Polen Rundreise: 16 Reiseziele in Niederschlesien

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Eine Polen Rundreise lohnt sich immer. Besonders zu empfehlen ist eine Niederschlesien Rundreise mit eigenem Auto. So bietet der eigene Wagen Vorteile wie zum Beispiel große Unabhängigkeit. In diesem Artikel zeige ich Dir meine Top Niederschlesien Sehenswürdigkeiten.

Zu den besonderen Polen Rundreise Tipps zählt eine Rundreise durch Niederschlesien. Niederschlesien ist der Nordwestbereich von Schlesien und bietet seinen Besuchern viele schöne und interessante Sehenswürdigkeiten wie unter anderem die Stadt Breslau.

Weiterhin gibt es Schlösser, Burgen, Kirchen, Klöster, Museen und bezaubernde Landschaftssehenswürdigkeiten zu bewundern.

Die Niederschlesien Rundreise mit dem eigenen Auto beginnt in Deutschland und führt in einem Zeitraum von sechs Tagen über mehrere Etappenziele bis hin nach Breslau mit seinen unvergesslichen Sehenswürdigkeiten. Eine Polen Rundreise ist also unbedingt zu empfehlen und bietet viele schöne Augenblicke, die in Erinnerung bleiben.


Top 16 Niederschlesien Sehenswürdigkeiten

1| Friedenskirche „Zum Heiligen Geist“ in Jawor

Von Deutschland aus geht die Polen Rundreise los. Die erste Zwischenstation ist Jawor (Jauer) in Schweidnitz. Dort gibt es die evangelische Friedenskirche „Zum Heiligen Geist“ zu bewundern. Sie zählt zu den wichtigsten sakralen Bauten Schlesiens und entstand zwischen 1654 und 1655. Es lohnt sich, einen Blick ins Innere der Friedenskirche zu werfen. Dort befinden sich die meisten Malereien mit zahlreichen Motiven aus dem Alten und Neuen Testament.

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2| Schloss Fürstenstein und das Palmenhaus

Weiter geht die Rundreise durch Niederschlesien zum Schloss Fürstenstein auf dem Fürstenberg im Waldenburger Bergland. Das Schloss, das wie das Motiv eines Gemäldes wirkt, lässt sich nur von Osten aus erreichen. Errichtet wurde das imposante Bauwerk im 13. Jahrhundert auf Geheiß von Herzog Bolko I. von Schweidnitz.

Im Laufe der Jahrhunderte erlebte Schloss Fürstenstein eine wechselvolle Geschichte. Das Schloss birgt zudem unterschiedliche Bau- und Architekturstile in sich, wie vor allem aus der Renaissance und dem Barock. So wandelte sich die Wehrburg zu einem prächtigen Schloss.

Das Schloss Fürstenstein sollte auf keiner Polen Rundreise fehlen. Im Schwarzen Hof können unterschiedliche Baustile bewundert werden. Von dort aus ist zudem der Schlossturm zu sehen. Im Inneren des Schlosses sind der Rittersaal, die Jagddiele, der Grüne Salon sowie Maximilians Halle einen Blick wert.

Ebenso zu empfehlen ist ein Rundgang durch die Außenanlagen des Schlosses. Die bezaubernden Schlossgärten sind terrassenförmig angelegt. Rund 3 Kilometer von Schloss Fürstenstein entfernt lädt sein Palmenhaus zu einem Besuch ein. Es stammt aus dem 20. Jahrhundert und beherbergt viele einheimische, aber auch exotische Pflanzen.

Mehr erfahrt ihr in meinem ArtikelSchloss Fürstenstein – Perle in Niederschlesien

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3| Schweidnitz

Am nächsten Tag geht die Rundreise durch Polen weiter vom Schloss Fürstenstein über Schweidnitz (Swidnica) in Richtung Waldenburg. Einst zählte Schweidnitz zu den bedeutendsten schlesischen Städten. Zu den Besonderheiten der Gemeinde gehört die malerische Altstadt mit ihren barocken Bürgerhäusern und gotischen Kirchen.

