Dienstag, August 27

Bamberg stand schon lange auf meiner Reiseliste, denn die Bamberger Altstadt ist bereits seit 1993 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet worden. Die Altstadt repräsentiert in die frühmittelalterliche Grundstruktur einer Stadt. Aber: Was muss man noch in Bamberg gesehen haben?

Fünf Orte, die man in Bamberg gesehen haben muss

  1. Bamberger Dom
  2. Altes Rathaus
  3. Neue Residenz mit Rosengarten
  4. Altstadt von Bamberg
  5. Apfelweibla

Ich habe Dir nach meinem Besuch einige spannende Informationen zu diesen Sehenswürdigkeiten in Bamberg mitgebracht. Diese kannst Du Dir an einem Tag in Bamberg anschauen. Meine erste Empfehlung für einen perfekten Tag in Bamberg: Der Bamberger Dom – klar oder?!


Bamberger Dom

Was muss man in Bamberg gesehen haben? Auf jeden Fall den Bamberger Dom St. Peter und St. Georg. Den Dom finde ich schnell, denn er befindet sich auf einer Erhebung in der Altstadt und seine vier Türme sehe ich bereits von Weitem.

Der Bamberger Dom blickt auf eine lange Geschichte zurück. Er wurde erstmals 1012 fertiggestellt, brannte jedoch im 11. und 12. Jahrhundert zweimal nieder. Doch alle guten Dinge sind drei und so steht der dritte Bau des Doms seit 1237 auf dem Domberg.

Von außen erkenne ich zwei verschiedene Stile: die Spätromantik und die Frühgotik. Dies spiegelt sich auch in verschiedenen Details und Verzierungen wider. Interessant sind auch die unterschiedlichen Baustile der Türme und der prächtige Haupteingang des Doms, das sogenannte Fürstenportal.

Auch das Innere bietet einiges: Hier besuche ich das Grab des heiliggesprochenen Kaiserpaares Kunigunde und Heinrich II und sehe den Bischofsthron Kathedra aus dem Jahr 1904. Im Dom befindet sich auch der bekannte Bamberger Reiter, eine Steinskulptur aus dem 13. Jahrhundert.

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Altes Rathaus Bamberg

Mein nächster Halt ist das Alte Rathaus, welches in den Fluss Regnitz gebaut wurde und über zwei Brücken mit der Innenstadt verbunden ist. Schuld daran ist der Legende nach der Bamberger Bischof, der den Bürgern keine Baufläche zur Verfügung stellte und diese daraufhin die künstliche Insel im Fluss erschufen. Das ist wohl einmalig in Deutschland!

Das erste Rathaus wurde bereits im 14. Jahrhundert erbaut, fiel jedoch einem Brand zum Opfer und so wurde 1461 das jetzige Alte Rathaus im gotischen Stil errichtet. Im 18. Jahrhundert erhielt das Rathaus eine Restaurierung im Barock- und Rokokostil.

Zunächst bestaune ich das schöne angebaute Fachwerkhaus auf der einen Seite, in dem die Rottmeister untergebracht waren. Dann schaue ich mir das eigentliche Rathausgebäude an, wo ich neben den Rokoko-Balkonen auch großflächige Fresken an den Flanken entdecke.

Im Rathausinneren finde ich eine Privatsammlung mit Porzellan und Fayence, die zu den größten und bedeutendsten in Europa gehört. Im ersten Stock befindet sich dann der traumhafte Rokokosaal, der auch heute noch für Empfänge und Sitzungen genutzt wird.

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Neue Residenz mit Rosengarten

Nur wenige Schritte vom Dom entfernt befindet sich die Neue Residenz, die im Barock- und Renaissancestil erbaut wurde. Im 17. Jahrhundert war sie Residenz der Bamberger Fürstbischöfe und im 19. Jahrhundert diente sie als königliche Residenz.

Heutzutage beherbergt die Neue Residenz die Staatsbibliothek, die Staatsgalerie und verfügt über 40 Schauräume. Diese schaue ich mir an und bin begeistert, denn ein Raum ist schöner als der andere. Prachtvolle Fresken, Gemälde und viele antike Möbelstücke aus dem 17. und 18. Jahrhundert lassen mich abtauchen in die pompöse Vergangenheit. Besonders der Kaisersaal mit seinen reichen Verzierungen und dem imposanten Kronleuchter bleibt mir sicher lange in Erinnerung.

Nachdem ich die Neue Residenz besucht habe, mache ich eine kleine Pause im traumhaften Rosengarten im Innenhof. Falls ihr Fans von klaren Linien seid, dann kommt ihr hier auf eure Kosten, denn alle Flächen und Rondelle sind symmetrisch angeordnet. Ich spaziere durch den Rosengarten, vorbei an verschiedenen Steinskulpturen, und genieße den unglaublichen Ausblick auf die Altstadt.

Übrigens: Hier könnt ihr auch bei einem Kaffee im Rokoko-Gartenpavillon entspannen, indem ein Café untergebracht ist.

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Altstadt von Bamberg

Theoretisch befinde ich mich bereits eine Weile in der Altstadt, denn sowohl Dom als auch Altes Rathaus und Neue Residenz sind teil dieser historischen Altstadt, die seit 1993 UNESCO Weltkulturerbe ist. Doch es gibt noch mehr zu entdecken, da die größtenteils unversehrte Altstadt über 2400 denkmalgeschützte Häuser hat.

Also begebe ich mich auf eine Entdeckungstour durch die fast 1000 Jahre alte Innenstadt. Es geht vorbei an fünf Sakralbauten, über tausend Baudenkmälern und Monumentalbauten, die teilweise bis ins 11. Jahrhundert zurückgehen. Wahrscheinlich trifft der Spitzname Fränkisches Rom es am besten, denn an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken.

In Erinnerung geblieben sind mir vor allem die barocke Kirche St. Martin, das Klein Venedig mit den Fischerhäuschen und auch die Schlenkerla, wo ich in historischen Räumlichkeiten ein typisches Rauchbier probierte. Ich kann euch empfehlen, die Altstadt in Ruhe zu entdecken, ein paar Stopps einzuplanen und die Geschichte auf euch wirken zu lassen.

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Apfelweibla

Jetzt sind wir bereits bei der letzten, etwas anderen Sehenswürdigkeit, die auf jeden Fall als Antwort auf die Frage: „Was muss man in Bamberg gesehen haben?“, inkludiert werden sollte: das Apfelweibla.

Das Apfelweibla ist der berühmteste Türknopf der Stadt. Heute findet ihr das Original im historischen Museum am Domplatz oder könnt die Nachbildung am ursprünglichen Standort bestaunen. Ich entschied mich für Letzteres und so geht es zur Eisgrube 14. Hier sieht man die frühere Eingangstür des Verlegers Carl Friedrich Kunz, guter Freund des berühmten Schriftstellers E.T.A Hoffmann.

Der Türknopf stammt aus dem Jahre 1720 und inspirierte Hoffmann für sein Werk „Der goldne Topf“. Er sah in ihm eine zwiegespaltene Figur, friedfertig aber gleichzeitig bedrohlich und erweckte ihn in seinem Werk zum Leben. Für Literaturfans ein Muss und auch ein beliebtes Souvenir (zum Beispiel in Pralinenform)!

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Fazit: Was muss man in Bamberg gesehen haben?

Diese fünf Orte solltest Du Dir bei einem Aufenthalt von 24 Stunden in Bamberg auf jeden Fall mal anschauen. Aber Bamberg hat so viel mehr zu bieten, wofür man sicherlich ein ganzes Wochenende benötigt.

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