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Ein Tag in Magdeburg | Was Du gesehen haben musst!

Auf geht’s zu meinem Städtetrip nach Magdeburg. Am Anfang meiner Reise stellte sich mir die Frage: Ein Tag in Magdeburg? Was muss ich da gesehen haben? Nach meinem Besuch habe ich Dir fünf Orte mitgebracht. Die solltest Du Dir unbedingt in der Ottostadt anschauen.


Ich habe Dir nach meinem Besuch einige spannende Informationen zu diesen Highlights in Magdeburg mitgebracht. Diese kannst Du Dir an einem Tag in Magdeburg anschauen. Meine erste Empfehlung für einen perfekten Tag in Magdeburg: Der Magdeburger Dom.


Was muss man in Magdeburg gesehen haben?

1| Magdeburger Dom „St. Mauritius und St. Katharina“

Was muss man in Magdeburg gesehen haben? Am Magdeburger Dom führt jedenfalls kein Weg vorbei. Schon von Weitem kannst Du das Wahrzeichen von Magdeburg sehen. Dieser ab 1207 gebaute Dom bietet verschiedene Führungen an. Ganz besonders empfehle ich Dir die Führung auf einen der beiden Türme.

Nach insgesamt 433 Stufen habe ich von dort oben – in einer Höhe von über 100 Metern – einen traumhaften Überblick über die Stadt Magdeburg. Während des Aufstiegs erfährst Du einiges über die Geschichte, Baukunst und das Leben in der Zeit um den Bau des Magdeburger Doms.

  • Dauer Führung Turm: ca. 2 Stunden
  • Kosten Turmführung: 6,- Euro
  • Dauer Aufenthalt im Dom: ca. 1,5 Stunden
  • Kosten Domführung: 5,- bis 6,- Euro

Was gibt es im Magdeburger Dom zu sehen?

Aber auch ein Spaziergang oder eine Führung durch den imposanten Innenraum des sakralen Baus lohnt sich. Im Magdeburger Dom gibt es folgendes zu sehen:

  • Hochaltar aus böhmischem Marmor
  • Chorgestühl aus Eichenholz
  • Marmorgrabplatte für Kaiser Otto I.
  • Renaissancekanzel
  • Bronzetumba des Erzbischofs Ernst
  • Zahlreiche Sandsteinskulpturen von europäischem Rang in der Heiliggrabkapelle, in der Paradiesvorhalle und im Hohen Chor

Schon gewusst? Der Dom St. Mauritius ist der erste gotische Dom auf deutschem Boden und größter Sakralbau in Ostdeutschland.

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Errichtet wurde der Dom auf dem Grundriss eines Vorgängerbaus. Die Grundsteinlegung war 1209. Die Bauzeit betrug 311 Jahre!
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Der Dom wurde erst im Jahre 1520 mit der Westfassade und den 106 Meter hohen Westtürmen vollendet. Von einem der beiden Türme hast Du einen fantastischen Blick auf Magdeburg, die Elbe und die Region.

2| Das Hundertwasserhaus in Magdeburg

Vom Turm des Magdeburger Doms ist das skurrilste Gebäude in der Ottostadt Magdeburg gut zu sehen. Was muss man in Magdeburg gesehen haben? Das in mattem Rosa gehaltene Hundertwasserhaus solltest Du Dir nicht entgehen lassen.

Runde Fensterbögen, weiße Kuppeln und goldene Kugeln sind nur einige stilgebende Elemente. Sie machen dieses Gebäude so außergewöhnlich und sehenswert. Nach Deinem Rundgang empfehle ich Dir in das Café dortige einzukehren. Das Gebäude kannst Du so noch mehr auf Dich wirken lassen.

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Das Hundertwasserhaus in Magdeburg wird von den Einwohnern aufgrund des bewaldeten Daches liebevoll „Grüne Zitadelle“ genannt.
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Das futuristische Gebäude beherbergt Wohnungen, Geschäfte, Gastronomie und Hotelzimmer – Du kannst hier also auch übernachten.