Das wohl prächtigste Gebäude der Stadt ist die evangelische Friedenskirche „Zur Heiligen Dreifaltigkeit“. Sie stellt die größte Fachwerkkirche von Europa dar und zählt seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Kirche ist prachtvoll im Barockstil ausgestattet. Ihre Emporen sind reichhaltig geschmückt und bemalt. Einen Blick wert sind zudem Altar, Kanzel, Taufbecken sowie die Hochberg-Loge von 1698.

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4| Waldenburg

Nächste Etappe an diesem Tag ist die Großstadt Waldenburg (Walbrzych) im Waldenburger Bergland. Sie befindet sich auf dem Waldweg der Piasten-Burgen rund 65 Kilometer von Breslau entfernt.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt u. a. die Alte Mine (Stara Kopalnia). Heute befindet sich in dem früheren Steinkohlebergwerk „Julia“ ein modernes Museum mit Ausstellungen über den Bergbau und die Industrie in Waldenburg. Als Wahrzeichen der Stadt gilt das Rathaus. Es entstand 1856/57 im neogotischen Stil und weist eine gewisse Ähnlichkeit mit einer romantischen Burg auf.

Weitere Attraktionen, die auf keiner Polen Rundreise fehlen sollten, sind der Waldenburger Ring mit seinem alten Marktplatz sowie dem Zentrum der Altstadt mit seinen bewundernswerten historischen Gebäuden. Einen Abstecher wert ist auch die katholische Schutzengelkirche, die zwischen 1898 und 1904 im neogotischen Stil errichtet wurde.

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5| Kloster Grüssau

Von Waldenburg aus sind mit dem Auto noch einige andere attraktive Sehenswürdigkeiten der Polen Rundreise zu erreichen. Dazu gehört insbesondere das Kloster Grüssau. Es zählt zu den schönsten Bauwerken Niederschlesiens und ist eines der beliebtesten Ausflugsziele. Das barocke Zisternierkloster wurde vor mehr als 700 Jahren erbaut und befindet sich landschaftlich reizvoll im östlichen Riesengebirge.

Unbedingt zu bewundern sind die drei Klostergebäude St. Josephskirche von 1669 mit ihren wundervollen Freskenmalereien, die prächtige Abteikirche Mariä Himmelfahrt sowie das Hauptgebäude, das sich im gleichen Komplex befindet.

Mehr dazu in meinem ArtikelKloster Grüssau: ein barockes Kunstwerk im östlichen Riesengebirge

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6| Schneekoppe

Zu den Polen Rundreise Tipps gehört die 1603 Meter hohe Schneekoppe. Sie bildet die größte Erhebung des Riesengebirges. Über den Berggipfel verläuft die Grenze zwischen Polen und Tschechien. Auf der polnischen Seite befindet sich die 14 Meter hohe St. Laurentius Kapelle, die das älteste Gebäude auf der Schneekoppe bildet. Die Gegend eignet sich ausgezeichnet für Wanderungen. Über das Schlesierhaus lässt sich auch der Gipfel erreichen. Von dort aus bietet sich ein fantastischer Ausblick auf die Umgebung.

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7| Stabkirche Wang

In Karpacz (Krummhügel) liegt die ungewöhnliche Stabkirche Wang, die an eine norwegische Stabkirche erinnert. Tatsächlich entstand sie auch im 12. Jahrhundert im norwegischen Ort Vang. Im Jahr 1841 wurde die Kirche auf Anweisung von Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. im damaligen Brückenberg (Karpacz Gorny) errichtet.

Mehr dazu in meinem ArtikelStabkirche Wang – eine ungewöhnliche Kirche in Niederschlesien

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8| Komplex „Riese“ – Stollen bei Walim

Auf dem Weg von Waldenburg nach Altheide-Bad lässt es sich auf der Niederschlesien Rundreise gut Zwischenstation im Stollen bei Walim (Wüstewaltersdorf) im Komplex „Riese“ machen, der nur 12 Kilometer südöstlich von Waldenburg entfernt liegt. Während des Zweiten Weltkrieges trugen mehrere Stollensysteme die Bezeichnung „Projekt Riese“. Das unterirdisch angelegte Stollenlabyrinth soll als Ersatz für das Führerhauptquartier geplant worden sein.

