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Stollen bei Walim im “Komplex Riese”

Stollen Walim: ein Stollen unter der Erde lässt Raum für eine Legende. Das unterirdische Stollenlabyrinth war im Zweiten Weltkrieg vermutlich als Ersatz des Führerhauptquartiers geplant. Die Ausmaße sind gigantisch.

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Lage von Stollen Walim

Der Stollen Walim – auf Polnisch Sztolnie Walimskie genannt – steht für ein Labyrinth aus mehreren Stollen, die sich auf einer Länge von rund 20 Kilometern hinziehen. Davon sind 30 Prozent zu begehen.

Heute gibt es noch zwei Zugänge zu dem unterirdischen Stollen. Auf der Straße nach Rzeczka bei Walim befindet sich ein Zugang.

Einen weiteren gibt es etwas unterhalb des Osówka, dieser ist interessanter für Besucher. Das Projekt Riese liegt im Gebirgsmassiv in der Nähe der Säuferhöhen nahe Wolfsberg im Eulengebirge.

Der Stollen Walim gehört zu den heute noch nutzbaren Eingängen. Das Kammersystem ist zum Teil ausgebaut und zu begehen.

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Geschichte des Stollens in Wüstewaltersdorf

Der Bau des Stollens begann mit dem Projekt „Riese“ Mitte des Jahres 1943 in der Nähe des Ortes Walim. Walim – auf Deutsch Wüstewaltersdorf – sollte eine unterirdische Stadt werden. Schon im Jahr 1938 hatte man das Gebiet weiträumig gesperrt.

In der Zeit von 1943 bis Mitte 1944 wurden rund 257.000 Tonnen an Stahlbeton verbaut. Am Ende sollten 58 Kilometer Straßen, über 100 Kilometer Rohrleitungen und 100 Kubikmeter Stollen gebaut werden. Zeitweise waren dazu über 20.000 Kriegsgefangene im Einsatz.

An insgesamt sieben Stellen wurde das Geflecht aus mehreren Stollen in die Berge von Wlodarz und Osówka eingehauen. Bis heute ist nicht bekannt, welche Funktion dieser Stadt zugedacht war.

Man geht davon aus, dass es sich um eine verborgene Rüstungsfabrik handelte, in der eine der neuen Waffen hergestellt werden sollte, die in den späten Kriegsdaten benötigt wurden.

Auch ein zusätzliches Hauptquartier konnte hier aufgebaut werden. Dafür sprach die Tatsache, dass von dem in der Nähe gelegenen Schloss Fürstenstein ein unterirdischer Tunnel bis zu den Stollen gebaut werden sollte.

Glaubt man Gerüchten, konnte dieses Quartier als Ergänzung der berühmten Wolfsschanze angesehen werden. Die Bauarbeiten in dem unterirdischen Stollensystem wurden in den letzten Kriegstagen beendet. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden von hier aus diverse Feldzüge im Osten vorbereitet.

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