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Historische Sehenswürdigkeit: Top 38 in Deutschland und Europa

Möchtest du gern mal die Gegenwart vergessen und in die Vergangenheit eintauchen? Kultur und Geschichte, frühere Jahrhunderte und die Welt unserer Vorfahren entdecken? Und träumen … Ja, wer die eine oder andere historische Sehenswürdigkeit besucht, gerät schon mal ins Träumen … ein Gefühl, als würdest du einen Historienfilm anschauen! Historische Stätten in Deutschland sind zahlreich, in aller Regel gut gepflegt, professionell rekonstruiert und attraktiv für Touristen aus aller Welt.

Aber frühere Jahrhunderte hatten auch ihre Schattenseiten. Wir dürfen die Zeiten der Diktaturen (NS-Zeit und DDR) nicht vergessen. Auch dafür stehen geschichtliche Sehenswürdigkeiten in Deutschland: Für das Gefühl und das Glück, dass wir heute leben – in einer Demokratie, die (trotz aller Krisen) hundert Mal besser ist als die Vergangenheit! Und dann wollen wir unseren Blick auf einige der wundervollsten historischen Sehenswürdigkeiten unserer europäischen Nachbarländer lenken. Europa wächst zusammen, und die Attraktionen, die wir hier vorstellen, sind immer einen Besuch wert.


Historische Sehenswürdigkeit: Top 28 in Deutschland

1. Schloss Nymphenburg

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Hier wurde der „Märchenkönig“ Ludwig II. von Bayern (1845 – 1886) geboren! Schon allein deshalb ist Nymphenburg für die Bayern so eine Art „Heiligtum“. Nymphenburg war von 1715 – 1918 die Sommerresidenz der Wittelsbacher, der bayrischen Königsdynastie. Es wurde immer wieder umgebaut und strahlt im Rokokostil. Der Name des Schlosses ist recht ungewöhnlich. Henriette Adelheid von Savoyen (1636 – 1676), Kurfürstin von Bayern, hat ihn erfunden. 1918 wurde das Schloss verstaatlicht. Aber die Familie Wittelsbach darf weiterhin einen Teil von Nymphenburg bewohnen.

An den fünfstöckigen Mittelbau des Schlosses schließen sich die Seitenflügel sowie zehn kleine Palais an. Nimm dir Zeit für die Museen, die in Nymphenburg angesiedelt sind. Da wäre das Marstallmuseum im ehemaligen Stall zu nennen, hier sind Kutschen, Schlitten und sogar ein präpariertes Pferd ausgestellt. Im Hauptgebäude ist eine schöne Porzellansammlung zu finden. Die Möbel, Kunstwerke und Deckengemälde im Schloss beeindrucken die Besucher besonders. Der 180 ha große Park lädt zum Spazierengehen ein. Auf dem „Mittelkanal“, einem künstlichen Wasserlauf, kannst du sogar eine Gondelfahrt buchen.


2. Dresdner Zwinger

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„Zwinger“ – was soll das bedeuten? Leben da Löwen und Bären? Nein, „Zwinger“ ist ein alter Begriff für einen Teil einer Festung, und zwar den Garten zwischen der ersten und zweiten Mauer. Der Dresdner Zwinger war ursprünglich kein Schloss, sondern ein Festgelände. Friedrich August I. („August der Starke“, 1670 – 1733) ließ das Gelände mit der so ganannten „Sempergalerie“ bebauen, an die sich Torbauten und fünf Pavillons anschließen. Damals, um 1700, wurde Dresden zu einer kulturellen Metropole und erhielt den Spitznamen „Elbflorenz“ – eine historische Sehenswürdigkeit der Extraklasse.

In der Sempergalerie ist vor allem die Gemäldeausstellung „Alte Meister“ sehenswert. Hier sind Kunstwerke von italienischen, holländischen und deutschen Künstlern ausgestellt. Der „Star“ unter den Bildern ist die Sixtinische Madonna von Raffael. Interessant sind auch die Porzellansammlung mit Meißner Porzellan und der Mathematisch-Physikalische Salon, wo uralte Fernrohre ausgestellt sind. Die Gartenanlage des Zwingers mit Teich und schönen Brunnen ist – wie könnte es anders sein – sehr gepflegt und attraktiv.


3. Schloss Neuschwanstein

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Oberhalb von Füssen im Allgäu in Bayern thront das „Märchenschloss“ des Königs Ludwigs II. von Bayern. Er ließ es ab 1869 im romantisch-historistischen Stil erbauen – so wie er sich eine mittelalterliche Ritterburg vorstellte. Das Schloss, das für ausländische Touristen wohl die berühmteste historische Sehenswürdigkeit Deutschlands sein dürfte, sieht derartig „märchenhaft“ aus, dass es schon als Kulisse für Märchenfilme diente.

Du kannst die Teile des Schlosses wie Torhaus, Palas mit Thronsaal und Sängersaal sowie den Ritterbau allein oder im Rahmen von Führungen besichtigen. Besonders eindrucksvoll ist der 45 m hohe „Viereckturm“, der über eine Aussichtsplattform verfügt. Der Blick von oben ist traumhaft. Im 2. Obergeschoss des Hauptgebäudes sind der Souvenir-Shop, ein Multimedia-Raum sowie eine Caféteria eingerichtet.