Friedensreich Hundertwasser hat dieses Gebäude 2005 als „Oase für Menschlichkeit und für die Natur in einem Meer von rationellen Häusern“ fertiggestellt. Durch die zahlreichen Bepflanzungen wird das Hundertwasserhaus in Magdeburg auch „Grüne Zitadelle“ genannt.

Im Hundertwasserhaus befinden sich nicht nur Gewerbebetriebe und Wohnungen. Du kannst auch in einem Hotel, welches sich in dem Gebäude befindet, das Wohngefühl im Hundertwasserhaus erleben.

  • Es finden öffentliche Führungen statt. Aktuelle Termine und Eintrittspreise findest Du auf der Website der Grünen Zitadelle.

Aufenthaltsdauer: 30 bis 45 Minuten

Einen ersten Eindruck erhältst Du in diesem einminütigen Video. Traumhaft schöne Architektur.

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3| Die Gruson Gewächshäuser

Wenn Du es noch grüner magst, dann empfehle ich Dir einen Besuch dieser grünen und exotischen Oase in Magdeburg. Die Gruson Gewächshäuser befinden sich im Süden der Stadt, im Klosterberggarten an der Elbe.

Die Sammlung entstand durch den Industriellen Hermann Gruson Ende des 19. Jahrhunderts. Heutzutage sind fast 4.000 Pflanzenarten zu bestaunen. Es hat mir große Freude bereitet, durch die verschiedenen Gewächshäuser zu laufen und mir die unterschiedlichen Pflanzen anzuschauen.

Aber auch einige skurrile Lebewesen aus der Tierwelt gibt es hier zu bestaunen.

Aufenthaltsdauer: circa 1,5 Stunden

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Der Name der Gruson-Gewächshäuser geht auf den Magdeburger Industriellen und Pflanzensammler Hermann Gruson zurück, dessen botanisches Erbe in dem tropisch-botanischen Garten bewahrt wird.
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Besonders an Regentagen oder im Winter bietet sich ein Besuch in den Gruson Gewächshäusern an. Dann ist es schön grün und warm.
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In den Gewächshäusern gibt es aber nicht nur Pflanzen zu entdecken. Auch diese farbenfrohen Frösche leben hier.
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Besonders sehenswert ist die umfangreiche Kakteen-Sammlung in den Gruson-Gewächshäusern.

4| Der Albinmüller-Turm

Nach dem Besuch der Gruson Gewächshäuser kannst Du in der Höhe einen Blick über die Dächer Magdeburgs werfen. Für 2,- Euro Eintritt geht es auf dem gegenüberliegenden Elbufer für mich auf den Albinmüller-Turm.

Wahlweise kannst Du hier den Fahrstuhl oder die Stufen wählen. Der Turm ist in den Goldenen Zwanzigern des 20. Jahrhunderts entstanden. Auch wenn er aus heutiger Sicht kein architektonisches Meisterstück ist, war er zu jener Zeit ein Ausdruck des Stils des Neuen Bauens. Für einen tollen Ausblick ist der Turm einen Besuch wert.

Aufenthaltsdauer: 15 bis 30 Minuten

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Der an der Elbe gelegene Albinmüller-Turm ist ein lohnenswertes Ziel für Architekturliebhaber.
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Vom Albinmüller-Turm hast Du einen guten Blick auf einige sehenswerte Orte von Magdeburg.

5| Der Jahrtausendturm im Elbauenpark

Etwas außerhalb von Magdeburg ist auf dem ehemaligen BUGA-Gelände der Jahrtausendturm im Elbauenpark zu besichtigen. Von Weitem sieht er aus wie ein angeschlagener Kegel.

Dieser ist aus zweierlei Hinsicht sehenswert: Es lohnt sich auf den Turm zu steigen, um die Stadt und Region aus luftiger Höhe von der Aussichtsplattform auf 43 Metern zu betrachten.

Ebenso spannend ist der Innenraum des Jahrtausendturms. Auf verschiedenen Ebenen und auf über 8.000 m2 Fläche gibt es zahlreiche Einblicke und Ausstellungen zu den Themen Geschichte, Technik und Wissenschaft.

