Sonntag, November 10

Auf meiner Ostsee-Rundreise habe ich auch einen Aufenthalt in Vilnius geplant. Das Baltikum hat mich schon länger gereizt und so habe ich einen Städtetrip in die Hauptstadt von Litauen gemacht. Aber was muss man in Vilnius eigentlich gesehen haben?

5 Orte, die man in Vilnius gesehen haben muss

  • Kathedrale St. Stanislaus
  • Universität Vilnius
  • Burg von Gediminas
  • Künstlerviertel Uzupis
  • Tor der Morgenröte

Ich habe Dir nach meinem Besuch einige spannende Informationen zu diesen Sehenswürdigkeiten in Vilnius mitgebracht. Diese kannst Du Dir an einem Tag in Vilnius anschauen. Meine erste Empfehlung für einen perfekten Tag in Vilnius: Die Kathedrale St. Stanislaus.

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Kathedrale St. Stanislaus

Was muss man in Vilnius gesehen haben? Natürlich die beeindruckende römisch-katholische Kathedrale St. Stanislaus im Herzen der litauischen Hauptstadt. Sie befindet sich in der historischen Altstadt und gilt als die erste und wichtigste Kathedrale des Landes.

Vom weitläufigen Kathedralenplatz aus kann ich mir die weiße Kathedrale in ihrer gesamten heutigen klassizistischen Pracht anschauen. Die ursprüngliche Kathedrale stammte aus dem 13. Jahrhundert, wurde nach einem Brand durch eine weitere Kirche ersetzt, bevor im 18. Jahrhunderts das heutige Gebäude entstand. Auch die drei Standbilder auf dem Dach sind relativ neu. Sie wurden 1997 hinzugefügt, um die während der sowjetischen Besetzung zerstörten Figuren zu ersetzen.

Vor der Kirche befindet sich der 57 Meter hohe Glockenturm, den ich mir natürlich nicht entgehen lasse und ihn hinaufsteige, um die tolle Aussicht zu genießen. Danach nutze ich den Moment und mache noch ein paar Erinnerungsfotos von der Kathedrale, bevor es für mich in das Innere geht.

Auch im Inneren der Kathedrale hier sieht man die klassizistischen Einflüsse. Interessant sind hier der Altar aus dem 18. Jahrhundert, das Altarbild von St. Stanislaus sowie ein Besuch der Krypta mit Gräbern von Königen, Adligen, Bischöfen und Fürsten. Hier finde ich auch die ältesten noch stehenden Mauern des ursprünglichen Gebäudes aus dem 13. Jahrhundert.

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Universität Vilnius und St. Johanniskirche

Nur ein paar Minuten von der Kathedrale entfernt finde ich die Universität von Vilnius mit der St. Johanniskirche. Hier kann ich einen Blick in eine der ältesten Hochschulen Osteuropas werfen und mich wieder Student fühlen.

Einige der Gebäude gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück, als der Jesuitenorden hier untergebracht war. Andere Teile kamen im Laufe der Jahrhunderte hinzu. So kann ich beim Spaziergang über das Universitätsgelände verschiedene Baustile von Gotik oder Renaissance bis hin zu Barock entdecken.

Das Gelände bietet Innenhöfe, Arkaden und Galerien und in den 12 verschiedenen Fakultäten kann ich wunderschöne Fresken bestaunen. Sehenswert ist auch die Bibliothek aus dem 16. Jahrhundert, in der über fünf Millionen Schriften untergebracht sind.

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Ungewöhnlich für ein Universitätsgelände ist sicherlich die darin befindliche Kirche. Die St. Johanniskirche stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert und wurde damals im gotischen Stil erbaut, jedoch im 18. Jahrhundert im barocken Stil rekonstruiert. Neben der Kirche befindet sich auch das höchste Bauwerke der Altstadt: Der 68 Meter hohe Glockenturm, den ihr über 193 Stufen erklimmen könnt (oder bequem den Fahrstuhl nehmt).

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Burg von Gediminas

Neben der Kathedrale befindet sich auf dem Burgberg die, na was wohl, Burg von Gediminas. Diese kann man zu Fuß oder mit der Standseilbahn erreichen. Ich entscheide mich hier für die bequeme Variante.

Die Ursprünge der Burg gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als sie eine der mächtigsten Verteidigungsanlagen Litauens war und aus insgesamt drei Festungen bestand: Oberer Burg, Unterer Burg und Schiefer Burg. Davon ist nur noch ein der Teil der Oberen Burg übrig geblieben, genauer gesagt die Ruinenteile der Burg von Gediminas und der Gediminas Turm.