4. Burg Eltz

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Mittelalter-Romantik pur bietet die Burg Eltz aus dem 12. Jahrhundert. Diese Höhenburg an der Elz, einem Nebenfluss der Mosel, ist vollständig erhalten geblieben. Sie gehört bis heute der Adelsfamilie von und zu Eltz. Die Familie bewohnt die Burg aber nicht mehr. Burg Eltz thront über dem Dörfchen Wierschem in Rheinland-Pfalz, ist von Wäldern umgeben und kann in der warmen Jahreszeit (April bis Oktober) im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

In der Burg sind Waffen, Möbel und Kunstschätze aus vielen Jahrhunderten zu sehen. Auch Porzellan ist ausgestellt. In der „Schatzkammer“, einem Nebengebäude, sind rund 500 Kunstwerke zu sehen, z.B. Gemälde und schöne Schmuckstücke. Auch die kleine Burgkapelle mit ihren bunten Glasfenstern ist sehenswert.


5. Burg zu Burghausen

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Diese bayrische Burg (sie gehört zur Gemeinde Burghausen im Landkreis Altötting) hält einen Rekord. Es handelt sich um die „längste Burg der Welt“. Es ist eine Höhenburg über der Salzach, die durch viele An- und Umbauten schließlich eine Länge von 1.051 m erreichte. Die Anlage, erbaut ab dem 11. Jahrhundert, diente um 1500 als Residenz der Wittelsbacher und zwischen 1763 und 1891 als Garnisonsstandort für bayrische Soldaten.

Die Burg besteht aus zahlreichen Gebäuden, die um sechs Burghöfe herum angelegt sind. Ganz im Süden steht die Hauptburg, das sogenannte „Innere Schloss“ mit Palas, Bergfried und einer Schlosskapelle. In der Hauptburg ist heute das Besucherzentrum eingerichtet. Die fünf Burghöfe nach Norden zu beherbergten den Marstall, die Geschütze, einen Gefängnisturm, eine zweite Kapelle und einen Wachtturm. An der Mauer des 6. Burghofs befindet sich ein Aussichtspunkt. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgt ein Kiosk im 2. Burghof.


6. Kloster Maulbronn

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Maulbronn ist eine kleine Stadt in Baden-Württemberg (Enzkreis) mit etwa 6.600 Einwohnern. Und es besitzt ein Weltkulturerbe! Das Kloster Maulbronn wurde 1993 zum Welterbe ernannt. Es wurde als Zisterzienserabtei im 12. Jahrhundert gegründet. Als Württemberg evangelisch wurde (um 1550), lösten die Behörden das Kloster auf und richteten in den Gebäuden ein Internat ein, das noch heute existiert. Der wohl berühmteste Schüler von Maulbronn war der Schriftsteller Hermann Hesse (1877 – 1962).

Das großartigste Bauwerk des Klosterkomplexes ist die romanische Kirche, erbaut zwischen 1147 und 1178. Auch die Vorhallen der Kirche mit Bogengängen und Klosterbrunnen sind sehr schön. In einem hübschen Fachwerkhaus bei der Kirche war früher die Klosterverwaltung eingerichtet. Du kannst täglich an Führungen durch die Klosteranlage teilnehmen.


7. Burg Hohenzollern

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Schwäbischer geht es nicht! Preußischer geht es nicht! Im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg, 65 km von Stuttgart entfernt, liegt das Städtchen Bisingen (ca. 9.800 Einwohner). Auf einem Hügel über Bisingen thront die mittelalterliche Burg Hohenzollern. Von hier – aus der Mitte Schwabens – stammt die preußische Königsdynastie der Hohenzollern. Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen, ließ die im 19. Jahrhundert recht verfallene Burg restaurieren. Heute ist sie in sehr gutem Zustand und immer einen Besuch wert.

Die Befestigungsanlage mit Toren, Zugbrücken und Basteien beeindruckt die Besucher, schon bevor sie den Innenhof erreichen. Dort befinden sich ein Schloss mit zwei Flügeln und vier Türmen sowie zwei Schlosskapellen. Die Säle des Schlosses sind mit wertvollen alten Möbeln und schönen Gemälden geschmückt. Genieße auch den Ausblick vom 855 m hohen Burgberg!


8. Schloss Sanssouci

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König Friedrich II. (1712 – 1786) von Preußen, genannt „Friedrich der Große“ wollte aus Potsdam ein zweites Versailles machen. Das ist ihm gelungen! Sein Schloss Sanssouci, erbaut ab 1745, ist heute eine historische Sehenswürdigkeit ersten Ranges. Es diente 1747 – 1918 als Sommersitz der preußischen Herrscher. Friedrich II. ist in seinem Arbeitszimmer im Schloss gestorben.

Der Hauptbau mit den Seitenflügeln besitzt großartige Säle, z.B. den „Marmorsaal“, Konzertzimmer und Bibliothek. Aber auch der Park rund um das Schloss hat auf rund 300 ha Fläche viel zu bieten. Da steht z.B. eine Holländische Windmühle. Auch ein chinesischer Teepavillon beeindruckt die Besucher.


9. Berliner Mauer

Jaja, die Politiker und ihre Sprüche … „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“, erklärte Walter Ulbricht (SED) 1961, kurz vor dem Bau der Berliner Mauer. Die DDR hat sich durch die Berliner Mauer, die zwischen 1961 und 1989 bestand, vom Westen abgegrenzt, mit mehr oder weniger großem Erfolg. Und am 9.11.1989 öffnete die DDR schließlich die Grenzübergänge. Die Berliner Mauer war Geschichte.

Seit 1998 besteht die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße, zwischen Berlin-Wedding und Berlin-Mitte. Hier sind Originalteile der Mauer zu sehen. Ein Besucherzentrum informiert ausführlich über die Geschichte der Mauer. Eine Gedächtniskapelle lädt zum stillen Gedenken ein, und im Dokumentationszentrum ist eine Dauerausstellung zum Thema zu finden.


