Montag, November 11

Die Hauptstadt von Lettland ist mein erstes Ziel auf meiner Ostsee-Rundreise. Schon lange wollte ich die Länder im Baltikum besuchen. Nun ist es soweit. Aber da stellt sich mir die Frage: Was muss man in Riga gesehen haben?

5 Orte, die man in Riga gesehen haben muss

  • Dom zu Riga mit Domplatz
  • Altstadt und St. Petrikirche
  • Schwarzhäupterhaus und Rathausplatz
  • Zentralmarkt in der Nēģu iela
  • Jugendstilarchitektur im Klusais centrs

Ich habe Dir nach meinem Aufenthalt in Riga einige spannende Informationen zu diesen Sehenswürdigkeiten in Riga  mitgebracht. Diese kannst Du Dir an einem Tag in Riga anschauen. Meine erste Empfehlung für einen perfekten Tag in Riga: Der Dom zu Riga.


Dom zu Riga mit Domplatz

Was muss man in Riga gesehen haben? Meiner Meinung nach gehört auf eure Must-see Liste auf jeden Fall der Dom mit dem dazugehörigen Domplatz, dem größten Platz Rigas. Zunächst entscheide ich mich, den Domplatz zu besuchen, bevor es in den Dom selbst geht.

Der Platz wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und erhielt erst 1936 seine heutige Form. Um den Domplatz herum finde ich verschiedene charmante historische Gebäude wie die Rigaer Börse, wo heute das Kunstmuseum untergebracht ist, oder das Haus des Lettischen Rundfunks. Fehlen dürfen natürlich auch nicht Cafés, die sich um den Platz verteilen und zum Ausruhen einladen.

Doch ich bin noch voller Energie und somit ist noch an keine Pause zu denken, sondern es geht jetzt zum Dom. Dieser wurde er 1211 erbaut, 15 Jahre später fertiggestellt und gilt als einer der ältesten sakralen Bauten Lettlands. Er vereint verschiedene Baustile wie Romantik, Frühgotik und Barock. Sein finales Aussehen hat er jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts erhalten, als verschiedene Restaurationen stattfanden.

Der Besuch des Inneren des Doms lohnt sich auch, denn hier kann ich mir den Taufstein aus dem Ende des 12. Jahrhunderts sowie verschiedene barocke Schnitzereien aus dem 17. Jahrhundert und die Orgel aus dem Jahre 1882 ansehen, die damals die weltgrößte Orgel war.

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Altstadt und St. Petrikirche

Jetzt geht es für mich auf Erkundungstour durch das historische Zentrum von Riga. Seit bereits 1997 ist die Altstadt als UNESCO-Weltkulturerbe klassifiziert und damit sind meine Erwartungen natürlich recht hoch.

In der Altstadt der ehemaligen Hansestadt mit seinen vielen kleinen Gassen, gepflasterten Straßen und bezaubernden Gebäuden gibt es viel zu sehen. Die Altstadt wird umrahmt von einem Stadtpark mit Kanal, welcher nach Entfernung der Mauern und Wälle im 19. Jahrhundert entstand. Zur anderen Seite wird die Altstadt durch den Fluss Düna begrenzt.

Bei einem Rundgang durch das Herz der Metropole geht es vorbei an verschiedenen interessanten Sehenswürdigkeiten wie dem Marktplatz, dem Rathaus oder auch dem Schwarzhäupterhaus. Egal wohin man schaut, es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Sei es das Rigaer Schloss oder auch Wohngebäude unterschiedlichster Baustile – von Gotik bis Modernismus ist hier fast alles vertreten.

In der Altstadt zieht es mich jetzt auch zur St. Petrikirche, einer Kirche im Stil der Backsteingotik aus dem 13. Jahrhundert. Diese ist im wahrsten Sinne des Wortes überragend, denn sie ist mit 123 Metern die höchste Kirche der Stadt und bietet von der Aussichtsplattform aus einen atemberaubenden Ausblick auf Riga.

Übrigens: Achtet mal auf die Turmuhr! Diese verfügt durch eine alte Tradition nur über einen Stundenzeiger.