Rund 30 Prozent der Stollen lassen sich noch heute begehen. Es sind noch zwei Zugänge vorhanden.

Mehr dazu in meinem Artikel Stollen bei Walim im “Komplex Riese”

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9| Altheide-Bad

Nächste Etappe der Polen Rundreise ist Altheide-Bad (Polanica-Zdroj). Der Kurort wird auch Bad Altheide genannt und ist im Kreis Glatz am südlichen Hang des Heuscheuergebirges angesiedelt. Der Ort liegt windgeschützt in einer waldreichen Region und punktet mit seinem gesunden milden Klima.

Seit dem 19. Jahrhundert ist Altheide-Bad für die Heilwirkung seiner fünf Mineralquellen bekannt. So gehören Trinkkuren und Bäder zum Angebot des Kurortes, mit denen sich unterschiedliche Krankheiten behandeln lassen. Weiterhin gibt es mehrere Kurbehandlungen wie etwa Moorpackungen, Massagen, Inhalationen oder wassergymnastische Übungen.

Es sind auch einige Sehenswürdigkeiten vorhanden wie die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt aus dem Jahr 1910, das frühere Jesuiten-Schlösschen, die Pestkapelle von 1680 sowie der wunderschöne Kurpark.

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10| Wallfahrtskirche Albendorf

Zur Niederschlesien Rundreise gehören zudem einige Abstecher von Altheide-Bad aus zu einigen Sehenswürdigkeiten wie die Wallfahrtskirche Albendorf. Das Gotteshaus zählt zu den Polen Rundreise Tipps. Die Kirche liegt in dem niederschlesischen Wallfahrtsort Wambierzyce im Nordostabschnitt des Heuscheuergebirges. Jedes Jahr pilgern Gläubige und Reisende in den bezaubernden Ort, der auch „Jerusalem von Polen“ genannt wird, um die Wallfahrtskirche in Augenschein zu nehmen.

Der Bau der Kirche erstreckte sich von 1695 bis 1710. Bis in die Gegenwart trägt sie den Beinamen „Schlesisches Jerusalem“. Größte Attraktion der Wallfahrtskirche ist die 28 Meter hohe Statur „Maria Muttergottes“.

Mehr dazu in meinem Artikel Wallfahrtskirche Albendorf – das polnische Jerusalem

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11| Schädelkapelle in Czermna

Ebenfalls Teil der Rundreise durch Niederschlesien ist die Schädelkapelle in Czermna (Tscherbeney) im Glatzer Land. Da die Kapelle meist gut besucht ist, muss dort mit Wartezeiten gerechnet werden. Für Gäste mit eisernen Nerven lohnt sich der Besuch durchaus. So finden sich dort an den Wänden zahllose gebleichte Schädel und Knochen, die für eine gruselige Atmosphäre sorgen.

Mehr dazu in meinem ArtikelDie Schädelkapelle in Czermna – echt gruselig!

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12| Papiermuseum in Bad Reinerz (Duszniki-Zdroj)

Wer sich für die Herstellung von Papier interessiert, ist im Papiermuseum in Bad Reinerz (Duszniki-Zdroj) an der richtigen Adresse. Es ist in einer früheren Papiermühle aus dem 16. Jahrhundert untergebracht. Das Museum bildet eine wichtige Stelle zur Geschichte der Papierherstellung und präsentiert lehrreiche Ausstellungen. Dazu gehören u. a. Dauerausstellungen über die Historie der Druckerei, die Entwicklung von Techniken zur Herstellung von Papier sowie eine Ausstellung von originalen Papierherstellungsanlagen.