10. Bundesbankbunker Cochem

Das ist geheimnisvoll! Der Bundesbankbunker Cochem war so streng geheim gehalten, dass noch nicht mal die Polizei von Cochem darüber Bescheid wusst. Im „Kalten Krieg“ (1945 – 1991) wollte die Bundesregierung für alle Notfälle vorsorgen. Im Bundesbankbunker Cochem ließ sie in Tresoren eine „Notstandswährung“ (neue DM-Scheine) lagern – etwa 15 Milliarden insgesamt. Für Cochem am Rhein (Rheinland-Pfalz) entschieden sich die Politiker wohl deshalb, weil es weit im Westen liegt.

Seit 2016 ist das Bunkergelände ein Museum. Die gesamte Anlage ist rund 1.500 qm groß. Die „Tarnwohnhäuser“, die den Zugang zum Keller mit dem Bunker verbargen, dienen heute als Hotel. Zwischen Mai und Oktober finden regelmäßig Führungen durch die Anlage statt. Ein Pendelbus verkehrt von und nach Cochem. Die Landschaft rund um Cochem ist übrigens traumhaft!


11. Das Kehlsteinhaus

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Berchtesgaden (rund 7.700 Einwohner) liegt in Oberbayern in den Berchtesgadener Alpen. Wer würde vermuten, dass diese idyllische Gegend einmal Rückzugsort eines Diktators war? Der Kehlstein ist ein 1.881 m hoher Berg über Berchtesgaden, und er gehörte während der NS-Diktatur (1933 – 1945) zum „Führersperrgebiet Obersalzberg“. Das Kehlsteinhaus, das heute in der Sommersaison (Mai – Oktober) besichtigt werden kann, wurde 1937 – 1938 erbaut. Hitler hielt sich allerdings nicht oft dort auf. Am 4. Mai 1945 eroberten Amerikaner und Franzosen die Region – der Spuk war vorbei!

Das Kehlsteinhaus kann mit Bussen von Berchtesgaden oder auch in einer mehrstündigen Wanderung erreicht werden. Es existiert auch ein „Aufzug“, eine Liftanlage von Berchtesgaden aus nach oben. Vielleicht interessanter als das Haus selbst ist der Ausblick von oben!


12. KZ Gedenkstätte Dachau

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18 km von München entfernt liegt die Stadt Dachau (ca. 48.000 Einwohner). Hier befand sich während der gesamten Zeit des NS-Regimes (1933 – 1945) das Konzentrationslager Dachau, wo Regimegegner eingesperrt waren. Am 29. April 1945 befreite die US-Armee das Lager.

Die Gedenkstätte auf der Fläche des ehemaligen KZs kann individuell oder im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Ein Besucherzentrum informiert über die Geschichte der Diktatur. Holzbaracken, in denen Häftlinge untergebracht waren, sowie ein Wachturm und Drahtverhau sind zu sehen. In den 1960-er Jahren wurden auf dem Areal eine katholische und eine evangelische Gedenkkapelle und eine jüdische Gedenkstätte errichtet. Die orthodoxe Gedenkkapelle stammt von 1995.


13. Schloss Hohenschwangau

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König Maximilian von Bayern (1811 – 1864), der Vater des „Märchenkönigs“ Ludwig II., ließ das neugotische Schloss Hohenschwangau um 1832 gestalten. Er hatte die alte mittelalterliche Burg bei Hohenschwangau gekauft und nutzte sie als Sommerresidenz seiner Familie. Ludwig II. verbrachte hier als Kind viele Jahre. Auf einem Berg gegenüber von Hohenschwangau thront Ludwigs „Traumschloss“ Neuschwanstein.

In Hohenschwangau ist heute ein „Museum der bayrischen Könige“ eingerichtet Der Hauptbau mit drei Rundtürmen und der Torbau sind sehr beeindruckend. Die vornehmen Säle sind mit Wandmalereien geschmückt. Nach der Besichtigung lädt das Café-Restaurant im Schloss zum Verweilen ein.


14. Römerkastell Saalburg

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Nimm den Stadtbus Linie 5 von Bad Homburg im Taunus aus. So erreichst du schnell das Römerkastell Saalburg. Es war vor rund 1.800 Jahren ein Militärlager der Römer, am Limes, also an der Grenze zwischen dem damaligen Römischen Reich und Germanien gelegen. Im 3. Jahrhundert zogen sich die Römer von dort zurück. Um 1900 wurde das Areal als archäologische Museumsstätte gestaltet und ist seit 2005 UNESCO-Welterbe.

Der Museumskomplex Römerkastell Saalburg besteht aus verschiedenen Gebäuden, in denen archäologische Funde ausgestellt sind, sowie einem „Rundweg Saalburg“. Er ist 2,4 km lang, und unterwegs kommst an vielen Infotafeln und rekonstruierten Häusern und Tempeln der Römerzeit vorbei. Start und Ziel ist der Haupteingang zum Kastell. Vielleicht hast du Lust, im Museumsrestaurant „Taberna“ einzukehren oder im Museumsshop ein Andenken zu kaufen?


15. Hambacher Schloss

Dieses Schloss – eigentlich eine Schloss-Ruine – ist ein Symbol für die Geschichte der Demokratie in Deutschland. Es steht auf einem 379 m hohen Schlossberg der Haardt bei Neustadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Ursprünglich stand an der Stelle des Schlosses eine mittelalterliche Burg, die 1552 abbrannte. Das Schloss, das daraufhin hier erbaut wurde, wurde 1688 zerstört. Die Ruine bildete den romantischen Hintergrund für das „Hambacher Fest“ vom 27.05. bis 01.06.1832.