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Schwarzhäupterhaus und Rathausplatz

Ein weiteres Highlight in der Rigaer Altstadt ist das 1334 erbaute Schwarzhäupterhaus mit dem anliegenden Rathausplatz. Das Haus im gotischen Stil mit Giebeldach, reich verzierter Fassade mit Skulpturen und Reliefs sowie einer astronomischen Uhr, ist bereits von außen sehenswert.

Doch auch ein Besuch des im Schwarzhäupterhaus untergebrachten Museums und der Innenräume sowie Festsäle ist spannend. Hier lerne ich auch etwas mehr über die Schwarzhäupterbrüderschaft, die dem Haus seinen Namen gegeben haben.

Raus geht es auf den Rathausplatz, mit seiner dunklen Geschichte. Der Platz diente neben Veranstaltungsort für Märkte, Feste und Turniere, nämlich auch als ehemalige Richtstätte für den Henker. In der Mitte des Platzes befindet sich die Rolandfigur, die in verschiedenen Hansestädten zu finden sind und als Sinnbild der Stadtrechte gilt.

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Zentralmarkt in der Nēģu iela

Wie auf vielen meiner Reisen lasse ich mir natürlich den Zentralmarkt der Stadt nicht entgehen. Dieser befindet sich nur wenige Minuten von der Altstadt entfernt und wurde 1930 eröffnet. Der Zentralmarkt in Riga ist nicht nur der größte, sondern auch der modernste in ganz Europa.

Hier kann ich mich in fünf verschiedenen riesigen Hallen, die ursprünglich Zeppelin-Hangar waren, durch die regionalen Lebensmittel und Delikatessen kosten. Die Pavillons sind unterteilt in Gemüse-, Milch-, Fleisch-, Fisch- und Gastronomiehalle. In Letzterer mache ich direkt einen Halt und stärke mich, bevor es weitergeht zur letzten Sehenswürdigkeit des Tages.

Vor den Markthallen finde ich auch noch ein weiteres Außengelände des Marktes, auf dem handwerkliche Erzeugnisse verkauft werden und der Nacht- sowie Bauernmarkt stattfindet.

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Jugendstilarchitektur im Klusais centrs

Im Viertel Klusais centrs, was soviel wie „Das stille Zentrum“ bedeutet, kann ich bei einem Spaziergang durch die Straßen Elizabetes iela und Alberta iela prächtige Bauten im Jugendstil begutachten.

Jedes Gebäude an sich ist ein kleines Kunstwerk und so lohnt es sich dieses Stadtviertel, was sich nur circa 10 Minuten von der Altstadt entfernt befindet, zu besuchen und entlang der prächtigen Straßen zu schlendern.

Am besten nehmt ihr euch einen Kaffee in die Hand und spaziert gemächlich durch dieses bezaubernde Viertel, denn das ist etwas, was man in Riga gesehen haben muss.

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Riga Hotel Tipp

Während meines Aufenthalts habe ich im Tallink Hotel Riga Tallink Hotel Riga übernachtet. Es liegt nah an der Altstadt und am Bahnhof gelegen. Das Hotel bietet mit einer modernen Ausstattung alles, was ein Hotel für einen Städtetrip benötigt. Das Frühstück war mega! Viel Auswahl an Brot, Brötchen, Obst, Müsli, Kuchen, Cottage cheese, Rührei, Würstchen, Bacon, Baked Beans … und so könnte ich noch lange weitermachen. Hier gibt es alles was das Herz begehrt.

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Fazit: Was muss man in Riga gesehen haben?

So einiges, wie Ihr sicherlich schon festgestellt habt. Diese fünf Orte solltest Du Dir bei einem Aufenthalt von 24 Stunden in Riga auf jeden Fall mal anschauen. Aber Riga hat so viel mehr zu bieten, dass man das nicht mal an einem Wochenende besichtigen kann.

Für einen perfekten Tag in Riga lohnt es sich, einen Spaziergang durch die Stadt zu unternehmen, in einem Café zu verweilen oder in ein Restaurant einzukehren. In Riga gibt es sehr viel zu entdecken – eine schöne Stadt für einen längeren Städtetrip.



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