die Beatae Mariae Virginis Kirche, die Du Dir unbedingt anschauen solltest. Diese ist von außen schon recht ansehnlich – von innen hat sie aber noch mehr zu bieten.

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Insbesondere in der Krypta. Ich schaue mir dort die reichlich verzierten Särge mal an. Die öffentlichen Kirchenführungen sind jeden zweiten Freitag im Monat um 17 Uhr und starten am Hauptportal.

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Klein Venedig

Für Italien-Liebhaber hält Wolfenbüttel auch noch etwas bereit. Nein, kein italienisches Restaurant oder einen Alfa-Romeo-Fanclub, sondern Klein Venedig. Warum?

Die Oker durchfließt Wolfenbüttel und umschließt die Innenstadt. Von einer alten Grachtenanlage aus dem 16. Jahrhundert ist nur noch ein kleiner Teil erhalten.

Hier umsäumen die Häuser das Stück Kanal direkt am Wasser. Aus hygienischen Gründen wurden die Reste der Grachtenanlage zugeschüttet und bebaut.

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2| Das Bürgermuseum

Von hier aus begebe ich mich zum Bürgermuseum. In der ehemaligen Jahnturnhalle, die als Reithalle gebaut worden ist, befinden sich zahlreiche Ausstellungsstücke, die auf moderne Weise die Stadtgeschichte und das bürgerliche Leben in Wolfenbüttel darstellen.

Reisetipp Wolfenbüttel: Unbedingt anschauen. Der Eintritt ist frei. Täglich außer montags von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

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3| Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel

In Sichtweite sehe ich die Bibliothek, in der Lessing seit 1770 Bibliothekar war. Und hier setzt mich diese sympathische Stadt erneut in Erstaunen. So eine prachtvolle und spannende Bibliothek in Wolfenbüttel?

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Das hat seinen Grund. Unter dem belesenen Büchersammler Herzog August dem Jüngeren wurde die Bibliothek zu einer der größten in Europa.

Noch heute besitzt sie auf Grund ihres umfangreichen Buchbestands aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit internationalen Rang.

Sie ist aber nicht nur Bibliothek, sondern beinhaltet auch ein Museum. Die musealen Räume der Bibliothek befinden sich in der Bibliotheca Augusta.

Eintritt für Bibliothek und Museum: 5,- Euro

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4| Das Lessinghaus

Und wenn Lessing hier gearbeitet hat, dann muss er ja auch irgendwo gewohnt haben. Nicht weit von der Bibliothek entfernt – sportlich war er wohl nicht – liegt das Lessinghaus.

Hier wohnte er ab 1777 bis zu seinem Tod 1781. Und in diesem Haus schrieb er neben anderen Werken auch sein wohl berühmtestes Werk: Nathan der Weise.

Eintritt: 5,- Euro.

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5| Schloss Wolfenbüttel

Trat Lessing nun morgens aus seinem Haus, dann sah er das prachtvolle Schloss. Spannend sind hier die zahlreichen Fenster und ihr Geheimnis. Bei näherem Betrachten wirst Du feststellen, dass die Fenster teilweise nicht echt sind, sondern bemalt.

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Zu der Zeit hatten die Regenten von Wolfenbüttel schlicht wenig Geld. Mehr Schein als Sein. Das sehe ich hier in Wolfenbüttel in der Form auch zum ersten Mal. Statt teurer Fenster einfach ein paar Holzlatten.

Im Schloss befindet sich auch das Schloss Museum Wolfenbüttel. In den Prunkgemächern wird dem heutigen Besucher die Lebenskultur der Fürsten in der Zeit des Absolutismus näher gebracht.

Eintritt: 5,- Euro. Der Eintritt ist an jedem ersten Freitag im Monat frei.

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Was kann man in Wolfenbüttel machen?

Na, dann doch so einiges. Und das ist noch nicht alles, was Wolfenbüttel zu bieten hat. Schließlich kommt von hier ja auch einer der erfolgreichsten Kräuterliköre der Welt: Der Jägermeister.

Und aus Marketingsicht hat Jägermeister echt was geleistet. Jägermeister gilt bei vielen Jugendlichen als In-Getränk, wird aber ebenso bei Treffen von Taubenzüchter- oder Dackelvereinen gerne getrunken. Aber dazu an anderer Stelle vielleicht mal mehr.

Du siehst: Wolfenbüttel lohnt sich für einen Wochenendtrip oder eine kleine Städtereise. Und wenn es Dir dann doch etwas zu klein ist, kannst Du ja immer noch einen Shopping-Ausflug nach Braunschweig, Wolfsburg oder Hannover machen, die sind ja nicht so weit weg.

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