Zum Hambacher Fest trafen sich rund 25.000 Menschen, die Demokratie und Freiheit forderten. Sie hatten schwarz-rot-goldene Fahnen dabei. Das Fest kann als Vorläufer-Aktion der Revolution von 1848 gelten. Heute lieben es die Besucher, zum Schlossberg hinauf zu wandern und die Aussicht von oben auf Neustadt zu bewundern. Im Schloss ist ein Museum eingerichtet. Im Schloss-Restaurant „Burgschenke Rittersberg“ kannst du guten pfälzischen Wein probieren.


16. Dokumentationszentrum Obersalzberg

Die Region Obersalzberg oberhalb von Berchtesgaden war in der Zeit der NS-Diktatur (1933 – 1945) „Führersperrgebiet“. Hitler hatte in einem Hotel auf dem Areal schon seit 1923 mehrmals Urlaub gemacht. Nach dem Beginn der Diktatur entwickelte sich das Gebiet zu einem Urlaubsziel der führenden Politiker. Die Amerikaner waren über den Ort informiert und bombardierten den Obersalzberg mehrmals. Zu Kriegsende eroberten sie die Region.

An der Stelle, wo sich zur NS-Zeit ein Gästehaus inmitten des „Führersperrgebiets“ befand, steht heute ein modernes Gebäude, das seit 1999 als Dokumentationszentrum dient. Besucher können hier viele Informationen über die Geschichte der Diktatur und des „Sperrgebiets“ finden (Fotos, Tondokumente und vieles mehr).


17. Festung Ehrenbreitstein

Die Festung bei Koblenz ist jünger als sie aussieht! Sie wurde erst 1817 – 1828 an der Stelle einer mittelalterlichen Burg erbaut. Und die Lage dieser Festung ist einzigartig und sorgt dafür, dass sie zu den beliebtesten historischen Sehenswürdigkeiten in Deutschland gehört: Ehrenbreitstein steht auf einem Hügel am rechten Rheinufer im Oberen Mittelrheintal gegenüber dem „Deutschen Eck“, also der Mündung der Mosel in den Rhein.

Du musst übrigens nicht zu Fuß zur Festung hinaufsteigen. Seit 2011 befördert ein Aufzug die Besucher nach oben – in eine mittelalterliche Welt mit Schlosshöfen, Türmen, Mauern, Wachtürmen und einer echten alten Kanone! In der Festung befinden sich eine Jugendherberge und das Landesmuseum Koblenz. Im Museum kannst du archäologische Funde aus der Region betrachten und viel Interessantes über den Weinbau in der Region erfahren.


18. Technisches Museum U 995

Manche historischen Sehenswürdigkeiten sind „unterirdisch“! Das „U 995“ ist ein Untersee-Boot, das seit 1972 als Museumsschiff dient. Aber es liegt an Land, nicht unter Wasser, und zwar an der Kieler Förde bei Laboe in Schleswig-Holstein, gleich beim Marine-Ehrenmal Laboe. Das Marine-Ehrenmal besteht aus einem Turm mit Gedenkstätte. In dem Turm ist das Technische Museum U 995 untergebracht, hier sind Schiffsmodelle, Marine-Flaggen und Seekarten zu sehen.

Der „Star“ des Museums ist natürlich das stillgelegte U-Boot U 995. Schau mal hinein! Es ist 67,2 m lang und 6,2 m breit. Es wirkt auch geräumig. Aber als es noch auf See kreuzte, befanden sich bis zu 52 Personen darin. Ganz schön eng!


19. Freiburger Münster

Der Schweizer Historiker Jacob Burckhardt (1818 – 1897) nannte den Freiburger Münsterturm den „schönsten Turm auf Erden“. Das zitieren die Freiburger heute noch gern. Vielleicht hatte Burckhardt recht. Wer das wunderbare Münster „Unserer Lieben Frau“ in Freiburg im Breisgau betrachtet, ist fasziniert – und überzeugt, dass es sich dabei um eine historische Sehenswürdigkeit ersten Ranges handelt.

Das Münster wurde von 1200 – 1513 im romanisch-gotischen Stil aus Sandstein erbaut, und sein Turm ist 116 m hoch. Auf 70 m Höhe befindet sich die Aussichtsplattform. Auch die Innengestaltung des Münsters ist ein Gesamtkunstwerk. Der Chor ist von Kapellen umgeben, einem „Kapellenkranz“. Den Hochaltar hat der berühmte Künstler Hans Baldung Grien (1485 – 1545) gestaltet.


20. Schloss Benrath

Ob Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz (1724 – 1799) wohl geahnt hat, dass sein Bauprojekt einmal zu den geschichtlichen Sehenswürdigkeiten von Deutschland gehören würde? Er ließ ab 1755 an der Stelle eines alten Wasserschlosses in Düsseldorf das prächtige Schloss Benrath errichten – im Barock- und Rokoko-Stil, mit Hauptgebäude und „Kavaliersflügel“. Und wie es sich für Barockschlösser gehört, erstreckt sich rund um das Gebäude ein wunderbarer Park mit Schlossweiher und Wasserspielen.