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13| Bärenhöhle bei Klessengrund

Im Dorf Klessengrund (Kletno) im Glatzer Schneegebirge ist mit der Bärenhöhle eine einmalig schöne Natursehenswürdigkeit zu bewundern, die auf einer Polenrundreise nicht fehlen sollte. Teile der Höhle lassen sich von Touristen besichtigen.

Sie gilt als größte und längste Höhle im Sudetengebirge und wurde erst 1966 entdeckt. Die Höhlengänge bringen es auf drei Ebenen auf eine Gesamtlänge von 4 Kilometern. Unzählige Stalagmiten und Stalakiten verzieren die imposante Bärenhöhle und bilden sehenswerte Kuppeln, Schüsseln und Kaskaden.

Nicht umsonst zählt die Bärenhöhle zu den interessantesten Tropfsteinhöhlen Polens und ist ein Muss auf einer Rundreise durch Niederschlesien.

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14| Glatz (Klodzko)

Am letzten Tag der Polen Rundreise geht es zunächst nach Glatz (Klodzko) in den Sudeten. Die frühere Hauptstadt der Grafschaft Glatz bietet ihren Besuchern einige interessante Sehenswürdigkeiten wie die Festung Glatz, die im 15. und 16. Jahrhundert aus einer böhmischen Grenzburg entstand und 17 Hektar umfasst.

Weitere Attraktionen sind die steinerne Mühlengrabenbrücke aus dem 14. Jahrhundert sowie das Rathaus, das zwischen 1887 und 1890 im Stil der Neorenaissance entstand. Sie bilden schöne Motive für Fotoaufnahmen.

Einen Blick wert ist zudem die Minoritenkirche St. Maria, die zwischen 1628 und 1631 entstand. Im angrenzenden Franziskanerkloster können Fresken von Felix Anton Scheffler aus dem Jahr 1744 bewundert werden. Glatz sollte auf keiner Niederschlesien Rundreise ausgelassen werden.

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15| Festung Silberberg

Weiter geht es zur Festung Silberberg, die auch als Schlesisches Gibraltar bekannt ist. Sie stellt die einzige Gebirgsfestung in Schlesien dar und gehört zur Gemeinde Stoszowice (Peterwitz). Sie bildet den größten Festungsbau von Europa und zählt zu den Touristenattraktionen im Eulengebirge, die auf einer Niederschlesien Rundreise nicht fehlen dürfen. Besonders sehenswert ist das Fort Donjon, das den sichersten Ort der Festung markierte.

Mehr dazu in meinem ArtikelFestung Silberberg | Ehemals wichtigste Burg in Polen

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16| Breslau

Die letzte Etappe der Rundreise durch Niederschlesien ist Breslau (Wroclaw). Breslau gehört zu den schönsten Städten Schlesiens und war dessen Hauptstadt. Die Metropole punktet mit einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten.

Unbedingt einen Blick wert sind die sogenannten Breslauer Zwerge, die fast überall in der Stadt zu finden sind. Dabei handelt es sich um kleine Figuren von Zwergen aus Bronze, die Bärte und Zipfelmützen tragen. Sie üben verschiedene Arbeiten aus. Bislang gibt es rund 300 Bronzezwerge im gesamten Stadtgebiet.

Eine weitere Attraktion Breslaus ist die Jahrhunderthalle im Scheitinger Park. Dabei handelt es sich um eine gigantische Veranstaltungshalle, die das Zentrum des Messegeländes im 100 Hektar umfassenden Park bildet. Die Halle entstand zwischen 1911 und 1913, um das 100-jährige Jubiläum der Befreiung Preußens von der Herrschaft Napoleons zu begehen.

Überaus sehenswert sind zudem der 212 Meter hohe Sky Tower, dessen Aussichtspunkt eine fantastische Aussicht auf die Stadt ermöglicht, sowie die Dominsel mit der beeindrucken Johanniskathedrale.

Mehr Eindrücke von Breslau bekommst Du in meinem Artikel Top Breslau Sehenswürdigkeiten

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