Der Gediminas Turm gilt als Wahrzeichen der Stadt und datiert zurück auf das 14. Jahrhundert, als er zu Ehren des Großfürsten Gediminas erbaut wurde. In seinem Inneren befindet sich ein Museum.

Hier entdecke ich Fotos von Vilnius aus den letzten Jahrhunderten, lerne etwas über die Geschichte des Burgkomplexes und besuche auch die Waffenkammern. Weiterhin gibt es hier eine tolle Aussichtsplattform, die mir einen unglaublichen Panoramablick über Vilnius gibt.

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Künstlerviertel Uzupis

Das Viertel Uzupis gehört auch auf deine Liste mit „Was muss man in Vilnius gesehen haben?“. Wortwörtlich bedeutet Uzupis übrigens „Ort jenseits des Flusses“ und befindet sich am Rande der Altstadt. Anfang der 1990er Jahre hat sich Uzupis vom düsteren, gefährlichen Stadtteil zu einem echten Künstlerviertel entwickelt und wird oft mit dem Pariser Montmartre verglichen.

Wobei es mehr als ein Künstlerviertel ist, denn es hat sich zu einer unabhängigen Republik erklärt mit eigener Verfassung, eigenem Präsidenten und eigener Flagge. Damit kann ich theoretisch noch ein weiteres „Land“ auf meiner Bucket-List abhaken und meinen Pass bei der Einreise im Café Uzupio Kaviné abstempeln lassen.

Uzupis ist eines der ältesten Stadtviertel von Vilnius und ich finde am besten kann man es bei einem gemütlichen Spaziergang kennenlernen. Hier gibt es viele Cafés und Bars, in denen ich kurz eine Pause in entspanntem Ambiente einlege. Außerdem finde ich hier verschiedene Kunstgalerien, Street-Art und kleine alternative Shops.

Übrigens: Einer der Botschafter und Ehrenbürger Uzupis ist der Dalai Lama.

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Tor der Morgenröte

Mein nächster Abstecher geht jetzt zu einem der wichtigsten Heiligtümer des gesamten Landes. Das Tor der Morgenröte stammt aus dem Jahre 1514 und befindet sich in der historischen Stadtmauer als einziges noch erhaltenes Stadttor.

Doch das Tor der Morgenröte hat heutzutage eine andere Funktion als nur die eines Tores. Im 17. Jahrhundert erbaute man eine Holzkapelle auf dem Tor, welche einem Feuer zum Opfer fiel. Daraufhin wurde im 19. Jahrhundert eine neue Kapelle aus Ziegelsteinen an diesem Ort konstruiert. Diese dient seitdem der Verehrung der Heiligen Jungfrau Maria und hier kann ich auch das imposante Wandgemälde aus dem 17. Jahrhundert bestaunen.

Doch ich bin sicher nicht der einzige Besucher hier, denn dieser Ort gilt als Wallfahrtsstätte sowohl für Katholiken als auch orthodoxe und griechisch-katholische Christen.

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Vilnius Hotel Tipp

In Vilnius habe ich mir ein Hotel für meinen Städtetrip genommen, das direkt am Flughafen liegt: das AirInn Vilnius Hotel. In meinem Zimmer habe ich sogar einen Blick auf den Tower des Airports Vilnius und er ist zum Greifen nah. Aber keine Sorge: Das Hotel ist top schallisoliert und ich höre nicht ein Flugzeug.

Das Hotel hat für meinen Städtetrip eine perfekte Lage. Denn direkt am Flughafen Vilnius geht regelmäßig ein Bus in die Innenstadt. Nach 20 Minuten bin ich dort und kann die Altstadt von Vilnius erkunden.

Das Hotel ist modern ausgestattet und im Zimmer fehlt mir für einen Städtetrip nichts. Der besondere Clou im Airport Hotel: Es gibt bereits ab 3 Uhr in der Nacht Frühstück. Mega, oder? So steige ich bei meinem Abflug, der recht früh war, ohne Hunger und mit einer ersten Tasse Kaffee ins Flugzeug.

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Fazit: Was muss man in Vilnius gesehen haben?

Diese fünf Orte solltest Du Dir bei einem Aufenthalt von 24 Stunden in Vilnius auf jeden Fall mal anschauen. Aber Vilnius hat so viel mehr zu bieten, dass man das nicht mal an einem Wochenende besichtigen kann.

Für einen perfekten Tag in Vilnius lohnt es sich, einen Spaziergang durch die Stadt zu unternehmen, in einem Café zu verweilen oder in ein Restaurant einzukehren. In Vilnius gibt es sehr viel zu entdecken – eine schöne Stadt für einen längeren Städtetrip.



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