Heute sind in Schloss Benrath zwei interessante Museen eingerichtet, nämlich das Naturkundemuseum, das sich mit der Tier- und Pflanzenwelt der Region befasst, sowie das „Museum für Europäische Gartenkunst“. Wenn du ganz viel „Gartenkunst“ genießen möchtest, dann schlendere nach dem Museumsbesuch noch durch den Schlosspark! Die Prunksäle des Schlosses samt Porzellan- und Uhrensammlung sind im Rahmen von Führungen zu besichtigen, und an den Wochenenden öffnet auch das Schlosscafé seine Pforten.


21. Museumsinsel Berlin

Fünf Museen, alle nur ein paar Meter von einander entfernt – so was kann wohl nur Berlin bieten! Kein Wunder, dass die Museumsinsel (auf einer echten Insel zwischen Spree und Spreekanal gelegen) seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Zur DDR-Zeit gehörte die Museumsinsel übrigens zu Ostberlin. Heute ist sie eine der großartigsten historischen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt – ein Gesamtkunstwerk.

Die fünf Museumsgebäude wurden zwischen 1830 und 1930 teils im neubarocken, teils im klassizistischen Stil erbaut. Die fünf Museen heißen: Bode-Museum, Pergamon-Museum, Neues Museum, Alte Nationalgalerie und Altes Museum. Im Bode-Museum sind vor allem italienische und byzantinische Kunstwerke ausgestellt; das Pergomonmuseum glänzt mit antiken Funden und vor allem dem namengebenden Pergamon-Altar. Im Neuen Museum sind auch archäologische Funde zu finden. Kunstfans schauen sich in der Alten Nationalgelerie Malerei des 19. Jahrhunderts an und griechische und römische Kunst im Alten Museum. Nimm dir genügend Zeit …


22. Burg Meersburg

Idyllischer geht es nicht! Die Burg Meersburg liegt auf einem 440 m hohen Hügel am Nordufer des Bodensees über dem Städtchen Meersburg (ca. 6.000 Einwohner). Von dort oben schweift der Blick weit über das „Schwäbische Meer“. Die mittelalterliche Burg gehörte bis 1802 den Fürstbischöfen von Konstanz, dann fiel sie an das Großherzogtum Baden und ist seit 1838 in Privatbesitz. Von 1841 bis 1818 lebte die berühmte Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848) auf der Burg.

Im Burgmuseum kannst du ca. 30 schön eingerichtete Wohnräume besichtigen, auch das Sterbezimmer von Annette von Droste-Hülshoff. Der „Dagobertsturm“, ein schöner Aussichtsturm, kann nur im Rahmen einer Führung bestiegen werden. Das Burgcafé lädt zum Verweilen ein.


23. Kölner Dom

Wer hätte das gedacht? Das Wahrzeichen von Köln, der imposante Kölner Dom, UNESCO-Welterbe seit 1996, war Jahrhunderte lang eine Baustelle! Das 120 m lange Kirchenschiff wurde 1240 – 1528 im gotischen Stil erbaut, auch die Seitenkapellen und die riesige Westfassade wurden damals vollendet. Aber die Türme blieben lange nur in Planung. Endlich, zwischen 1842 und 1880, erhielt der Dom seine wunderbaren Türme.

Den Südturm kannst du besteigen. Es lohnt sich, die 533 Stufen zur Aussichtsplattform zu überwinden. Das Innere des Gotteshauses schmückt sich mit prächtigen Altären und Wandmalereien. Besonders sehenswert ist der goldene „Dreikönigsschrein“. Er enthält der Legende nach die Reliquien von Kaspar, Melchior und Balthasar. Deshalb ist der 6. Januar, der Dreikönigstag, für die Kölner auch ein ganz wichtiges Fest.


24. Brandenburger Tor

Dies ist das Wahrzeichen Berlins, der deutschen Wiedervereinigung und ganz Deutschlands. Somit gehört das Brandenburger Tor, das einzige von 18 Berliner Stadttoren, das erhalten geblieben ist, zu den wichtigsten historischen Stätten in Deutschland. Das Tor wurde 1789 – 1793 im frühklassizistischen Stil erbaut und befand sich zur DDR-Zeit auf dem Territorium von Ostberlin. Als im Herbst 1989 nach der Maueröffnung alle Berliner ungehindert durch das Tor gehen konnten, war die Freude unbeschreiblich.

Das Tor mit seinen Säulen wirkt wie ein Denkmal der griechischen Antike. Es ist 20 m hoch und 62,5 m breit. Oben thront die berühmte „Quadriga“, eine Kutsche, gezogen von vier Pferden, auf der die griechische Siegesgöttin Viktoria fährt. Sehr fotogen sind auch die Reliefs an den Durchgängen des Tors.


25. Walhalla

Nicht nur die Berliner, auch die Bayern können „antik“! Wie das Brandenburger Tor in Berlin an ein griechisches Stadttor errinnert, so erscheint die Walhalla bei Regensburg schon von weitem wie ein griechischer Tempel (etwa die Akropolis). Sie wurde auf Anweisung des bayrischen Königs Ludwig I. (1786 – 1868) im griechisch-römischen Stil erbaut und 1842 eröffnet.

Obwohl die prunkvolle Halle so „griechisch“ wirkt, entstammt ihr Name der nordischen Mythologie. „Walhalla“ bedeutet „Wohnung der Gefallenen“. Es handelt sich – dem Wunsch des Königs entsprechend – um ein Ehrenmal für verdiente Menschen (nicht nur Deutsche!). In der Walhalla kannst du Büsten von wichtigen Persönlichkeiten betrachten, z.B. von Goethe, Schiller, Konrad Adenauer, Max Planck, Sophie Scholl.