Viele der Exponate sind zum Ausprobieren und Mitmachen, sodass der Spaziergang durch den Jahrtausendturm wirklich lohnenswert ist.

Aufenthaltsdauer: 2,5 Stunden

Magdeburg Tipps: Nach dem Besuch des Jahrtausendturms lohnt sich ein Spaziergang durch den schönen Elbauenpark.

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Nach der Bundesgartenschau im Jahr 1999 wurde beschlossen, den Jahrtausendturm im Elbauenpark stehen zu lassen.

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Magdeburg ist die Stadt der Aussichtstürme. Neben dem Kirchturm des Magdeburger Doms und dem Albinmüller-Turm kannst Du auch vom Jahrtausendturm einen tollen Ausblick genießen.

Was muss man in Magdeburg gegessen haben?

Magdeburg hat einige kulinarische regionale Spezialitäten zu bieten, die Du mal probieren solltest.

Braunkohl mit Klump

Braunkohl mit Klump ist ein Grünkohl-Schweinefleisch-Birnen-Eintopf. Beim Braunkohl handelt es sich eigentlich um Grünkohl, der eher in den nördlichen Gefilden beheimatet ist. In Magdeburg wird er aber Braunkohl genannt. Das Traditionsgericht, welches aus der Region der Magdeburger Börde stammt, besteht aus dem sogenannten Braunkohl und Klump. Letzteres ist ein Kartoffelpufferteig, der aus geriebenen Kartoffeln, Ei und Gewürzen besteht. Zusammen wird alles mit Schweinefleisch serviert.

Bötel mit Lehm und Stroh

Bei dieser Magdeburger Spezialität handelt es sich um ein Gericht, welches aus Eisbein mit Erbsenpüree und Sauerkraut besteht. Der Name des Gerichts setzt sich aus den drei Bestandteilen zusammen: Bötel (Haus) ist das Eisbein, der Lehm bezeichnet das Erbsenpüree und das Stroh ist das Sauerkraut.

Pottsuse

Hinter diesem seltsamen Namen verbirgt sich ein deftiger Brotaufstrich aus Schweinefleisch, Schmalz und Gewürzen. Der ulkige Name dieser Spezialität leitet sich aus dem Niederdeutschen ab. Denn das Fleisch siedet so lange im Schweineschmalz, bis die Masse im Topf (Pott) zu sausen (susen) beginnt. Das ist der Zeitpunkt, an dem das Fleisch in seine Fasern zerfällt.

Machdeburjer Mostrich

Seit 2021 knüpft der Machdeburjer Mostrich an eine lange Tradition in Magdeburg an: die Senfherstellung. Der Machdeburjer Mostrich geht auf die im Jahre 1882 gegründete Mostrich-Fabrik Voigt & Co. zurück, die bis zur Wende als VEB Essig- und Senffabrik Magdeburg Senf herstellte. Den Machdeburjer Mostrich findest Du in den Varianten „Pikant & Würzig“ oder „Scharf wie Hulle“ in Supermärkten oder in der Tourist-Info. Perfektes Mitbringsel aus Magdeburg.


Was muss man in Magdeburg getrunken haben?

Bei so deftigen Spezialitäten benötigst Du sicherlich etwas Hochprozentiges nach dem Essen. Daher gibt es in Magdeburg auch einige regionale Getränke, die Du mal probieren solltest.

Absinth 66

Das habe ich auch erst bei meinem Besuch in Magdeburg erfahren. Der bekannte Absinth 66 stammt von hier. Das alkoholische Getränk wird traditionell aus Wermutkraut, Anis, Fenchel und je nach Rezeptur mit weiteren Kräutern hergestellt. Absinth wurde ursprünglich im 18. Jahrhundert in der Schweiz hergestellt. Da man aufgrund seines Thujon-Gehalts glaubte, dass der Verzehr abhängig machen würden, war Absinth ab 1915 verboten.