26. Frankfurter Römer

Diese historische Sehenswürdigkeit ist nicht nur Wahrzeichen von Frankfurt am Main, es ist auch ein Symbol für bürgerliche Selbstbestimmung und damit für die Demokratie. „Der Römer“, wie das Gebäudeensemble im Frankfurts Stadtzentrum – am Römerberg – kurz genannt wird, dient seit 1405 ununterbrochen als Rathaus – das ist ein Rekord! Wieso das Rathaus überhaupt „Römer“ heißt, ist nicht bekannt. Eine Vermutung geht dahin, dass ein früherer Besitzer des Gebäudeensembles Handel mit Rom trieb.

Der Römer besteht aus drei aneinander gebauten gotischen Bürgerhäusern mit gepflegten Fassaden. Der große Versammlungssaal im Rathaus, der Kaisersaal, kann besichtigt werden, wenn keine Veranstaltungen darin stattfinden. Er ist sehenswert, mit vielen Kunstwerken geschmückt.


27. Schloss Drachenburg

Ein Ausläufer des Siebengebirges bei Königswinter in Nordrhein-Westfalen heißt „Drachenfels“. Der ungefähr 200 m hohe Berg liegt wie das Städtchen Königswinter am Rheinufer gegenüber Bonn. Als Bonn noch Bundeshauptstadt war, haben zahlreiche illustre Gäste das imposante Schloss Drachenburg auf dem Drachenfels besucht.

Das Schloss wurde 1882 – 1884 im Stil des Historismus erbaut – es wirkt viel älter, als es ist, und es bildet heute ein wunderbares Beispiel für Bauten der „Rheinromantik“. Du musst von Königswinter nicht unbedingt zu Fuß hinaufsteigen. Wenn du möchtest, fährst du einfach mit der Zahnradbahn, der „Drachenfelsbahn“. Sehenswert ist das „Museum für die Geschichte des Naturschutzes“ in der Vorburg. Im Schlossgebäude sind prachtvolle Säle, Kunstwerke und herrliche Glasfenster zu sehen. Der Schlosspark ist rund 10 ha groß.


28. Museumsufer Frankfurt am Main

Die Idee kam in den 1970-er Jahren auf: Die Frankfurter wollten verschiedene Museen an einer Stelle ansiedeln. In den 1980-er Jahren konnten in der Stadtmitte am Main sowohl alte Museumsgebäude restauriert als auch neue errichtet werden. Sowohl am nördlichen als auch am südlichen Mainufer sind in der Brückenstraße und in der Schweizer Straße insgsamt 38 Museen zu finden. Da fällt die Wahl schwer. Vielleicht bleibst du einen oder zwei Tage länger als geplant in Frankfurt …

Aus der großen Zahl seien einige besonders interessante Museen genannt: Da wäre z.B. das Deutsche Filmmuseum, ein Muss für Kino-Fans. Kunstfreunde gehen in das Ikonenmuseum oder in den Städel, wo 3.100 Bilder aus allen Epochen vom Mittelalter bis zur Gegenwart zu sehen sind. Und im Archäologischen Museum kannst du der Geschichte von Frankfurt am Main nachspüren.

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Historische Sehenswürdigkeit: Top 10 in Europa

1. Kolosseum

In Rom herrscht bekanntlich ein warmes Klima, das gute Voraussetzungen für Open-Air-Veranstaltungen bietet. Das haben schon die alten Römer so gesehen. Und deshalb bauten sie ein riesiges Amphitheater, also ein offenes Theater mit ovaler Arena, das Kolosseum. Um die Arena herum sind die Zuschauerränge angeordnet. Das Kolosseum wurde von 72 – 80 n. Chr. errichtet und ist heute eines der großen Wahrzeichen Roms. Bis ins 6. nachchristliche Jahrhundert hinein nutzten die Römer das Theater als Schauplatz von Gladiatoren- und Tierkämpfen. Es konnte sogar ein Stück weit unter Wasser gesetzt werden – für Seeschlachten. Wahrscheinlich wurden – im damals noch heidnischen Rom – christliche Märtyrer im Kolosseum getötet. Ab dem 6. Jahrhundert begann es zu verfallen.

Im 18. Jahrhundert ließ der Papst einen Kreuzweg und eine Kapelle für die Märtyrer im Kolosseum errichten. Ab dem 19. Jahrhundert wurde es archäologisch erforscht. Wer heute das Kolosseum betritt, blickt staunend über die riesige Arena (54 m x 86 m) hinweg und hinauf zu den Zuschauerrängen mit ihren Arkaden. 80 Eingänge besaß das Kolosseum, als es noch in Betrieb war! Aber eigentlich ist es – bei aller Bewunderung für diese historische Sehenswürdigkeit – den modernen Menschen doch lieber, dass hier keine Tierkämpfe mehr stattfinden …


2. Big Ben

Der lustige Name „Big Ben“ bedeutet „Großer Benjamin“. Der Glockenturm Big Ben ist ein Wahrzeichen Londons, und du kannst ihn nicht nur sehen, sondern auch hören. Vier Mal pro Stunde, jeweils zur vollen Viertelstunde, erklingt vom Big Ben der berühmte „Westminster-Glockenschlag“. Fünf Glocken, die schwerste davon wiegt 13,5 Tonnen, bilden das Geläut des 93,6 m hohen Turms. Der Big Ben ist der Uhrturm des Westminster Palace, des Sitzes des britischen Parlaments. Das Bauwerk mit Turm wurde 1840 – 1870 im neugotischen Stil errichtet, und es ist als Parlamentsgebäude eine der historischen Stätten Europas, die der Demokratie gewidmet sind.

Der Big Ben hat eine quadratische Form, und in jede der vier Himmelsrichtungen blickt weithin sichtbar eine Uhr mit einem Durchmesser von 7 Metern. So wissen die Londoner immer, was die Stunde geschlagen hat! Tagaus tagein sind vier Mechaniker „rund um die Uhr“ im Einsatz, um das Uhrwerk des Big Ben am Laufen zu halten.


3. Eiffelturm

Es wäre zu bescheiden, den Eiffelturm als „Wahrzeichen von Paris“ zu bezeichnen. Dieses Monument der modernen Architektur ist mehr: Wahrzeichen Frankreichs, Europas, ja, der Moderne! Der Turm, der in der Innenstadt von Paris auf dem Marsfeld („Champ de Mars“) steht, wurde nach seinem Erfinder, dem Ingenieur Gustave Eiffel (1832 – 1923) benannt. Eiffel entwarf den Turm zur Weltausstellung, die 1889 in Paris stattfand, aber auch als Erinnerungsmonument an die Französische Revolution von 1789. Heute ist der Eiffelturm Touristenattraktion, dient aber auch als Fernsehturm.

Der Besuch kostet Eintritt. Du kannst mit Fahrstühlen hinauffahren oder auch die Treppen benutzen. In der ersten Etage – über dem großen Bogen auf 58 m Höhe – sind zwei Restaurants und ein Kino zu finden. In der zweiten Etage (auf 115 m) stehen dir ein Restaurant und ein Schnellimbiss zur Wahl sowie ein Souvenirladen. Die Aussichtsplattform ist in der 3. Etage auf 276 m Höhe. Gönne dir in der Champagnerbar dort oben ruhig einen guten Tropfen!


4. Petersplatz

Wenn der Papst eine Ansprache halten oder den Segen „urbi et orbi“ („der Stadt und dem Erdkreis“) sprechen möchte, dann können das bis zu 60.000 Menschen live an Ort und Stelle erleben. So viele Leute passen auf den Petersplatz! Der Platz – auf Italienisch „Piazza San Pietro“ – gehört zusammen mit dem Petersdom, an den er grenzt – zum Territorium des Vatikanstaates. Die Kolonnaden rund um den 35.300 qm großen Platz bilden die Staatsgrenze zwischen dem Vatikan und Italien.

Es macht Spaß, über den Platz zu schlendern und die Kunstwerke anzuschauen, die ihn schmücken: In der Mitte des Platzes erhebt sich unübersehbar ein 25 m hoher Obelisk, der aus Ägypten stammt und 1586 hier in Rom aufgestellt wurde. 140 Statuen von Heiligen stehen bei den Kolonnaden, und auch die beiden Brunnen auf dem Petersplatz sind sehr fotogen. Ein Gedenkstein erinnert an das Attentat auf Papst Johannes Paul II. vom 13.05.1981. So mancher Besucher kann sich noch daran erinnern. Vielleicht schaust du nach deinem Rundgang über den Petersplatz noch in den Petersdom hinein? Er ist wie der Petersplatz eine historische Sehenswürdigkeit ersten Ranges.


5. Kunsthistorisches Museum Wien

Dieses Museum ist schon von außen gesehen eine historische Sehenswürdigkeit – und wer dann durch die verschiedenen Galerien dieses wunderbaren Museums bummelt, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus! Das ehrwürdige Bauwerk, in dem das Kunsthistorische Museum Wien residiert, ist ein „Zwilling“. Gleich gegenüber steht ein ähnliches Gebäude, die Heimat des Naturhistorischen Museums. Die Gebäude befinden sich am Burgring in der Innenstadt von Wien und wurden ab 1871 erbaut. Das Kunsthistorische Museum öffnete 1891 seine Pforten für die Besucher.

Kunstfreunde besuchen besonders gern die Gemäldegalerie des Museums. Original-Bilder von Dürer, Raffael und Tizian versprechen einen Kunstgenuss erster Güte. Auch die niederländische Kunst ist stark vertreten, mit Werken von van Eyck, Rubens, Bruegel dem Älteren. In der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung des Museums kannst du u.a. Mumien betrachten. Und dann wären da noch das Münzkabinett, die Antikensammlung mit Statuen aus der griechischen und römischen Antike sowie die Kunstkammer Wien, die Meisterwerke der Goldschmiedekunst bereithält.


6. Stonehenge

Nicht alle geschichtlichen Sehenswürdigkeiten von Europa können exakt datiert werden. Wie alt sind die Wälle und Steinformationen von Stonehenge? Die Wissenschaftler vermuten, dass diese geheimnisvollen Steinbauten aus dem Neolithikum, der Jungsteinzeit (9.500 – 1.800 v. Chr.) stammen. Und warum sind sie genau dort zu finden? Im Südwesten von England, in der Grafschaft Wiltshire, bei der Stadt Amesbury? Das weiß niemand. Besucher können nur staunend das Areal durchqueren und sich ihre eigenen Gedanken dazu machen.

Die Steinformationen (teilweise in Hufeisenform, teilweise rund angeordnet) dienten möglicherweise als Opferstätten. Viel Interessantes zu dem Areal von Stonehenge kannst du im Besucherzentrum erfahren, das auch eine Ausstellung zum Thema „Steinzeit“ bietet – und natürlich auch einen Souvenirshop. Hinter dem Besucherzentrum findest du einige nachgebaute Steinzeithäuser, die einen lebendigen Eindruck davon vermitteln, wie die „Familie Feuerstein“ gelebt hat. Übrigens bietet die Stadt Amesbury einen Shuttleservice nach Stonehenge an. Du kannst die zweieinhalb Kilometer von der Stadt zur Sehenswürdigkeit aber auch gut als schöne kleine Wanderung einplanen.