Da man mittlerweile die Gesundheitsgefährdung eher auf den schlechten Alkohol zu der Zeit zurückführte, ist die Absinth-Herstellung seit 1998 wieder erlaubt und wurde zum Modegetränk. Seitdem hat der Abtshof Magdeburg Absinth im Sortiment. Der Absinth 66 wird in Handarbeit in der „Absinth-Manufaktur“ hergestellt und in einer Apothekerflasche abgefüllt.

Magdeburger Halb & Halb

Dieser Kräuterlikör stammt ebenfalls vom Abtshof Magdeburg. Der Name ist in Anlehnung an die Experimente von Otto von Guericke gewählt worden. Mit den Magdeburger Halbkugeln zeigte er der Öffentlichkeit eindrucksvolle die Wirkung des Luftdrucks. Die eindrucksvolle Wirkung des Kräuterlikörs liegt aber wohl eher an dem Alkoholgehalt von 35% vol. und dem ungewöhnlich fruchtigen Aroma von Apfelsinen und Curacaoschalen sowie der deutlichen Gewürznote.

Schwarzer Abt

Auch die dritte probierwürdige flüssige Spezialität aus Magdeburg wird im Abtshof in Magdeburg hergestellt. Der Name erinnert an Abt Sebastian Göbel, dessen Kloster einen Kräutergarten auf dem heutigen Gelände des Abtshofs unterhielt. Daher besitzt dieser Magenbitter eine besonders extraktive Kräuterfülle.


Wo übernachten in Magdeburg?

In Magdeburg gibt es Unterkünfte in verschiedenen Preisklassen. Ich habe Dir hier mögliche Hotels für Deine Übernachtung in Magdeburg zusammengestellt – von teuer bis bezahlbar.

Luxus

Außergewöhnlich

Comfort

Budget

Magdeburg Hotel Übersicht


Magdeburg an einem Tag – mein Fazit!

Was muss man in Magdeburg gesehen haben? Diese fünf Orte solltest Du Dir bei einem Aufenthalt von 24 Stunden in Magdeburg auf jeden Fall mal anschauen. Aber die Stadt hat so viel mehr zu bieten. Daher kannst Du in Magdeburg auch ein ganzes Wochenende verbringen.

Für einen perfekten Tag in Magdeburg lohnt es sich, einen Spaziergang durch die Stadt und am Ufer der Elbe zu unternehmen. Dort kannst Du in einem Café verweilen oder in ein Restaurant einkehren. In Magdeburg gibt es viel zu entdecken – eine schöne Stadt für eine längere Städtereise.

Du planst einen längeren Aufenthalt in Magdeburg? Dann schau Dir doch meinen Blogpost Top 10 Sehenswürdigkeiten in Magdeburg an. Dort findest Du zu den obigen und zu weiteren Highlights in Magdeburg detaillierte Infos.


Weiter Infos und nützliche Inspirationen für einen Tag in Magdeburg auf anderen Reiseblogs

  • Ob die Magdeburg Tourist Card für Deinen Aufenthalt spannend ist, erfährst Du bei Janett auf teilzeitreisender.de
  • Noch mehr spannende Sehenswürdigkeiten in Magdeburg sowie Restaurant- und Café-Tipps findest Du bei Miriam und Johannes auf northstarchronicles.de

Weiterreisen | Reisetipps Sachsen-Anhalt

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2 Kommentare

  1. Schöner Beitrag über meine Wahlheimat! Wenn du das nächste Mal hier bist, solltest du in den Zoo gehen. Im Vergleich zu anderen deutschen Zoos ist er relativ unspektakulär von seiner Tierwelt, aber das neue Afrika Gelände ist wunderbar und der Zoo eher wie ein Tierpark. Viel Grün, viel Natur, wirkt alles weniger angelegt und eher Park ähnlich.

    1. Auf jeden Fall sollte man die Parkanlage im Herrenkrug und die Rennbahn besuchen. Eine der schönsten Rennbahnen in Deutschland. Ein Erlebnis für jung und alt.

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