7. Alhambra

In Spanien regierten von 711 bis 1492 Araber, die damals in Europa „Mauren“ genannt wurden. Das sicherlich schönste Relikt aus der „maurischen“ Zeit dürfte die Alhambra sein, die Stadtburg von Granada in Andalusien, ganz im Süden Spaniens. Die Araber nannten Andalusien „Al-Andalus“ und errichteten ihren Herrschersitz Alhambra auf dem Sabikah-Hügel über Granada, an der Stelle einer mittelalterlichen Burg. 1492, als die Spanier ihr Land im Zug der „Reconquista“ (Rückeroberung) wieder in Besitz nahmen, gaben die Araber die Alhambra auf. Sie ist heute eine wunderbare historische Sehenswürdigkeit.

Innerhalb der sehr gut erhaltenen Festungsmauern befinden sich verschiedene schöne Bauwerke. Besonders interessant sind die „Paläste der Nasriden“, wo sich der Regierungssitz der Araber befand. Heute sind dort zwei Museen eingerichtet, nämlich das Museum der schönen Künste und das Museum der Alhambra. Es macht auch Spaß, die Palastgärten mit ihren Brunnenanlagen und Wasserspielen zu bewundern. Innerhalb der Mauern der Alhambra findest du auch eine Kirche, ein Kloster und ein Hotel.


8. Belfort Brügge

„Belfort“ ist ein niederländisches Wort für „Belfried“, also für einen Glockenturm. Die kunstreich erbauten, hohen Glockentürme sind typisch für den flämischen Baustil im Spätmittelalter. In Belgien und im Norden Frankreiches sind verschiedene Belforts zu finden. Der prächtigste dürfte der Belfried von Brügge in Belgien sein. Er wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist 83 m hoch. Die Bürger von Brügge waren damals durch Seehandel reich geworden. (Der Fluss Reie, an dem Brügge liegt, mündet in die Nordsee.) Der Belfort ist somit ein Symbol für den Stolz und den Reichtum der Bürger von Brügge.

Der Turm steht am Marktplatz, dem „Grote Markt“, und besitzt 47 Glocken, die drei Mal in der Woche (mittwochs, samstags und sonntags um 11.00 Uhr) ertönen. Es lohnt sich, die 366 Stufen bis zur Aussichtsplattform des Turms hinaufzusteigen. Da kommst du auch am Glockenspiel vorbei. Und die Aussicht von oben über Brügge und bis auf das Meer hinaus ist großartig!


9. Tower Bridge

Vielleicht hast du mal das Glück, mit einem Kreuzfahrtschiff nach London zu kommen. Wenn dieses Schiff dann durch die Themse steuert, dann wird die Tower Bridge aufgeklappt, bis das Schiff hindurchgefahren ist – immer wieder ein wunderbares, interessantes Schauspiel! Dieses technische Wunderwerk, die klappbare Tower Bridge über die Themse, wurde 1894 eröffnet. Sie ist im neugotischen Stil erbaut und verbindet den Stadtteil Tower Hamlets um den Tower im Norden mit dem Stadtteil Southwork im Süden. Die Hauptstraße A 100 für Autos und Fahrräder sowie ein Fußgängerweg führen über die Brücke.

Und das ist der Clou: Aufgeklappt für den Schiffsverkehr, der grundsätzlich Vorrang hat, wird immer nur die Straßenbrücke, die auf 9 m Höhe über die Themse führt. Die Fußgängerbrücke – ganz oben auf 43 m Höhe – bleibt an Ort und Stelle. Die beiden Brückentürme sind 65 m hoch. In einem der Türme ist ein Brückenmuseum mit Brückenmodellen und Informationen zur Geschichte der Tower Bridge eingerichtet.


10. Prager Burg

Nur wenige historische Sehenswürdigkeiten in Europa können auf eine so lange Geschichte zurückblicken wie der Hradschin, die „Burgstadt“ von Prag. Der Hradschin ist ein Berg und ein Stadtteil von Prag. Er erhebt sich über der Moldau. Ab dem 9. Jahrhundert stand auf dem Hradschin eine Höhenburg. Die Gebäude, die du heute in der Prager Burgstadt sehen kannst, stammen teilweise noch aus dem Mittelalter, einige Bauwerke sind später Barockstil errichtet worden. Interessant: Der Hradschin ist der Sitz des Präsidenten der Tschechischen Republik und daher immer ganz gut bewacht.

Auf dem Burgberg sind einige Bauwerke ganz besonders sehenswert: Erwähnt seien der so genannte „schwarze Turm“ aus dem 12. Jahrhundert und der „weiße Turm“. Im Palais Sternberg finden Kunstausstellungen statt, und Literaturfreunde bummeln gern durch das „Goldene Gässchen“, die Goldmachergasse mit ihren bunt angestrichenen Häusern. In einem der Häuser, nämlich dem Haus Nr. 22, lebte der große Schriftsteller Franz Kafka von 1916 bis 1917. Heute prägen Cafés und Souvenirshops das Gässchen. Das größte und schönste Bauwerk auf dem Hradschin ist der Veitsdom, eine gotische Kathedrale mit einem 99 m hohen Turm. Der Veitsdom ist sehr prunkvoll ausgestattet und besitzt wunderschöne Glasfenster.


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